Langlaufen mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Innsbruck ist manchmal ein bisschen tricky. Aber es geht. Sogar am Achensee.
Mit dem Zug bis nach Jenbach und von dort mit dem Bus nach Pertisau. Die Verbindungen sind gar nicht so schlecht. In eineinhalb Stunden ist man aus Innsbruck an der Loipe. Und wenn man Glück hat, nimmt einen der Busfahrer sogar gratis wieder mit zurück. Weil Skibus und so. Ein- und Aussteigen deshalb zum Beispiel an der Talstation der Karwendelbahn in Pertisau.
In wenigen Minuten gelangt man von der Talstation der Karwendelbahn zum Loipenzentrum. Dort ist die Loipengebühr von 5 Euro zu bezahlen. Etwas ärgerlich ist, dass Langlaufen mit und ohne Auto gleich viel kostet, obwohl ich gar keinen Parkplatz haben will.
Aktuelle Infos zur Schneelage gibt es hier, einen Loipenplan da.
Vom Loipenzentrum am Ortsrand von Pertisau tun sich drei Täler auf: Die längste Strecke führt ins Falzthurntal. Zehn Kilometer geht es hier beständig aufwärts, bis man an der Gramaialm ankommt. Dafür darf man sich freuen, weil es in die Gegenrichtung genauso beständig bergab geht. Die zweitlängste Strecke führt ins Pletzach zur Gernalm, die vielleicht manche von einer Mountainbike-Karwendelrunde kennen. Hier geht es sieben Kilometer bergauf, bevor man die Strecke wieder hinaus sausen kann. Und Richtung Tristenau sind einige unterschiedliche Loipen gespurt, auch kürzere.
In den Karwendeltälern kann man grandiose Natur beim Langlaufen erleben, allein schon deshalb lohnt sich die etwas längere Anreise. Und während andere sich dann mit dem Auto zurückplagen müssen, schlafe ich gut in Bus und Bahn...
Posts mit dem Label Karwendel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Karwendel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Langlaufen in Seefeld
Langlaufen in Perfektion, das bietet das Seefelder Plateau. Perfekte Verhältnisse, ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Innsbruck zu erreichen, für Skating und Klassik, ein riesiges Loipennetz...
Seefeld ist in einer guten halben Stunde mit dem Zug aus Innsbruck zu erreichen, Züge fahren mindestens stündlich. Dabei kann sich die Strecke sehen lassen, die Mittenwaldbahn ist schon für sich allein genommen eine Attraktion.
In Seefeld am Bahnhof angekommen sind es wenige Gehminuten durch die Fußgängerzone im Ortszentrum bis zum Loipenstart. Aus Innsbruck kommend einfach durch den Bahnhof linkerhand hindurch und dann immer geradeaus. Beim Büro des Tourismusverbandes kann man sich ganz einfach einen Gratis-Loipenplan mitnehmen.
Beim Loipenstart unmittelbar neben dem Seefelder Kirchlein gibt es auch gleich mehrere Läden, die komplette Langlaufausrüstung verleihen. Nirgends wird einem der Einstieg leichter gemacht. Mit 15-20 Euro für eine komplette Ausrüstung pro Tag ist man dabei, und schon geht es los.
Das Loipenangebot ist riesig, einen detaillierten Plan gibt es hier.
Nach wenigen hundert Metern trifft man übrigens auf ein kleines Häuschen, aus dem freundliche Menschen schauen und für eine Loipen-Tageskarte 6 Euro kassieren. Saisonkarte je nach Kaufzeitpunkt 50-100 Euro.
Entlang der Loipen gibt es immer wieder Jausenstationen, die Loipen selbst sind sehr unterschiedlich. Zwischen Seefeld und Leutasch eher anspruchsvoll, in Leutasch eher einfach. Einfach ausprobieren. Und wer den Weg nicht mehr zurück schafft, darf in Leutasch auch auf Bushaltestellen an der Loipe, etwa in Obern oder Kirchplatzl zurückgreifen, die einen wieder nach Seefeld zurückbringen.
