Wattenberg - Mountainbike

Wattenberg - Mountainbike
1.300 Höhenmeter, 67 Kilometer
Fein allein

Auf den Wartenberg fahren nur wenige. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass am Dach der Tour keine Einkehr möglich ist. Trotzdem lohnt sich die Fahrt gleich mehrfach.

Die Tour startet in Innsbruck entlang des Inns und geht den Inn-Radweg nach Osten Richtung Unterinntal. Immer am Inn entlang, ab dem Innsteg im O-Dorf jedenfalls nordseitig Richtung Hall. In Hall wieder den Inn queren und südseitig bis Volders. In Volders kurz vor der Kirche Richtung Großvolderberg.

Der Beschilderung zuerst Richtung Großvolderberg, dann aber bald abzweigend Richtung Vögelsberg folgen. Die Unterführung führt unter der Skipiste durch, im Ried erfolgt die Abzweigung ins Wattental. Vorsicht! Die Abzweigung ist nicht beschildert, sie erfolgt dort, wo der Weg steil den Berg hinaufginge, dort flach ins Tal hinein bleiben. Bis hierher immer auf Asphalt, ab nun Forstweg zur Säge auf 1.000 Höhenmetern.

Der Asphaltstraße taleinwärts weitere 300 Höhenmeter folgen, bis kurz vor dem Eingang zum Lager Walchen des Bundesheeres. Bei der Ochsenbrandalm zuerst relativ steil, dann mäßig steil auf Forstwegen in Richtung der unbewirtschafteten Povers Alm auf knapp 1.900 Höhenmetern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, am Dach der Tour Richtung Infangl oder Wartenberg / Dörfl wieder abzufahren, zum Beispiel über die beschilderten Wege zur Jagdhütte. Vom Wattenberg erfolgt eine rasante Abfahrt wieder auf wenig befahrenen Asphaltstraßen. In Wattens trifft der Weg wieder auf den Radweg. Entweder auf der Bundesstraße bis Volders und dort auf den Radweg oder durch Wattens durch und bei der Tankstelle der Beschilderung Richtung Innsbruck folgen.

Es handelt sich um eine feine Tour mit durchaus schönen Ausblicken, wenig befahren und nicht besonders bekannt.


 
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Rumer Alm - Rauschbrunnen - Mountainbike

Rumer Alm - Rauschbrunnen - Mountainbike
Eine kleine Innsbrucker Almenrunde
2,5 Stunden, 900 Höhenmeter

Eine feine Runde über Innsbrucker Almen, mit bester Aussicht auf die Stadt.

Die Tour startet in der Innenstadt, entlang des Inns bis zum Alpenzoo-Steg. Dort den Inn queren und Richtung Alpenzoo. Kurz davor ostwärts abbiegen auf den Schillerweg am Waldrand entlang. Dem Schillerweg leicht ansteigend folgen, nach Mühlau. Dort der Asphaltstraße in Richtung Rechenhof folgen. Am Rechenhof noch einige hundert Meter weiter ostwärts, dann folgt die Abzweigung des Forstwegs Richtung Rumer Alm auf etwa 950 Höhenmetern. Bis hierher etwa 45 Minuten.

Der Forstweg steigt mäßig steil an und geht in Kehren durch den Wald hinauf. Am abzweigenden Weg zur Enzianhütte vorbei bis zur Rumer Alm auf 1.243 Metern Seehöhe. Bis hierher aus dem Innsbrucker Zentrum etwa eineinviertel Stunden.

Von der Rumer Alm drei Kehren nach unten (nicht die oberste Abzweigung nehmen) und dann den Lacknersteig Richtung Arzler Alm. Der Weg führt ein Stück nach unten und trifft nach dem Wasserschloss auf den Weg von der Arzler Alm. Am oberen Lacknerweg Richtung Rastlosen (1.220 Meter Seehöhe) leicht ansteigend bleiben.

Vom Rastlboden abwärts zum Verbindungsweg Richtung Höttinger Bild. Die Fahrt geht rasant abwärts, kurz vor dem Höttinger Bild zweigt der Weg Richtung Rauschbrunnen ab. Zuerst mäßig steil aufwärts, dann ein Stück bergab, und ab dem Bach sehr steil noch einige Minuten zum Rauschbrunnen (1.060 Meter Seehöhe) hinauf. Von der Rumer Alm bis hierher eine knappe Stunde.

Vom Rauschbrunnen dann am gleichen Weg zurück, am Höttinger Bild vorbei, steil hinunter nach Hötting, und weiter abwärts zum Inn, direkt zur Innbrücke bei der Altstadt. Insgesamt eine sehr lohnende, nicht besonders anstrengende Tour, auf der es immer wieder auf und ab geht, und sich immer wieder schöne Ausblicke auf Innsbruck und die umgebenden Berge im Süden ergeben. Wer nicht einfach nur auf eine Alm hinauf und wieder hinunter will, ist mit dieser Runde gut bedient. Anschlüsse ergeben sich vom Rastlboden zur Höttinger Alm oder zur Seegrube.


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Thaurer Alm - Mountainbike

Die knackige Mountainbike-Tour von Innsbruck 
950 Höhenmeter, 2 Stunden

Die Thaurer Alm, auf 1.464 Metern hoch über Thaur gelegen ist ein lohnendes Mountainbike-Ziel. Von der Innsbrucker Innenstadt startet man entlang des Inns bis zum Alpenzoo-Steg, und zweigt kurz unterm Alpenzoo nach Osten auf den Schillerweg ab. Dieser steigt sanft bis Mühlau an. Oberhalb von Arzl wird der nun asphaltierte Weg steiler in Richtung Rechenhof. An der Abzweigung zur Arzler Alm dem Weg ostwärts folgen, oberhalb des Landeshauptschießstandes zum Rechenhof.

Dort immer am Waldrand bleiben und leicht auf und ab zuerst zum Garzanhof, weiter entlang des Waldrandes über die Rumer Mure. Vorsicht, nicht zu früh zum Berg hin abzweigen, auch wenn die Wanderschilder darauf hinweisen. Die Wege zur Thaurer Alm sind nur für WandererInnen sinnvoll, fürs Mountainbike rentiert sich wirklich erst der Neue Almweg, schon beinahe oberhalb von Thaur. Wenn man dem Weg vom Rechenhof über den Garzanhof folgt, kann man diese gut und groß beschilderte Abzweigung am Forstweg (ca. 950 Meter Seehöhe) gar nicht versäumen. Bis hierher von Innsbruck ca. 1 Stunde.

