Posts mit dem Label Kellerjoch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kellerjoch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Kellerjochrunde - Mountainbike

Kellerjochrunde - Mountainbike
76 km, 2.100 Höhenmeter

Eine schöne Tagesunternehmung im Unterland. Am besten mit dem Zug nach Schwaz. Dafür braucht man ein Fahrrad-Tagesticket für 2,50 Euro, das es am ÖBB-Automaten gibt und in den S-Bahnen und im Regionalexpress REX gilt. Wer sich den Zug sparen will und mit dem Rad nach Schwaz fährt, verlängert die Tour von Innsbruck um 30 Kilometer.

Vom Bahnhof Schwaz auf 520 Metern Seehöhe in Richtung Süden über den Inn und entlang des Lahnbachs hinauf zum Schloss Freundsberg. Den Schildern zum Gasthof Schmadlegg folgen. Entweder gemütlich über die Asphaltstraße, oder etwas steiler (und offiziell verboten) über die Rodelbahn.

Oberhalb von Schmadlegg beginnt der Forstweg. Der sogenannte Bruderwaldweg führt in einigen Kehren mäßig steil hinauf und führt nach Grafenast. Von dort gibt es zum ersten Mal die großartige Aussicht ins Inntal zu genießen. Über den Hofer-Weg erst flach und dann ansteigend Richtung Loas auf 1.645 Metern Seehöhe. Wer Zeit hat, sollte sich hier jedenfalls ein Schnitzel gönnen, dafür ist das Gasthaus bekannt. Von Schwaz bis in die Loas sind etwa 1 Stunde 30 bis 1 Stunde 45 zu veranschlagen. Wer lieber auf Asphalt als auf Forstwegen fährt, kann in Schwaz auch nach Westen bis zum Paulinum fahren und dann über den Arzberg und Pillberg bis hier her.

Über den Loassattel, vorbei am Gamssteinhaus geht es Richtung Hochfügen, und der erste große Anstieg ist damit geschafft. Dem Forstweg talabwärts folgen. Dann bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder bis zur Asphaltstraße des Skigebiets Hochfügen, abwärts zur Schellenbergalm und von dort insgesamt etwa eine halbe Stunde zuerst über einen Forstweg und dann ein Stückchen über einen Steig schiebend zur Geolsalm. Oder möglichst hoch bleiben und auf dem Forstweg gleich Richtung Geolsalm, bis man zu einem schmalen Steig am Lawinenstrich kommt, der etwa zur Hälfte befahrbar ist. Hier verliert man weniger Höhe, dafür muss man mehr schieben.

Der Beschilderung Richtung Spielbergjoch-Bergstation folgen, es geht nun ein bisschen auf und ab, man quert die Onkeljochbahn, fährt aber immer auf schönen Forstwegen. Kurz vor der Bergstation (1.862 Meter Seehöhe) der Spieljochbahn ist das Dach der Tour erreicht.

Abfahren in Richtung Speicherteich und dann nach links zur Kaunzalm abbiegen. Nun wird es ein bisschen unübersichlich. Am besten der Beschilderung der Mountainbikeroute 414 folgen, und zwar aufwärts Richtung Lackenhütte. Also nicht zu weit durch das Öxltal nach Schlitters hinaus, sondern möglichst weit oben bleiben. Bei der Lackenhütte überschreitet man den Kamm ins Inntal, im Gemeindegebiet von Gallzein, und von dort geht es dann gut beschildert weiter

Gebi Mair auf der Pirchneraste
Der Beschilderung abwärts Richtung Proxenalm folgen. Das ist die zweite große Abzweigung, und die geht dann beinahe noch einmal eine halbe Stunde durchwegs steil aufwärts. Auch wenn es sich nur um etwa 200 Höhenmeter handelt, so merkt man doch, dass es bereits der vierte Anstieg auf dieser Tour ist. Am Sattel samt großartiger Aussicht ins Inntal angekommen dem Hinweisschild zur Pirchner Aste folgen, es geht nunmehr nur mehr bergab. Zuerst durch den Wald, und dann am Hochzintberg auf Asphalt. In Kehren geht es flott hinunter nach Schwaz, und man kommt wieder am Ausgangspunkt der Tour an. Über den Inn und entweder zum Bahnhof oder links abbiegen in Richtung Westen dem Inntalradweg nach Innsbruck folgen. Die Kellerjochrunde, beginnend am Schwazer Bahnhof, aber nach der Runde mit Heimfahrt nach Innsbruck per Rad hat etwa 76 Kilometer, 2.100 Höhenmeter, und man muss in etwa 6 Stunden einplanen. Der Inntalradweg nach Innsbruck ist gut beschildert und führt am Schwazer Krankenhaus und der Kaserne vorbei, nach Vomp, Terfens und über Weer, Wattens, Volders, Hall und das Olympische Dorf direkt zurück ins Zentrum. Von Schwaz nach Innsbruck etwas mehr als eine Stunde bei flotter Fahrt. Allerdings Vorsicht, der legendäre Gegenwind kann im Inntal tückisch sein.