Seefeld ist in einer guten halben Stunde mit dem Zug aus Innsbruck zu erreichen, Züge fahren mindestens stündlich. Dabei kann sich die Strecke sehen lassen, die Mittenwaldbahn ist schon für sich allein genommen eine Attraktion.
In Seefeld am Bahnhof angekommen sind es wenige Gehminuten durch die Fußgängerzone im Ortszentrum bis zum Loipenstart. Aus Innsbruck kommend einfach durch den Bahnhof linkerhand hindurch und dann immer geradeaus. Beim Büro des Tourismusverbandes kann man sich ganz einfach einen Gratis-Loipenplan mitnehmen.
Beim Loipenstart unmittelbar neben dem Seefelder Kirchlein gibt es auch gleich mehrere Läden, die komplette Langlaufausrüstung verleihen. Nirgends wird einem der Einstieg leichter gemacht. Mit 15-20 Euro für eine komplette Ausrüstung pro Tag ist man dabei, und schon geht es los.
Das Loipenangebot ist riesig, einen detaillierten Plan gibt es hier.
Nach wenigen hundert Metern trifft man übrigens auf ein kleines Häuschen, aus dem freundliche Menschen schauen und für eine Loipen-Tageskarte 6 Euro kassieren. Saisonkarte je nach Kaufzeitpunkt 50-100 Euro.
Entlang der Loipen gibt es immer wieder Jausenstationen, die Loipen selbst sind sehr unterschiedlich. Zwischen Seefeld und Leutasch eher anspruchsvoll, in Leutasch eher einfach. Einfach ausprobieren. Und wer den Weg nicht mehr zurück schafft, darf in Leutasch auch auf Bushaltestellen an der Loipe, etwa in Obern oder Kirchplatzl zurückgreifen, die einen wieder nach Seefeld zurückbringen.
Brandjochspitze Südgrat - Bike&Climb
Luftig über Innsbruck
Schöne Gratkletterei, III-
2.000 Höhenmeter
Eine Genusstour über Innsbruck, ein schöner langer Tagesausflug mit grandiosen Tiefblicken.
Am besten startet man die Tour von Innsbruck (550 Meter Seehöhe) aus mit dem Mountainbike und fährt über die Hungerburg und die Arzler Alm bis zur Höttinger Alm (1.480 Meter Seehöhe), siehe Routenbeschreibung hier. Circa eineinhalb Stunden muss man dafür einplanen.
Auf der Höttinger Alm lässt man das Fahrrad stehen und nimmt den Steig westwärts Richtung Achselkopf. Der Weg führt etwas auf und ab und in Summe leicht aufwärts durch die Rinnen zur Waldlichtung am Achselkopf mit seiner nicht bewirtschafteten Hütte.
Am Achselkopfboden empfiehlt es sich, den letzten Brunnen des Aufstieges zu nutzen, der weitere Weg ist nämlich häufig sehr heiß. Man folgt zuerst der Wegbeschreibung Richtung Seegrube aufwärts, nach etwa 15 Minuten darf man aber die nicht beschilderte Abzweigung Richtung Brandjochkreuz nicht versäumen.
Nun zieht der Weg westwärts und dann steil nach oben zum Brandjochboden, und dann in direkter Gipfellinie zum Brandjochkreuz. Bis hierher handelt es sich um einen teilweise steilen, aber gut gangbaren Steig.
Vom Brandjochkreuz (ca. 2.200 Meter Seehöhe) kann man den wunderbaren Blick auf Innsbruck und in die Nordkette im Osten und ins Seekar im Westen genießen.
Nun beginnt der ernsthaftere Teil des Aufstiegs, für den noch einmal 1,5 Stunden auf 300 Höhenmetern einzuplanen sind. Über einige Zacken führt der Aufstieg dem Grat entlang nach oben, zuerst in schrofigem Gelände.
Der Grat wird langsam felsiger, man bleibt aber in etwa auf Grathöhe, manchmal eher etwas östlich des Grates.