Nun beginnt der Forstweg in langen Schleifen, erst mäßig steil und auf guter Fahrbahn. Mit steigender Höhe nimmt auch die Sonneneinstrahlung zu. Durch einige Kehren hinauf, aus denen bald die Thaurer Alm von unten sichtbar ist. Das oberste Drittel des Weges wird immer steiler, und die Ausblicke immer besser. Oben wird es wirklich anstrengend, nach einer knappen Stunde erreicht man die Alm. Dass es auch deutlich schneller geht, beweist das jährliche Mountainbike-Rennen auf die Thaurer Alm, wo Zeiten rund um die 30 Minuten erreicht werden. Hier gibt's mehr Informationen dazu und auch gute Karten zur Strecke.


 
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Rumer Alm - Wandern

Ein Familienausflugsziel
1,5 Stunden, 700 Höhenmeter





Die Rumer Alm (1.243 m) kann mit einer der schönsten Aussichten über Innsbruck aufwarten. Sie bietet nämlich nicht nur den wunderbaren Blick auf die Serles, sondern auch noch zum Habicht. Von Innsbruck ist sie in eineinhalb Stunden auf angenehmen Steigen zu erreichen und lohnt sich deshalb auch als abwechslungsreiches Familienwanderziel.

Start in Innsbruck am Inn, an der Station Löwenhaus der Hungerburgbahn vorbei bis zum Hans Psenner-Steg Richtung Alpenzoo. Dort über den Inn und dem Schillerweg leicht ansteigend Richtung Mühlau nach Osten folgen. In Mühlau kurz über Asphaltstraßen; bei der Mühlauer Klamm beginnt der interessante Teil des Wanderns. Die interessante Klamm entlang des Baches steil aufwärts, an der Lawinenverbauung vorbei, und am Rosnerweg den Schildern Richtung Rumer Alm folgen.



Der Steig führt durch den Wald aufwärts, an der bewirtschafteten Enzianhütte (1.041 m) vorbei. Dann noch unschwierig weiter bis auf den Forstweg, und in wenigen Kehren bis zur Rumer Alm. In Summe etwa eineinhalb Stunden. Von der Alm ergeben sich Möglichkeiten zum Weiterwandern Richtung Pfeishütte oder Thaurer Alm, oder einfach wieder gemütlich am selben Weg zurück nach Innsbruck.


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Serles - Skitour

Auf den Altar Tirols
1.700 Höhenmeter
4 Stunden



Von Innsbruck aus erhebt sich die Serles mächtig in Richtung Südosten mit ihrem schönen dreistufigen Aufbau. Im Sommer kennen viele InnsbruckerInnen die Serles als Sonnenaufgangs-Berg, auf dem man zumindest einmal im Leben gewesen sein muss. Im Winter ist die Serles nicht allzu überlaufen und eine schöne Konditions-Tour.

Mit dem Zug in 17 Minuten nach Matrei am Brenner, alle halben Stunden fährt ein Zug. Von dort mit den Ski am Rücken 20 Minuten Richtung Mützens zum Beginn der Rodelbahn nach Maria Waldrast. Beim Beginn der Rodelbahn auf 1.000 Höhenmetern kann man die Ski anziehen und steigt normalerweise auf dem Forstweg auf.

Die erste Stunde verbringt man so auf dem Forstweg, bis man, bald hinter der Abzweigung zur Blaserhütte nach links in Richtung Ochsenalm vom Weg abgeht. Zuerst flach taleinwärst, dann rechts haltend durch den lichten Wald und die Zuntern (Latschen) nach oben. Vorsicht auf die Lawinenstriche! Die Zuntern sollten noch gut mit Schnee bedeckt sein, sonst sind Aufstieg und vor allem Abfahrt hier besonders mühsam.

Der Aufstieg geht mäßig steil an die Westflanke der Serles in Richtung Serlesjöchl. Beim Aufstieg kann man, sobald das Serlesjöchl in Sicht ist, auch an der Serles selbst einen Durchschlupf im Felsband erkennen, durch das man bei guten Bedingungen später abfahren kann.

Bis zum Serlesjöchl ist der Aufstieg zumeist eine sehr heiße Angelegenheit, handelt es sich doch um eine südexponierte Frühjahrstour. Am Serlesjöchl nimmt man die Ski auf den Rucksack und steigt einige Höhenmeter über eine kleine versicherte Felsstufe. Viele lassen die Ski anschließend auf dem Rücken und steigen die letzten 300 Höhenmeter zu Fuß auf, es geht aber auch mit Ski bis wenige Meter unter dem Gipfel. Der Gipfel selbst ist den gesamten Aufstieg über nicht sichtbar, er befindet sich aber wenige Meter hinter dem von unten sichtbaren Felsblock, also nicht verzweifeln!

Am Gipfel auf 2.717 Metern genießt man einen wunderbaren Rundblick, hinunter auf Innsbruck, auf das Leintuch auf der Saile, hinein ins Stubaital und weit nach Süden. Von hier schaut die Skitour auf den Blaser direkt klein aus.

Die Abfahrt erfolgt über den schönen Westhang, bei guten Bedingungen durch den Durchschlupf, den man von unten gesehen hat. Die Exposition des Hanges rät übrigens zu einem frühen Aufbruch. Die Abfahrt ist ein reiner Genuss, bis hinunter zur Ochsenalm. Die meisten werden dann die zehn Minuten Fußweg nach Maria Waldrast (1.641 Meter) auf sich nehmen und dort einkehren.

Von Maria Waldrast entweder entlang der Rodelbahn nach Matrei abfahren oder noch zehn Minuten weiter aufsteigen und dem Forstweg ins Stubaital folgen. Entweder direkt nach Mieders entlang des Forstwegs, oder schöner: nach wenigen Minuten Abfahrt der Abzweigung nach links Richtung Alpengasthof Sonnenstein (1.400 Meter) folgen. Durch den Wald fährt es sich schön ab, ab Sonnenstein wieder Rodelbahn nach Fulpmes zum Ortsteil Medrazer Stille. Über den Blutschwitzersteig zur Bundesstraße. Einige Minuten talauswärts an der Brücke über die Ruetz liegt die Haltestelle für den IVB-Bus nach Innsbruck.

Arlberger Winterklettersteig - Rendlspitze - Ski+Climb

1.500 Höhenmeter
4 Stunden

Ski+Climb, in dem Fall Skitour und Klettersteig lassen sich in St. Anton am Arlberg kombinieren, am Arlberger Winterklettersteig auf die Rendlspitze. Die Kombination aus Aufstieg auf der Piste, Klettersteig und Abfahrt im freien Gelände hat einen besonderen Reiz.



Mit dem Zug nach St. Anton am Arlberg, die Direktzüge fahren knapp über eine Stunde. Vom Bahnhof zu Fuß zur bereits sichtbaren Talstation der Rendlbahn auf 1.309 Metern Seehöhe. Auf der Brücke die Straße überqueren und nach rechts entlang der Skipiste aufsteigen. Immer rechts halten, bis auf 2.030 Metern Seehöhe die Bergstation der Gondelbahn erreicht wird. Hier gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit. Weiter auf der Piste halten, an der Maasbahn vorbei und dann entlang der Riffelbahnen nach oben, zuerst Riffelbahn 1 und dann Riffelbahn 2, markiert als Skiroute. Unbedingt Harscheisen mitnehmen, der Anstieg zur Bergstation ist steil und häufig pickelhart. Wer sich die Skitour sparen will, kann natürlich auch ein Ticket kaufen und bis hierher auf 2.645 Metern Seehöhe mit dem Lift fahren.