Die Kellerjochrunde ist definitiv eine meiner Lieblingstouren. Konditionell fordernd, technisch einfach, und einfach schön zu fahren. Eine Empfehlung für alle, die in Tirol gerne Mountainbiken.


Kellerjochrunde auf einer größeren Karte anzeigen

Kellerjoch - Skitour

Sonnenterrasse mit Aussicht
1.150 Höhenmeter, 2 Stunden

Zugegeben, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kellerjoch gestaltet sich etwas tricky, aber sie ist möglich und vor allem lohnenswert. Der beste Startpunkt ist, bei entsprechender Schneelage, die Station Arzberg auf 850 Metern. Das ist der Beginn der zweiten Sektion des Sesselliftes, wobei die erste Sektion von Schwaz auf den Arzberg derzeit stillgelegt ist. Zum Arzberg kommt man mit dem Bergbus Arzberg Schwaz, das ist die VVT-Busnummer 7107. Der Bergbus Arzberg startet in Schwaz am Terminal Wopfnerstraße. Dieses Terminal befindet sich in direkter Nähe zur Haltestelle Steinbrücke der Buslinie 4125 von Innsbruck. Schneller ist die Anreise von Innsbruck allerdings mit der Bahn nach Schwaz, dann ist allerdings ein Fußmarsch von 10 Minuten vom Bahnhof zum Terminal einzuplanen, oder man versucht, sich in die Tiefen des Schwazer Citybus-Systems zu vergraben. Es gibt alle möglichen Busverbindungen, aber sie zu beschreiben ist alles andere als einfach.

Wenn zu wenig Schnee für den Start ab Arzberg besteht, dann gibt es ebenfalls einen Bergbus, zur Station Grafenast (Hotel Frieden), das ist allerdings der Bergbus Pillberg mit der Nummer 7108. Der fährt auch am Terminal Wopfnerstraße vorbei und er fährt öfter. Dafür fehlen einem dann die ersten 500 Höhenmeter der Tour.

Wer sich durch die Tücken des öffentlichen Verkehrs gequält hat und endlich am Arzberg angelangt, den erwartet eine Pistentour, die sich zuerst leicht rechtshaltend über einen kleinen Bach (Vorsicht bei der Abfahrt!) zieht und dann zuerst steiler und dann wieder flacher durch den Wald hinauf in Richtung Grafenast mit dem pistennahen Hotel Frieden zieht. Mit dem dortigen, zu Recht „Sonnenlift“ genannten Schlepplift beginnt das Skigebiet so richtig.

Ab Grafenast wird der Aufstieg steiler. Entweder direkt der Lifttrasse der Sektion III, dem Doppelsessellift folgend oder auf der Piste bleibend, aber ebenfalls steil nach oben. Nach 250 Höhenmetern wird die Strecke wieder flacher und zieht sich dann, dem Bockstalllift entlang als eine einzige Sonnenterrasse hinauf zum Hecherhaus, der Einkehrmöglichkeit auf 1.880 Metern.

Die meisten TourengeherInnen nehmen noch 100 Höhenmeter mehr zum Arbeserkogel in Kauf, um den vom Hecher aus sichtbaren kleinen Gipfel als (zumeist) Buckelpiste mitzunehmen. Verlängerungsmöglichkeiten ergeben sich als hochalpine Skitour in Richtung Kellerjochhaus.

Das Kellerjoch und das dazugehörige familiäre Skigebiet haben zu Recht den Ruf als Aussichtsberg. Die Abfahrt gestaltet sich bei entsprechendem Wetter traumhaft, der Blick über das Inntal ist geradezu fantastisch.

Das Kellerjoch wird von SkitourengeherInnen aus dem Großraum Innsbruck erst nach und nach entdeckt. Ganz allein wird man auch dank der Schwazer TourengeherInnen nie sein, aber das Kellerjoch bietet für InnsbruckerInnen definitiv eine lohnende Abwechslung, und die familiäre Atmosphäre am Hecherhaus und die Aussicht machen die etwas komplizierte öffentliche Anreise auf jeden Fall wett.