Zumeist bewegen wir uns im Schwierigkeitsgrad II, von einem Zacken führt ein enger Kamin etwa 10 Meter abwärts in ein Schartl und bildet die erste Schwierigkeit. Bei einsetzendem Regen kann man im Kamin gut den Regen abwarten, wie der Autor aus eigener Erfahrung weiß.
Nun westseitig des Grates ein Stück weiter nach oben und in einem erneuten Schartl einige Meter ostwärts auf einem plattigen Band. Allerdings nicht zu weit, sondern bald nach links oben durch eine Steilrinne, die sich oben zu einem Kamin verengt. In der Literatur wird dieser Kamin zumeist mit III- angegeben, Tritte und Griffe sind ausreichend vorhanden. Der Einstieg in den Kamin ist durch einen gelben Pfeil und einen gelben Punkt markiert. Dem plattigen Band nicht zu weit folgen.
Dann wieder dem Gratverlauf folgen, die Tour wird nun zunehmend luftiger. Als Schlüsselstelle des Grates wird häufig ein Spreizschritt beschrieben, der leicht abwärts geht. Tatsächlich ist die Stelle einigermaßen ausgesetzt. Für große Menschen ist der Spreizschritt völlig unproblematisch, für kleinere Menschen sicher schwieriger. Für Kleingewachsene empfiehlt es sich vielleicht, eine Bandschlinge mitzunehmen. Diese kann man an einem Köpfl direkt am Spreizschritt gut einhängen und so die Schwierigkeiten wesentlich abschwächen.
Nun wieder dem Gratverlauf folgen, zumeist mit gelben Punkten markiert. Man quert dann leicht in die Westwand ein, dort teilt sich der Weg. Am unteren Weg liegt häufig lange Altschnee. Deshalb empfiehlt es sich häufig, doch auf den Kopf wieder auf Grathöhe aufzusteigen. Die Gabelung ist mit Pfeilen markiert. Fast auf Grathöhe kann man dann direkt auf den Gipfelaufschwung aufsteigen und die vordere Brandjochspitze (2.550 Meter Seehöhe) erreichen.
Vom Gipfelkreuz lohnt sich der wunderbare Ausblick über Innsbruck und in die Nordkette. Als Anschlusstouren bietet sich die Tour auf die hintere Brandjochspitze (30 Minuten) an, dort wird zumeist aber wieder der Rückweg über die vordere Brandjochspitze angetreten.
Von der vorderen Brandjochspitze führt ein mit Seilen versicherter Weg hinab in den Frau Hitt-Sattel. Auch für den Abstieg über den Ostgrat muss man noch einmal Zeit einplanen. Als Anschluss hier bietet sich die Frau Hitt selbst an, oder der weitere Abstieg.
Vom Frau Hitt-Sattel in einer guten Stunde auf Steig hinab zu Höttinger Alm, wo Fahrrad und Speckknödel warten.
Der Südgrat ist sicher eine klassische, luftige aber nicht besonders schwierige Innsbrucker Kletterei, die man einmal gemacht haben muss.
Meist wird auf dem Grat nicht gesichert, er ist griffig und überwiegend von festem Fels. Ich bin trotzdem dafür, einen Steinschlaghelm mitzunehmen. Für kleinere Menschen lohnt es sich sicher, eine Bandschlinge mitzuführen. Sichern wäre aber am gesamten Grat notwendig, allerdings sind dafür Grundkenntnisse in Sicherungstechnik unbedingt notwendig. Haken sind nämlich keine eingebohrt. Nachsichern ist aber technisch sicher kein Problem. Leichte Schuhe genügen für die Tour.
Anspruchsvoll sind die zurückzulegenden Höhenmeter, beim Einstieg in die Kletterei hat man nämlich schon 1.700 Höhenmeter in den Beinen. Gerade auch deshalb empfehle ich das Mountainbike zur Höttinger Alm. Man kann natürlich auch vom Höttinger Bild direkt zu Fuß auf den Achselkopf aufsteigen und weiter wie beschrieben. Wer konditionell gut drauf ist und Tiefblicke in Gratkletterei mag, der kommt am Südgrat aber sicher auf seine Kosten.