Mit 1.300 Höhenmetern Anstieg in den Knien heißt es nun, Ski auf den Rücken. Ski und Stöcke am Rucksack gut verstauen, Klettersteigausrüstung anziehen. Gleich hinter der Bergstation beim Schild "1. Arlberger Winterklettersteig" ist der Einstieg in den Klettersteig, der sich immer dem Grat entlang nach oben in Richtung Rendlspitze zieht. Der Klettersteig ist gut angelegt, das Seil so hoch befestigt, dass es fast durchgehend aus dem Schnee herausschaut. Einige Passagen sind aber immer seilfrei zu gehen.

Die größte Herausforderung sind die Ski am Rucksack, vor allem an den Stellen, wo das Seil zu queren ist. Manchmal ist das Seil recht hoch angesetzt, aber an sich ist die Kletterei angenehm. In der Führerliteratur wird die Schwierigkeit sehr hoch angesetzt. In Kombination mit der Ausrüstung mag das gerechtfertigt sein, klettertechnisch ist der Anspruch nicht sehr hoch, vorausgesetzt man weiß mit den Skischuhen halbwegs zu steigen. Steigeisen, wie manchmal beschrieben, scheinen mir eher überflüssig.

Am höchsten Punkt auf der vorderen Rendlspitze, auf 2.830 Metern, kann man entweder dem Klettersteig weiter zur Rossfallscharte folgen, oder wie in dieser Variante beschrieben, nach links in Richtung Rifflscharte absteigen. Vorsicht auf die Wechten! Entlang des Grats bis zum tiefsten Punkt. Bei guten Schneeverhältnissen ist die Variante problemlos, ansonsten besser auf dem Klettersteig bleiben.

Von der Scharte nach links ins Tal abfahren, häufig angespurt. Der schönste Teil sind die ersten 400 Höhenmeter, dann kommt man ins aus dem Skigebiet oft durch Variantenfahrer angefahrene Gelände. Die Variante ist vergleichsweise lawinensicher, trotzdem aktuelle Verhältnisse beachten! Den Spuren im Tal folgen, eher links haltend. Kurz unterhalb der Waldgrenze ebenfalls nach links auf einen Forstweg, der zurück zur Piste führt und von dort zurück zur Rendlbahn und zum Bahnhof.

Insgesamt eine herausfordernde und interessante Tour, perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Innsbruck.

Gilfert-Überschreitung - Skitour

Ein Klassiker, ganz neu
1.000 Höhenmeter, 2,5 Stunden

Der Gilfert mit seinen 2.506 Metern ist ein Skitouren-Klassiker, keine Frage. Zumeist aber nur von einer Seite, was schade ist. Er eignet sich nämlich auch für eine ganz wunderbare Überschreitung. Mit dem Zug nach Jenbach, und von dort mit dem Gratis-Skibus nach Hochfügen. Fahrzeit von Jenbach in etwa eine Stunde. In Hochfügen hält der Skibus direkt am Pistenrand.

Die Skitour startet auf 1.500 Metern Seehöhe auf der Piste entlang der Lamark-Schlepplifte. Aufstieg in Richtung Lamark-Hochleger, einfach immer auf der Skipiste rechts halten. Die Pisten sind breit und mäßig steil. Nach einer knappen Stunde zweigt man auf 1.950 Metern nach rechts in das Kar Richtung Gilfert ab.

Zuerst mittig sanft in das Kar, und dann nach links etwas steiler in Richtung Grat aufsteigen. Auf dieser Route gibt es eigentlich nur wenig Lawinengefahr. Am Grat angekommen muss man je nach Schnee die Ski abschnallen und geht entlang des Grates in Richtung Gipfel hinauf. Vorsicht auf die Wächten, Respektabstand einhalten! Mit Ski am Rucksack ist die Passage nicht allzu schwierig, je nach Schneelage allenfalls etwas anstrengend. Nach insgesamt zwei bis zweieinhalb Stunden hat man den Gipfel mit dem markanten Kreuz erreicht.

Als Abfahrtsvariante bietet sich die Fahrt in Richtung Inntal an, etwa nach Weerberg. Die Hänge Richtung Nonsalm sind allesamt gut befahrbar. Unterhalb der Nonsalm den Weg in Richtung Hausstatt nehmen. Immer wieder muss man auf dem Forstweg kurze Passagen schieben, aber das lohnt sich, wenn man die Überschreitung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausnutzen will. An der Hausstatt trifft man auf die Piste des Hüttegliftes, und von dort kann man noch weiter abfahren in Richtung Weerberg. Meistens wird hier Schluss sein, und man nimmt den Bus zurück in Richtung Innsbruck. Bei besonders guter Schneelage und mit ein bisschen Geschick kann man durch den Wald aber auch noch weiter abfahren nach Weer. Zugegebenermaßen geht's dabei mehr ums Prinzip als um den Spaß daran. Aber wer das schafft, kann auf 2.000 Höhenmeter Abfahrt vom Gilfert bis ins Inntal verweisen und hat dort nur mehr einige Minuten Fußweg bis zur Bushaltestelle an der Bundesstraße.




Larchetkarspitze - Skitour

Gebi, Daniel und Thomas auf der Larchetkarspitze
Ein Karwendelspektakel
1.600 Höhenmeter, 4 Stunden


Skitouren im Karwendel sind nicht besonders reich gesät, vor allem wenn man nicht stundenlange Talhatscher in Kauf nehmen will. Ganz ohne Hatscher kommt auch diese Tour nicht aus, dafür wird man aber reichlich belohnt.

Mit dem Zug nach Scharnitz (964 Meter Seehöhe), und vom Bahnhof einige Schritte zurück zur Kirche, wo die Abzweigung in die Karwendeltäler geht. Hier beginnt meistens schon die Schneefahrbahn und man kann aufgellen. Vorbei an den Parkplätzen, wo man sich darüber freuen kann, 6 Euro Parkplatzgebühr gespart zu haben. Den Hinweisschildern Richtung "Wiesenhof" und "Pleisenhütte" folgen.

Von Scharnitz bis zur Pleisenhütte muss man gut zwei Stunden rechnen. Zuerst den flachen Fahrweg taleinwärts, beim Wiesenhof abbiegen auf den Forstweg, der aber nicht viel steiler ist. Der Forstweg ist ein Stück weit ausgefräst, irgendwann wird er zu einer gut angetretenen Spur. In Richtung Pleisenhütte sind SpaziergängerInnen und RodlerInnen unterwegs, in Richtung Pleisen auch viele SkitourengeherInnen. Der Weg wird etwas steiler und führt durch den Wald nach oben, wobei man mit den Skien einige Abkürzungen nehmen kann.