Brandjochspitze Südgrat auf einer größeren Karte anzeigen
Schöne Gratkletterei, III-
2.000 Höhenmeter
| Vom Brandjochkreuz |
Eine Genusstour über Innsbruck, ein schöner langer Tagesausflug mit grandiosen Tiefblicken.
Am besten startet man die Tour von Innsbruck (550 Meter Seehöhe) aus mit dem Mountainbike und fährt über die Hungerburg und die Arzler Alm bis zur Höttinger Alm (1.480 Meter Seehöhe), siehe Routenbeschreibung hier. Circa eineinhalb Stunden muss man dafür einplanen.
Auf der Höttinger Alm lässt man das Fahrrad stehen und nimmt den Steig westwärts Richtung Achselkopf. Der Weg führt etwas auf und ab und in Summe leicht aufwärts durch die Rinnen zur Waldlichtung am Achselkopf mit seiner nicht bewirtschafteten Hütte.
| Gebi Mair am Brandjochkreuz |
Nun zieht der Weg westwärts und dann steil nach oben zum Brandjochboden, und dann in direkter Gipfellinie zum Brandjochkreuz. Bis hierher handelt es sich um einen teilweise steilen, aber gut gangbaren Steig.
| Der untere, leichte Teil des Grates |
Nun beginnt der ernsthaftere Teil des Aufstiegs, für den noch einmal 1,5 Stunden auf 300 Höhenmetern einzuplanen sind. Über einige Zacken führt der Aufstieg dem Grat entlang nach oben, zuerst in schrofigem Gelände.
Der Grat wird langsam felsiger, man bleibt aber in etwa auf Grathöhe, manchmal eher etwas östlich des Grates.
| Im mittleren Teil des Grates |
Zumeist bewegen wir uns im Schwierigkeitsgrad II, von einem Zacken führt ein enger Kamin etwa 10 Meter abwärts in ein Schartl und bildet die erste Schwierigkeit. Bei einsetzendem Regen kann man im Kamin gut den Regen abwarten, wie der Autor aus eigener Erfahrung weiß.
Nun westseitig des Grates ein Stück weiter nach oben und in einem erneuten Schartl einige Meter ostwärts auf einem plattigen Band. Allerdings nicht zu weit, sondern bald nach links oben durch eine Steilrinne, die sich oben zu einem Kamin verengt. In der Literatur wird dieser Kamin zumeist mit III- angegeben, Tritte und Griffe sind ausreichend vorhanden. Der Einstieg in den Kamin ist durch einen gelben Pfeil und einen gelben Punkt markiert. Dem plattigen Band nicht zu weit folgen.
| Grat vom Gipfel |
| Blick auf Innsbruck |
| Blick Richtung Osten |
Von der vorderen Brandjochspitze führt ein mit Seilen versicherter Weg hinab in den Frau Hitt-Sattel. Auch für den Abstieg über den Ostgrat muss man noch einmal Zeit einplanen. Als Anschluss hier bietet sich die Frau Hitt selbst an, oder der weitere Abstieg.
| Blick auf Innsbruck |
Vom Frau Hitt-Sattel in einer guten Stunde auf Steig hinab zu Höttinger Alm, wo Fahrrad und Speckknödel warten.
Der Südgrat ist sicher eine klassische, luftige aber nicht besonders schwierige Innsbrucker Kletterei, die man einmal gemacht haben muss.
Meist wird auf dem Grat nicht gesichert, er ist griffig und überwiegend von festem Fels. Ich bin trotzdem dafür, einen Steinschlaghelm mitzunehmen. Für kleinere Menschen lohnt es sich sicher, eine Bandschlinge mitzuführen. Sichern wäre aber am gesamten Grat notwendig, allerdings sind dafür Grundkenntnisse in Sicherungstechnik unbedingt notwendig. Haken sind nämlich keine eingebohrt. Nachsichern ist aber technisch sicher kein Problem. Leichte Schuhe genügen für die Tour.
| Grat vom Gipfel |
Brandjochspitze Südgrat auf einer größeren Karte anzeigen
Pfeishütte - Mountainbike
Pfeishütte - Mountainbike
102 km, 1.800 Höhenmeter
So macht Mountainbiken Spaß! Eine sportliche Herausforderung, kombiniert mit landschaftlicher Schönheit und einem wunderbaren Ausflugsziel. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!