Die Pleisenhütte liegt auf 1.757 Metern Seehöhe und ist im Winter an den Wochenenden bewirtschaftet und gut besucht. Einige Minuten der ausgetretenen Spur in Richtung Pleiten folgen und dann rechts abbiegen und um den Bergfuß herum ins Mitterkar. Plötzlich ist man ganz allein.

Einige Höhenmeter Abstieg muss man in den Karboden in Kauf nehmen, dann geht es allerdings sanft geneigt durch das Kar hinauf. Wunderschöne Skihänge tun sich links und rechts auf, und man hält geradewegs auf den mittleren markanten Turm zu, die Larchetkarspitze.

Am Karrende wird der Aufstieg steiler, und der 40 Grad steile Hang verlangt die eine oder andere Spitzkehre. In der Scharte rechts der Larchetkartspitze legt man das Skidepot an, und wer luftige Winterkletterei gern mag, kann noch weiter auf den Gipfel, der im Sommer wegen seiner Brüchigkeit nur schwer zugänglich ist. Einige Seile versichern den Aufstieg (am besten: Klettersteigset und/oder Eispickel mitnehmen), die sind aber manchmal unter dem Schnee verborgen. Die Turmkletterei ist einigermaßen luftig (III-) und nur bei entsprechender Trittsicherheit zu empfehlen. Man verliert aber auch nicht viel, wenn man schon am Skidepot Halt macht und sich die letzten 50 Höhenmeter auf die 2.541 hohe Spitze spart. Im Aufstieg sind etwa 4 Stunden zu kalkulieren. Der Ausblick im Karwendel ist fantastisch, man fühlt sich beinahe wie in den Dolomiten und wagt einen Blick in die weiteren, unbefahrenen Kare.


Von der Larchetkarspitze
In der Abfahrt zeigt das Mitterkar seinen Genuss, und man fährt zurück zur Pleisenhütte. Von dort geht es interessant durch den Wald nach unten, angesichts der schwindenden Kräfte nicht zu unterschätzen. Am Forstweg angekommen beginnt der anstrengende Teil, insbesondere der Fahrweg hinaus nach Scharnitz setzt den Kräften zu, weil man ganz ordentlich anschieben muss, obwohl man nicht mehr will.

Die Tour ist bei guten Verhältnissen nur mäßig lawinengefährdet und äußerst lohnenswert, vor allem wenn man sie mit dem abgefahrenen Gipfelhang am Pleisen vergleicht. 750 Höhenmeter schöne Skihänge und gleich viel Waldabfahrt lohnen den Aufstieg.


Blaser - Skitour

Gebi am Blaser, im Hintergrund die Serles
Warum heißt der Berg bloß so? Bloß so.
1.300 Höhenmeter, 3 Stunden


Zugegenen, der Witz ist ein bisschen mau. Aber die Erklärung für die Wortherkunft des Gipfelnamens "Blaser" (2.241 Meter) ist wirklich so banal, wie man es sich nur vorstellen kann. Doch dazu später.

In 17 Minuten erreicht man von Innsbruck aus Matrei am Brenner mit dem Zug, der Takt ist halbstündig. Ein kurzer Fußmarsch durch Matrei in Richtung Mützens/Maria Waldrast ist nötig, bis man auf den Feldern unter der Autobahnbrücke bald die Ski auffellen kann. Der erste Teil der Tour folgt dem Aufstiegsweg für die Rodelbahn in Richtung Maria Waldrast.

Von Matrei (990 Meter Seehöhe) geht es relativ lang und flach den Forstweg hinauf, eine gute Stunde ist dafür einzurechnen. Wo der Forstweg eine scharfe Kurve in Richtung Waldrast macht, gut beschildert mit "Blaserhütte", zweigt man vom Forstweg ab ins Lange Tal.

Zuerst sanft über Lichtungen und ein kleines Wäldchen, steigt der Talschluss schließlich steil und immer steiler auf. Hier ist richtige Spuranlage notwendig, wobei die gesamte Tour ansonsten relativ wenig lawinengefährdet ist. Hier gibt es jedoch einige Lawinenstriche, die allerdings fast durchwegs umgehbar sind.

Je weiter man im Talschluss aufsteigt, umso eher bekommt man eine Idee, warum der Blaser Blaser heißt. Der Schnee ist meistens recht hart gepresst, was es ratsam machen kann. auf die Tour Harscheisen mitzunehmen. Man hält sich im Aufstieg leicht links, um dann auf die Gipfelkuppe aufzusteigen.

Die Route führt an der im Winter unbewirtschafteten Blaserhütte vorbei bis auf den runden und stets abgeblasenen Gipfel, der einen wunderbaren Rundblick auf die Serles, hinunter auf die Waldrast, die Nordkette und ins Wipptal bietet.

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur, wobei sich im oberen Teil einige schöne Schwünge ergeben, im unteren Teil ist die Abfahrt über den Forstweg rasant. Für den Aufstieg muss man insgesamt etwa drei Stunden rechnen. Eine Abfahrtsvariante ist auch südseitig nach Trins möglich. Alpine Gefahren beachten!


Weiße Wand - Skitour

Ein Waldgenuss
850 Höhenmeter, 2 Stunden

Die Skitour auf die Weiße Wand bietet sich ganz wunderbar mit Öffis aus Innsbruck an. Alle halben Stunden fährt ein Zug in nicht mehr als 17 Minuten nach Matrei am Brenner auf 990 Höhenmetern. Vom Bahnhof zu Fuß zehn Minuten in Richtung Mützens/Maria Waldrast, wo man meistens bald auf den Feldern die Ski anschnallen kann. Unter der Autobahn durch, und dann über eine der Brücken auf die orografisch rechte Bachseite.

Der Aufstieg geht anfangs recht steil durch den Wald hinauf und wird, nachdem man bei einigen Wildfütterungsstellen vorbeigekommen ist, bald flacher. Der Wald lichtet sich auf, und man versteht, warum die Gegend "Mähder" heißt. Über Lichtungen hinauf zu einer Kuppe auf 1.300 Höhenmetern. Einige Meter über ein Feld abwärts und dann durch dichten Wald immer weiter den breiten Rücken hinauf.

Über Waldlichtungen durch die Mähder
Ab hier sieht man meistens Aufstiegs- und Abfahrtsspuren. Man folgt dem Rücken weiter, die gute Beschilderung führt Richtung Weiße Wand und Blaser.

Kurz vor dem Gipfel kommt man auf den Kamm der Weißen Wand, und schon hat man auf 1.830 Metern Seehöhe das Ziel erreicht, komplett mit kleinem Gipfelkreuz und Bank und Tisch zum rasten. Man genießt die Aussicht zum Blaser, auf die Serles, hinunter auf Maria Waldrast und ins Wipptal.

Bei der Abfahrt zeigt sich der Charakter der Tour als wahrer Waldgenuss: Die Tour ist bei fast allen Lawinenverhältnissen machbar, weil sie praktisch dauernd durch geschlossenen Wald führt. Einzige Voraussetzung ist, dass es ausreichend viel Schnee gibt.

Die Abfahrtsspur durch den Wald ist durchwegs eng, es gibt recht wenige freie Schwünge. Aber das Gelände ist nie sehr steil, so ist die Fahrt auch im Wald gut zu bewältigen.

Bei der Abfahrt empfehle ich, sich auf den Mähdern rechts (südlich) zu halten und nach Matrei-Statz oder noch besser Matrei-Obfelds abzufahren. Überhaupt kann man die Tour auch auf dieser Aufstiegsroute begehen. Auf den Feldern rund um Obfelds steht man plötzlich oberhalb der Autobahn, aber keine Sorge: Es gibt einen FußgängerInnentunnel, der einen beinahe direkt zur Bundesstraße und 200 Meter entfernt vom Bahnhof wieder ausspuckt. Die tollen Taktverbindungen der S-Bahn Wipptal führen dazu, dass man kaum warten muss, um wieder nach Innsbruck zurückzukommen.

Die Tour bietet keine Einkehrmöglichkeit. Achtung auf alpine Gefahren!

St. Johanner Bergbahnen - Skitour

Talstation St. Johann
Ein gemütlicher Aufstieg
1.100 Höhenmeter, 1,5 Stunden

In der Landeshauptstadt kaum bekannt, in St. Johann selbst ein Klassiker: Der Aufstieg auf den Harschbichl, der dem Kitzbüheler Horn vorgelagert ist. Mit dem Zug ist St. Johann von Innsbruck aus gut zu erreichen. Vom Bahnhof sind es etwa 10 Minuten zu Fuß zur Talstation der Bergbahnen St. Johann, bei der Harschbichlbahn.

Der Aufstieg ist mit Schildern für TourengeherInnen markiert, verlaufen ist also schwierig. Über sanft gewelltes Gelände geht es zuerst zur Mittelstation der Harschbichl-Bahn, und von dort weiter Richtung Bergstation, leicht links haltend. An der Bergstation gibt es auch eine Einkehr auf 1.700 Metern Seehöhe.

Die Abfahrt gestaltet sich über breite, gut präparierte Pisten und dank des zu Recht bestehenden Rufs von St. Johann als Schneeloch wunderbar. Insgesamt handelt es sich um eine schöne, mittlere Pistentour. Kein Wunder, dass so viele Einheimische so oft hier hinauflaufen.

In St. Johann gibt es längere Diskussionen um TourengeherInnen auf der Piste, die Regeln dafür ändern sich manchmal. Es lohnt sich also, sich auf der Homepage der Bergbahnen zu informieren, wie die aktuellen Bedingungen für Touren am Tag und am Abend aussehen.

Hahnenkamm - Skitour

Abfahrtsgefühle im Aufstieg
900 Höhenmeter, 1,5 Stunden

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Skitouren aus Innsbruck unterwegs ist, wird in der näheren Umgebung bald viele Touren kennen. Aber es gibt durchaus auch Tourenmöglichkeiten mit Öffis, die ein Stück von Innsbruck weg sind, aber trotzdem gut erreichbar. Der Hahnenkamm in Kitzbühel gehört dazu.

Die ÖBB-Haltstelle Kitzbühel Hahnenkamm befindet sich nur wenige Meter von der Skipiste entfernt auf 750 Metern Seehöhe. Wer mit der Bahn kommt wird sich freuen, dass er die überteuerten Parkplatz-Preise nicht zu entrichten hat. Die Übungswiese queren, über eine kleine Brücke, und schon steht man im Zielgelände der Streif, auf der das Hahnenkammrennen stattfindet.

Der Aufstieg beginnt relativ flach, und wird dann unterhalb der markanten Kitzbüheler Gams, nach links schwenkend, steil. Für den gesamten Aufstieg lohnt es sich, Harscheisen mitzunehmen. Die Piste macht dann einen Rechtsknick und wird wieder flacher. Die Steigungen wechseln zwischen flach und sehr steil mit bis zu 50 Grad. Zur Orientierung gilt relativ einfach, sich einfach immer links zu halten.

Für manche Steilstücke gibt es flachere Umgehungsmöglichkeiten, die ergeben sich vor Ort aber logisch. Das eigentliche Ziel ist die Ehrenbachhöhe, auf der die Hahnenkamm-Gondelbahn endet, auf knapp 1.700 Metern Seehöhe. Wer also Lust hat, mit günstiger öffentlicher Anreise auf der legendären Rennstrecke nach oben zu steigen und sich einmal anzuschauen, wo sich einige Wahnsinnige in enormen Geschwindigkeiten nach unten stürzen, der wird mit dieser Tour seine/ihre Freude haben.

Patscherkofel - Skitour

Die Innsbrucker Parade-Rennstrecke
Bei Tag und bei Nacht
1.400 Höhenmeter, 2,5 Stunden (Piste), 3-3,5 Stunden (Forstweg)



Auf den Patscherkofel kann man praktisch immer. Kein Wunder, dass man dort nie allein ist, weder tagsüber noch bei Nacht. Und der Kofel bietet mehr Abwechslung als allgemein angenommen.

Variante 1: Über die Piste

Das ist der häufigste und schnellste Aufstiegsweg. Mit dem IVB-Bus der Linie J entweder zur Patscherkofelbahn-Talstation auf 870 Metern Seehöhe oder zur Talstation des Olympiaexpress auf 1.000 Metern Seehöhe. Mit Skiausrüstung ist der Bus gratis. Wo man den Tourstart anlegt, ist eigentlich egal. Von der Patscherkofelbahn-Talstation zum Olympiaexpress auf der Heiligwasserwiese geht es nämlich nur ziemlich lang und ziemlich flach aufwärts, nur wenig lohnend für TourengeherInnen, aber auch nicht unangenehm. Man folgt einfach dem Pistenverlauf bis zur Heiligwasserwiese, wo man die Straße quert.

Der Aufstieg erfolgt rechts haltend entlang des Pistenrandes über die sogenannte Olympiaabfahrt. Später teilt sich die Strecke in die steilere Olympiaabfahrt und die flachere Familienabfahrt. Aufstiegsspurt je nach gewünschter Steilheit wählen, alle beiden Pisten führen nämlich nach oben. Spätestens hier bemerkt man, dass es sich zumeist am Kofel lohnt, Harscheisen mitzunehmen. Die Pisten selbst sind nämlich häufig pickelhart vom Kunstschnee und durchaus ansprechend steil, aber mit Harscheisen ohne Kehren begehbar.