Die Tour beginnt in Innsbruck (530 Meter Seehöhe) auf dem Radweg Richtung Westen ins Oberland. Vom Marktplatz aus auf der südlichen Innseite folgend führt der Radweg an Völs vorbei, entlang der Kranebitter Innauen bis kurz vor Zirl. Dort verlässt man den Radweg und quert den Inn Richtung Norden.
Nun kommt der unangenehme Teil der Tour: Entlang der Bundesstraße den Zirler Berg hinauf. Das Bergauffahren ist gestattet, aber nicht besonders prickelnd. Viel Verkehr, und die Sonne brennt auf die Asphaltstraße. Fünf lange Kilometer zieht sich die Straße recht steil hinauf bis nach Leithen, das zu Reith bei Seefeld gehört. Von der Bundesstraße abzweigen und hinauf durch den Ort Reith.
Durch Reith hindurch und bevor der Weg wieder unter der Bahn durchführt und in die Bundesstraße mündet, nach rechts auf einen Waldweg Richtung Seefeld abbiegen. So spart man sich die Bundesstraße. Ganz kann man sie allerdings nicht vermeiden, und so geht es an der Talstation der Rosshütte vorbei weiter aufwärts, an Seefeld vorbei. Dann entweder schnell auf der Bundesstraße Richtung Gießenbach und Scharnitz, oder beim Playcastle wieder auf den Waldweg abbiegen. Der Hirnweg führt hier bis Gießenbach entlang der Bahnstrecke, stets leicht auf- und abwärts. Wer sich die ersten 30 Kilometer sparen will, kann von Innsbruck auch auf der Strecke der Mittenwaldbahn nach Scharnitz fahren. Mitnahme von Fahrrädern ist in dern ÖBB-Zügen des Regionalverkehrs mit Fahrrad-Ticket (Tageskarte 2,50 Euro) möglich.
In Scharnitz angekommen startet die eigentliche Mountainbiketour, doch mit den ersten 30 Kilometern und 700 Höhenmetern in den Beinen ist man gut aufgewärmt. Hinter der Kirche in Richtung Karwendeltäler abbiegen, einige Hundert Meter bis zum Parkplatz. Dort gibt es ein großes Hinweisschild mit möglichen Zielen. Den Hinweisen Richtung Möslalm / Pfeishütte und Gleirschtal folgen.
Flach geht es entlang der Isar ins Karwendel hinein, seit 1928 ein Naturschutzgebiet. Der Kalkstein, der sich aus dem Wald nach oben zieht, ist immer wieder beeindruckend und begleitet uns auf der gesamten Tour. Ebenso beeindruckend sind die Blicke in die Gleirschklamm, wo das blaue Karwendelwasser sprudelt.
Die Hinweisschilder zur Möslalm und Pfeishütte zeigen bald nach rechts und führen 70 Höhenmeter abwärts zum Bach. Ein kurzer steiler Anstieg folgt, dann wird der Weg wieder flach.
Gemütlich geht es an der Amtssäge vorbei zur Möslalm auf 1.262 Metern, die trotz ihrer Lage im Karwendel eine Alm der Stadt Innsbruck ist. Der Weg wird nun etwas schottriger, bleibt aber weiterhin relativ flach.
In einer scharfen Rechtskehre wandelt sich der Charakter der Tour, und die Fahrt geht nun steiler bergauf. Ein kurzes Abwärtsstück lässt nichts Gutes für die Rückfahrt erahnen: einer der äußerst unbeliebten Gegenanstiege.
Im Talschluss angekommen zeigt sich die Schlüsselstelle der Tour: 300 Höhenmeter geht es auf 2 Kilmetern Karrenweg nach oben bis zur Pfeishütte des Alpenvereins auf 1.922 Metern Seehöhe. Viele lassen ihr Bike hier stehen, aber sie bereuen das bei der Abfahrt. Der Anstieg ist steil und grobschottrig und verlangt gute Kondition und auch ein bisschen Technik. Dann sind aber etwa zwei Drittel des Weges gut fahrbar. Wer sich völlig verausgaben will, kann sicher auch die gesamte Strecke fahren. Von Innsbruck bis zur Hütte, mit Auf- und Ab auf der Strecke, sind etwa 1.800 Höhenmeter zurückzulegen.
Auf der Pfeishütte lohnen sich Einkehr und Rast, bevor es wieder abwärts geht. Bergab ist der Schlussanstieg mit etwas Vorsicht gut fahrbar, die Aussicht durch das Gleirschtal ist grandios. Dann geht es flott hinaus durch das Tal, am gleichen Weg wie die Auffahrt.
Von Scharnitz zieht sich der Weg zurück nach Seefeld und geht durchaus ein Stück weit aufwärts. Dann aber folgt eine rasante Abfahrt. Ab Leithen besteht auf der Bundesstraße offiziell Fahrverbot für Fahrräder. Wer das Fahrverbot einige hundert Meter ignoriert, kann aber dann nach links auf den Schlossteig ausweichen. Der Schlossteig nach Zirl hinunter ist etwa zur Hälfte befahrbar und braucht noch einmal ein bisschen Kraft. An der Ruine Fragenstein vorbei geht es nach Zirl und ein kurzes Stück auf der Bundesstraße über den Inn bis zum Radweg oder alternativ auf der Nordseite des Inns, am Fuß der Martinswand auf der Landesstraße nach Kranebitten.
Mit insgesamt 102 Kilometern zieht sich die Tour durchaus, die Höhenmeter sind aber für trainierte Biker gut schaffbar, und landschaftliche Schönheit kann diese Tour im Übermaß bieten. Eine Empfehlung für schöne, nicht allzu heiße Tage!
Pfeishütte auf einer größeren Karte anzeigen
102 km, 1.800 Höhenmeter
So macht Mountainbiken Spaß! Eine sportliche Herausforderung, kombiniert mit landschaftlicher Schönheit und einem wunderbaren Ausflugsziel. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!
| Gebi Mair |
Nun kommt der unangenehme Teil der Tour: Entlang der Bundesstraße den Zirler Berg hinauf. Das Bergauffahren ist gestattet, aber nicht besonders prickelnd. Viel Verkehr, und die Sonne brennt auf die Asphaltstraße. Fünf lange Kilometer zieht sich die Straße recht steil hinauf bis nach Leithen, das zu Reith bei Seefeld gehört. Von der Bundesstraße abzweigen und hinauf durch den Ort Reith.
| Gebi Mair, Raffael Ömer |
Durch Reith hindurch und bevor der Weg wieder unter der Bahn durchführt und in die Bundesstraße mündet, nach rechts auf einen Waldweg Richtung Seefeld abbiegen. So spart man sich die Bundesstraße. Ganz kann man sie allerdings nicht vermeiden, und so geht es an der Talstation der Rosshütte vorbei weiter aufwärts, an Seefeld vorbei. Dann entweder schnell auf der Bundesstraße Richtung Gießenbach und Scharnitz, oder beim Playcastle wieder auf den Waldweg abbiegen. Der Hirnweg führt hier bis Gießenbach entlang der Bahnstrecke, stets leicht auf- und abwärts. Wer sich die ersten 30 Kilometer sparen will, kann von Innsbruck auch auf der Strecke der Mittenwaldbahn nach Scharnitz fahren. Mitnahme von Fahrrädern ist in dern ÖBB-Zügen des Regionalverkehrs mit Fahrrad-Ticket (Tageskarte 2,50 Euro) möglich.
| Der Schlussanstieg |
| Letzte Höhenmeter |
Die Hinweisschilder zur Möslalm und Pfeishütte zeigen bald nach rechts und führen 70 Höhenmeter abwärts zum Bach. Ein kurzer steiler Anstieg folgt, dann wird der Weg wieder flach.