Bis zur Bergstation der Gondelbahn beim Patscherkofel-Schutzhaus auf 1.950 Metern erklärt sich der Weg praktisch von selbst. Bis hierher sind die Pisten auch beim Nachskilauf (derzeit donnerstags, Informationen bei der Patscherkofelbahn) geöffnet. Vom Schutzhaus rechtshaltend aufsteigen bis zur Bergstation der Panoramabahn, und anschließend ins freie Gelände aufsteigen. Seit der Schließung des Gipfelliftes handelt es sich um echtes Freigelände mit entsprechenden alpinen Gefahren.

Je nach Windverwehungen kann man entweder in direkter Linie sehr steil etwa 30 Minuten zum Gipfel auf 2.250 Metern aufsteigen oder rechtshaltend durch das lichte Wäldchen flacher um den Gipfelaufbau herum. Das Ziel ist aber jedenfalls die Sendestation am Gipfel. Die Gipfelstube ist derzeit im Winter leider nicht geöffnet, das kann sich aber ändern. Nähere Informationen hier. Der Patscherkofel ist ein wunderbarer Aussichtsberg, häufig jedoch sehr windig. Abfahrt vom Gipfel ins Skigebiet je nach Schneeverwehungen wieder direkt oder flacher.

EINFÜGEN KARTE 1
EINFÜGEN VIDEO 1

Variante 2: Auf Forstwegen

Manchen ist die Piste zu steil. Wichtiger ist die Forstweg-Variante aber nachts. An sechs Tagen pro Woche hält Peter Schröcksnadel sein Skigebiet auch für TourengeherInnen geschlossen, worauf Warnblinklichter hinweisen. An diesen Tagen lohnt es sich aber trotzdem, auf den Kofel zu gehen, mit ein bisschen Umweg, dafür sanfter.

Auf der Heiligwasserwiese nicht entlang der Piste aufsteigen, sondern rechtshaltend auf dem Rodelweg nach Heiligwasser, 1.230 Meter. Kurz vor dem Gasthaus in einer scharfen Kehre nach links, dem Forstweg Richtung Patscherkofel folgen. Der Weg zieht sich in mehreren Kehren flach nach oben, mehrfach unterquert man dabei den Olympiaexpress. Auf etwa 1.450 Metern Seehöhe, direkt unter der Trasse der Gondelbahn verzweigt sich der Forstweg, und man nimmt den Weg nach rechts Richtung Patscher Alm, der ist allerdings nicht beschildert. 

Nun zieht der Forstweg immer weiter Richtung Patscheralm, die Pisten querend. Von der Patscher Alm auf 1.700 Metern, bekannt vor allem Mountainbikern vom Sommer, geht der Forstweg weiter Richtung Wipptal, zuerst sehr flach, und dann kurz vor der Hochmahdalm steiler und in Kehren nach oben. Oberhalb der Hochmahdalm führt der Forstweg leicht abwärts wieder nach links bzw. Richtung Norden, und man kommt beim Patscherkofel Schutzhaus an.

Auf den Forstwegen ist es deutlich einsamer als auf der Piste, und der Weg ist deutlich flacher. In der Folge muss man mit längerer Aufstiegszeit rechnen. Zumindest eine Stunde länger als am direkten Weg über die Piste ist einzuplanen. Dafür ist der Aufstieg wesentlich romantischer, und vor allem an jedem Abend möglich.

EINFÜGEN KARTE 2
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Daunjoch - Skitour

So nah und doch so fern
1.300 Höhenmeter, 3 Stunden

Das Daunjoch ist definitiv eine meiner Lieblingstouren, und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen die Anreise mit dem Bus bis zum Tourstart an der Mutterbergalm, der Talstation des Stubaier Gletschers mit den fantastisch häufigen Verbindungen. Zum anderen die relative Lawinenarmut, und dann noch die großartigen Hänge, auf denen man fast immer allein ist. Panorama und Höhenmeter kommen noch als Draufgabe dazu.

Die Tour startet an der Mutterbergalm (1.750 Meter), zu der man mit dem ST-Bus gelangt. Bei den IVB-Bussen nach dem Skifahrerticket fragen (gibts nicht am Automaten) oder den Gratis-Skibus des Tourismusverbandes verwenden. Zuerst folgt man der Skiroute durch die Wilde Grube bis kurz vor dem Talschluss.

Dort quert man den Glamergrubenbach auf die orographisch linke Seite, also aufstiegsseitig rechts. Hier folgt die einzige lawinenmäßig heikle Stelle. Bei geringer Lawinengefahr kann man fast bis zum Fels aufsteigen und dann nach rechts über die Steilstufe zur Glamergrube, bei höherer Lawinengefahr ist es sinnvoller, bereits früher in die Steilstufe einzuqueren. Das ist dann allerdings deutlich anstrengender.

Oberhalb der Steilstufe folgt man der Glamergrube flach, bis der Talschluss sichtbar wird. Schräglinks erhebt sich jetzt auch der Hintere Daunkogel. Vor dem Talschluss linkshaltend hinauf. Hier beginnt die Tour konditionell interessant zu werden. Man kann sich kaum noch vorstellen, wie nah man am Gletscherskigebiet ist, so einsam ist es hier.

So weit links haltend, wie es der Schnee an den Hängen zulässt und über die Stufe aufsteigen auf den Gletscher, der überwiegend spaltenfrei ist. Immer weiter am linken Hang bleibend zuerst flach, dann über die nächste Stufe und schließlich bis unters Daunjoch. Hier wird es steil und oftmals harschig, den Jochwind im Gesicht. Wer Harscheisen mithat, wird sie hier sicher gerne verwenden, meistens geht es aber auch ohne. Das Daunjoch ist der rechte Einschnitt auf etwa 3.050 Metern Seehöhe. Bis hierher etwa drei Stunden.

Viele beenden hier die Tour, weil man die schönen Tourenhänge bereits hinter sich hat. Man kann jedoch schräg rechtshaltend weitergehen bis zur Daunscharte, zur Hälfte um den Daunkogel herum. Dort Skidepot und Aufstieg ohne Ski bis zum Gipfel des Daunkogel. Häufig wird die Tour auf den Daunkogel aus dem Skigebiet, von der Station Gamsgarten empfohlen; die Abfahrt durch die Glamergrube ist aber zum Glück wenig bekannt, und eigentlich ist der Aufstieg dann auch nur halbehrlich.

Unterhalb des Daunjochs warten traumhafte Hänge in idealer Neigung, und man weiß wieder, warum man sich den Anstieg angetan hat. Aktuelle Lawineninformationen beim Lawinenwarndienst Tirol - Alpine Gefahren beachten!