| Gleirschtal, talauswärts |
In einer scharfen Rechtskehre wandelt sich der Charakter der Tour, und die Fahrt geht nun steiler bergauf. Ein kurzes Abwärtsstück lässt nichts Gutes für die Rückfahrt erahnen: einer der äußerst unbeliebten Gegenanstiege.
| Pfeishütte |
Im Talschluss angekommen zeigt sich die Schlüsselstelle der Tour: 300 Höhenmeter geht es auf 2 Kilmetern Karrenweg nach oben bis zur Pfeishütte des Alpenvereins auf 1.922 Metern Seehöhe. Viele lassen ihr Bike hier stehen, aber sie bereuen das bei der Abfahrt. Der Anstieg ist steil und grobschottrig und verlangt gute Kondition und auch ein bisschen Technik. Dann sind aber etwa zwei Drittel des Weges gut fahrbar. Wer sich völlig verausgaben will, kann sicher auch die gesamte Strecke fahren. Von Innsbruck bis zur Hütte, mit Auf- und Ab auf der Strecke, sind etwa 1.800 Höhenmeter zurückzulegen.
Auf der Pfeishütte lohnen sich Einkehr und Rast, bevor es wieder abwärts geht. Bergab ist der Schlussanstieg mit etwas Vorsicht gut fahrbar, die Aussicht durch das Gleirschtal ist grandios. Dann geht es flott hinaus durch das Tal, am gleichen Weg wie die Auffahrt.
Von Scharnitz zieht sich der Weg zurück nach Seefeld und geht durchaus ein Stück weit aufwärts. Dann aber folgt eine rasante Abfahrt. Ab Leithen besteht auf der Bundesstraße offiziell Fahrverbot für Fahrräder. Wer das Fahrverbot einige hundert Meter ignoriert, kann aber dann nach links auf den Schlossteig ausweichen. Der Schlossteig nach Zirl hinunter ist etwa zur Hälfte befahrbar und braucht noch einmal ein bisschen Kraft. An der Ruine Fragenstein vorbei geht es nach Zirl und ein kurzes Stück auf der Bundesstraße über den Inn bis zum Radweg oder alternativ auf der Nordseite des Inns, am Fuß der Martinswand auf der Landesstraße nach Kranebitten.
Mit insgesamt 102 Kilometern zieht sich die Tour durchaus, die Höhenmeter sind aber für trainierte Biker gut schaffbar, und landschaftliche Schönheit kann diese Tour im Übermaß bieten. Eine Empfehlung für schöne, nicht allzu heiße Tage!
Pfeishütte auf einer größeren Karte anzeigen
Larchetkarspitze - Skitour
| Gebi, Daniel und Thomas auf der Larchetkarspitze |
1.600 Höhenmeter, 4 Stunden
Skitouren im Karwendel sind nicht besonders reich gesät, vor allem wenn man nicht stundenlange Talhatscher in Kauf nehmen will. Ganz ohne Hatscher kommt auch diese Tour nicht aus, dafür wird man aber reichlich belohnt.
Mit dem Zug nach Scharnitz (964 Meter Seehöhe), und vom Bahnhof einige Schritte zurück zur Kirche, wo die Abzweigung in die Karwendeltäler geht. Hier beginnt meistens schon die Schneefahrbahn und man kann aufgellen. Vorbei an den Parkplätzen, wo man sich darüber freuen kann, 6 Euro Parkplatzgebühr gespart zu haben. Den Hinweisschildern Richtung "Wiesenhof" und "Pleisenhütte" folgen.
Von Scharnitz bis zur Pleisenhütte muss man gut zwei Stunden rechnen. Zuerst den flachen Fahrweg taleinwärts, beim Wiesenhof abbiegen auf den Forstweg, der aber nicht viel steiler ist. Der Forstweg ist ein Stück weit ausgefräst, irgendwann wird er zu einer gut angetretenen Spur. In Richtung Pleisenhütte sind SpaziergängerInnen und RodlerInnen unterwegs, in Richtung Pleisen auch viele SkitourengeherInnen. Der Weg wird etwas steiler und führt durch den Wald nach oben, wobei man mit den Skien einige Abkürzungen nehmen kann.