Härmelekopf / Seefelder Joch - Skitour

Zwei kurze Touren machen auch müde Beine
800+800=1.600 Höhenmeter, 2*1,5 Stunden=3 Stunden

Nach Seefeld ist schon die halbstündige Anreise per Zug via Mittenwaldbahn ein Genuss. S-Bahn und Regionalexpress fahren mindestens stündlich, manchmal auch öfter. Und Sonntags gibt es sogar die einmalige Chance, mit dem ICE zur Skitour anzureisen. Dazu kommt noch die spektakuläre Fahrt durch die Martinswand. Vom Bahnhof in Seefeld sind es zehn Minuten zu Fuß zur Talstation Rosshütte, es gibt auch Skibusse für alle, denen der Weg zu weit ist.

Von der Talstation auf 1.230 Metern Seehöhe bieten sich zwei große Aufstiegsmöglichkeiten, die hier beide beschrieben werden, und die gut kombiniert werden können.

Die erste Route führt von der Talstation rechtshaltend auf den Härmelekopf. Die Bergstation liegt auf 2.045 Metern, Essen gibt es dort keines. Die Tour geht zuerst flach über die Piste 6b und dann etwas steiler über die Pisten durch den Wald, angenehm im Sonnenhang gelegen. Erst kurz vor der Bergstation werden die breiten Pisten etwas steiler. Nach knapp 1,5 Stunden hat man die 800 Höhenmeter hinter sich, es empfiehlt sich die Kombination mit dem zweiten Aufstieg. Hierzu am besten über die Verbindungsabfahrt (Nr. 9) zur Talstation des Rosshüttenexpress.

Bei der Talstation des Rosshüttenexpress wieder auffellen und zuerst in Richtung Rosshütte (1.760 Meter) und dann steiler und immer steiler in Richtung Seefelder Joch auf 2.064 Metern, das man nach erneuten knapp 1,5 Stunden erreicht Ein eigenes eingerichteter „Rundblick“ zeigt einem an, wo man den besten Rundlick hat. Das stimmt auch tatsächlich. Auch am Seefelder Joch gibt es nichts zu Essen, dazu muss man zumindest bis zur Rosshütte abfahren.

Die Kombination der beiden Pistentouren hat es in sich, und man kommt auf ausreichend viele Höhenmeter. Die sonnige Lage des Skigebiets und die vergleichsweise geringe Höhe, beim gleichzeitigen Ruf von Seefeld als Schneeloch lohnen bei fast allen Witterungsverhältnissen.

Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren. Ab 16.30 sind die Pisten gesperrt, sie sind nur Mittwochs und Freitags bis zur Hochangerbahn möglich, wo auch der beleuchtete Nachtskilauf stattfindet.

Nösslachjoch / Bergeralm - Skitour

Eine Tour für alle Fälle
1.150 Höhenmeter, 2 Stunden

Daniel Mairhofer, Christof Mathoi, Gebi Mair
Das Nösslachjoch geht fast immer, das stimmt. Einsamkeit ist auf dieser Tour bei jedem Wetter Fehlanzeige. Aber das macht sie auch nicht aus.

Meistens wird das Nösslachjoch direkt vom Autobahnparkplatz Nösslach begangen, die Anreise erfolgt deshalb meistens mit dem Auto. Es ist aber auch möglich, das Nösslachjoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen, und dabei ergibt sich gleich eine reizvolle Überschreitung.

Mit dem Zug nach Gries am Brenner und von dort zu Fuß hinunter in den Ort auf 1.150 Metern Seehöhe. Beim Café Sprenger zweigt der Weg Richtung ins „Gries“ ab, nicht zu verwechseln mit der Straße nach Vinaders und ins Oberbergtal. Wer dem Gries in den Feldern folgt, findet die Unterführung unter der Autobahn am einfachsten. Aber es zählt natürlich jede Möglichkeit, aus Gries zum Autobahnparkplatz Nösslach (1.300 Meter) zu kommen. Auch der Aufstieg direkt unter der Autobahnbrücke ist möglich.

Vom Parkplatz wenige Meter zu Fuß in Richtung Berg, bei der leider viel zu selten angefahrenen Bushaltestelle „Nösslach Abzw. Autobahn (Gries am Brenner)“ startet die Route durch die Felder. Meistens kann man hier schon den Spuren folgen, auch ein Hinweisschild bittet die TourengeherInnen, sich links zu halten.

Eine Querstraße queren und dann in den Wald hinein, den Wegen Richtung Nösslachhütte (1.607 Meter) folgen. Sanft steigt der Weg weiter durch den Wald auf. Überhaupt ist die angenehme Steigung eine Charakteristik der Tour im Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch - Obernberger See - Tribulaune, das sie unter anderem so beliebt macht.

Auch wenn die Route aus dem Wald heraustritt, bleibt die Steigung sanft, was ihren Ruf als nur wenig lawinengefährdet begründet. Zweihundert Höhenmeter noch bis zum Gipfel des Nösslachjochs auf 2.231 Metern.

Die Abfahrt ist entweder auf dem Aufstiegsweg möglich, oder man macht aus der Tour eine Überschreitung. Die Abfahrt erfolgt knapp unterhalb des Gipfels Richtung Osten, zum Schlepplift des Bergeralm Skigebiets. Auf der Hälfte des Schleppliftes zweigt ein Ziehweg ab, zu dem man knapp unter der Bergstation des Sesselliftes „Hoher Turm“ kommt. Von dort erfolgen 1.150 Höhenmeter Abfahrt über die steilen Pisten des Skigebiets Bergeralm. Spektakulär ist der Blick von der Piste direkt auf die Brennerautobahn, unter deren Brücke sich die Talstation befindet.

Von der Talstation des Skigebiets sind es gute zehn Minuten zu Fuß zum Bahnhof Steinach, wo der Zug nach Innsbruck zurückfährt. Regelmäßige Skibusse ersparen einem aber sogar diesen Weg.

Natürlich ist es auch möglich, die gesamte Tour in umgekehrter Richtung zu machen. Dann ist der Aufstieg über die Pisten steiler, und die Abfahrt durch den Tiefschnee und Wald dafür sanfter. Bei der Sanftheit der Tour sollte man aber nicht vergessen, dass man sich auch hier im alpinen Gelände mit den entsprechenden Gefahren befindet.

Seegrube - Skitour

Pistentour ohne Pistenfeeling
1.050 Höhenmeter, 2 Stunden



„Innsbrucks größtes Sportgerät“ lautete einmal der Werbeslogan für das Skigebiet auf der Seegrube. Nicht zu Unrecht, handelt es sich doch auch im Winter um das am schnellsten erreichbare Tourengebiet von Innsbruck. Und dabei kommt trotz Pistentour kein Pistenfeeling auf.

Mit der Hungerburgbahn oder billiger mit der Linie J der IVB geht es auf die Hungeburg. Die Tour startet direkt hinter dem Parkplatz der Gondel auf die Seegrube. Startpunkt ist auf 850 Metern Seehöhe, es geht anfangs flach die Talabfahrt des Skigebiets nach oben. Bald teilt sich die Talabfahrt in die steilere „2er-Abfahrt“ und die flachere „3er-Abfahrt“. Beide Routen werden mit Tourenski häufig begangen, wobei die 2-er Abfahrt die größere sportliche Herausforderung darstellt.

Die wichtigste Frage bei dieser Tour ist: Reicht der Schnee bis zur Hungeburg? Die Talabfahrt hat nämlich zum Glück keine künstliche Beschneiung, deshalb muss auf die Schneeverhältnisse Rücksicht genommen werden oder ein Fußmarsch im unteren Teilbereich eingeplant.

Forstwege querend zieht sich die Abfahrt nach oben, bis mit dem Erreichen der Sessellift-Talstation zum ersten Mal das Gefühl aufkommt, sich tatsächlich in einem Skigebiet zu befinden. Die meisten Alpinskifahrer schaffen es nämlich nur bis hierher. Auf der Talabfahrt trifft man hauptsächlich auf SkifahrerInnen und Snowboarder mit gutem Können, dem Zungenschlag zumeist Einheimische.

Im Zickzack unter der Gondel hin und her geht es bis nach oben, zur Bergstation Seegrube auf 1.905 Metern Seehöhe mit Einkehrmöglichkeit in zwei Restaurants. Von der Hungerburg bis hier her sind etwa zwei Stunden einzuplanen.

Tagsüber gibt es keine offiziellen Einschränkungen für Pistentouren, abends sind die Pisten offiziell für Präparierungsarbeiten und Lawinensprengungen nach Neuschneefällen gesperrt. Ab der Station Seegrube ergibt sich auch noch eine Verlängerungsmöglichkeit für Touren zum Hafelekar. Das Gelände ist sehr steil, und eigentlich handelt es sich nicht mehr um eine Pistentour, sondern um eine Tour auf einer Skiroute. Lokale Sperren beachten, sie sind an der Station Hungerburg ausgeschildert.

Rangger Köpfl - Skitour

Mit Peter Anich auf den Berg
1.100 Höhenmeter, 2 Stunden

Gebi Mair, DanielMairhofer
Am Startpunkt unserer Pistentour heißt alles nach dem größten Sohn von Oberperfuß, nicht nur die Straße, sondern auch gleich die Gondelbahn: Peter Anich. Der Tiroler Kartograph („Atlas Tyrolensis“) begleitet uns in Gedanken auf das Rangger Köpfl.

Stündlich fährt der VVT-Bus 4165, mit Skiausrüstung gratis, von den Innsbrucker Haltestellen Hauptbahnhof und Finanzamt über Völs und Kematen nach Oberperfuß zum Rangger Köpfl-Lift. Auf 850 Metern Seehöhe startet die Pistentour mäßig steil hinauf nach Stiglreith auf 1.350 Meter. Die Bergstation der Gondelbahn ist nur die erste von mehreren Einkehrmöglichkeiten auf diesem Pistentourenklassiker.

Von Stiglreith zieht sich die Piste immer gerade, zuerst lange flach und dann ansteigend dem Gipfel entgegen. Am Sulzstich auf 1.650 Metern Seehöhe die nächste Einkehrmöglichkeit, und gleich noch einmal mit wunderbarer Terrasse die Rosskogelhütte auf 1.780 Metern. Stets begleitet von den Schleppliften entlang der Piste geht die Tour aber noch weiter bis ganz nach oben zum Wetterkreuz auf 1.950 Metern. Verlängerungsmöglichkeiten für die Pistentour, etwa aufs Windegg ergeben sich im freien Skiraum.

Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren, am Dienstag Abend sind sie ausdrücklich erlaubt, und am Freitag Abend findet ebenfalls Nachtskilauf statt, was Touren ermöglicht.

Die Abfahrt über die lange Piste gestaltet sich als Genuss; wenn zu wenig Schnee vom Himmel fällt, wird am Rangger Köpfl künstlich nachgeholfen. Wenn jedoch genug Schnee liegt, dann empfiehlt sich, am Zielhang nach rechts auszuweichen und über die Felder direkt ins Ortszentrum von Oberperfuß abzufahren. Dort gibt es direkt an M-Preis erneut eine Bushaltestelle, von der stündlich der VVT-Bus für SkifahrerInnen gratis über Kematen und Völs nach Innsbruck fährt.

Glungezer/Schartenkogel - Skitour

Die Klassik-Tour
1.500 Höhenmeter, 3 Stunden


SkitourengeherInnen rund um Innsbruck verfallen in ein Gefühl, das sich wohl nur „klassisch“ nennen lässt, wenn vom Glungezer die Rede ist. Als lange Pistentour hat der Glungezer bei vielen InnsbruckerInnen einfach einen besonderen Stand.

Startpunkt ist an der Talstation der Glungezerbahn in Tulfes auf 850 Metern Seehöhe, Anreise mit VVT-Bus 4134 (SkifahrerInnen gratis) vom Innsbrucker Hauptbahnhof in einer knappen halben Stunde bis zur Haltestelle Tulfes-Raiffeisenbank. Gleich hinter dem Parkplatz startet die Tour, immer sanft der Talabfahrt, links haltend nach oben, bis die Piste bei der Neuen Gufl und beim Schlepplift dort eine Rechtskurve macht.

Am Schartenkogel
Nun erst sehr flach und dann langsam steiler hinauf zur Bergstation des Sesselliftes auf Halsmarter mit Einkehrmöglichkeit. Etwas steiler geht nun die Piste immer gerade weiter hinauf bis zur Tulfein Alm, erneut mit Möglichkeit zum Essen und Trinken. Meistens zweigt man jedoch vorher, bei der Bergstation des Schleppliftes schon nach links ab und geht, entweder entlang der Piste oder nach links durchs freie Gelände ziehend Richtung Schartenkogel, über der Bergstation des Sesselliftes auf 2.350 Metern. Die Pistentour endet hier, die klassische Verlängerung ergibt sich jedoch auf den Glungezer selbst durch freies Gelände, noch einmal 300 Höhenmeter nach oben, mit Einkehrmöglichkeit auf der Glungezer Hütte. Obwohl häufig begangen, sollte man sich bewusst sein, dass es sich hierbei um eine hochalpine Skitour und nicht mehr um eine Pistentour handelt.

Offiziell bestehen tagsüber für TourengeherInnen keine Einschränkungen, auch abends sind Skitouren immer möglich, wenn man sich am Rand der Piste aufhält. Am Glungezer wird man wohl kaum einmal allein sein, stets trifft man andere TourengeherInnen. Als lange Pistentour ohne besondere technische Schwierigkeiten mit wunderbarer Abfahrt ist das auch kein Wunder.