Die Pleisenhütte liegt auf 1.757 Metern Seehöhe und ist im Winter an den Wochenenden bewirtschaftet und gut besucht. Einige Minuten der ausgetretenen Spur in Richtung Pleiten folgen und dann rechts abbiegen und um den Bergfuß herum ins Mitterkar. Plötzlich ist man ganz allein.
Einige Höhenmeter Abstieg muss man in den Karboden in Kauf nehmen, dann geht es allerdings sanft geneigt durch das Kar hinauf. Wunderschöne Skihänge tun sich links und rechts auf, und man hält geradewegs auf den mittleren markanten Turm zu, die Larchetkarspitze.
Am Karrende wird der Aufstieg steiler, und der 40 Grad steile Hang verlangt die eine oder andere Spitzkehre. In der Scharte rechts der Larchetkartspitze legt man das Skidepot an, und wer luftige Winterkletterei gern mag, kann noch weiter auf den Gipfel, der im Sommer wegen seiner Brüchigkeit nur schwer zugänglich ist. Einige Seile versichern den Aufstieg (am besten: Klettersteigset und/oder Eispickel mitnehmen), die sind aber manchmal unter dem Schnee verborgen. Die Turmkletterei ist einigermaßen luftig (III-) und nur bei entsprechender Trittsicherheit zu empfehlen. Man verliert aber auch nicht viel, wenn man schon am Skidepot Halt macht und sich die letzten 50 Höhenmeter auf die 2.541 hohe Spitze spart. Im Aufstieg sind etwa 4 Stunden zu kalkulieren. Der Ausblick im Karwendel ist fantastisch, man fühlt sich beinahe wie in den Dolomiten und wagt einen Blick in die weiteren, unbefahrenen Kare.
| Von der Larchetkarspitze |
Die Tour ist bei guten Verhältnissen nur mäßig lawinengefährdet und äußerst lohnenswert, vor allem wenn man sie mit dem abgefahrenen Gipfelhang am Pleisen vergleicht. 750 Höhenmeter schöne Skihänge und gleich viel Waldabfahrt lohnen den Aufstieg.
Härmelekopf / Seefelder Joch - Skitour
Zwei kurze Touren machen auch müde Beine
800+800=1.600 Höhenmeter, 2*1,5 Stunden=3 Stunden
Nach Seefeld ist schon die halbstündige Anreise per Zug via Mittenwaldbahn ein Genuss. S-Bahn und Regionalexpress fahren mindestens stündlich, manchmal auch öfter. Und Sonntags gibt es sogar die einmalige Chance, mit dem ICE zur Skitour anzureisen. Dazu kommt noch die spektakuläre Fahrt durch die Martinswand. Vom Bahnhof in Seefeld sind es zehn Minuten zu Fuß zur Talstation Rosshütte, es gibt auch Skibusse für alle, denen der Weg zu weit ist.
Von der Talstation auf 1.230 Metern Seehöhe bieten sich zwei große Aufstiegsmöglichkeiten, die hier beide beschrieben werden, und die gut kombiniert werden können.
Die erste Route führt von der Talstation rechtshaltend auf den Härmelekopf. Die Bergstation liegt auf 2.045 Metern, Essen gibt es dort keines. Die Tour geht zuerst flach über die Piste 6b und dann etwas steiler über die Pisten durch den Wald, angenehm im Sonnenhang gelegen. Erst kurz vor der Bergstation werden die breiten Pisten etwas steiler. Nach knapp 1,5 Stunden hat man die 800 Höhenmeter hinter sich, es empfiehlt sich die Kombination mit dem zweiten Aufstieg. Hierzu am besten über die Verbindungsabfahrt (Nr. 9) zur Talstation des Rosshüttenexpress.
Bei der Talstation des Rosshüttenexpress wieder auffellen und zuerst in Richtung Rosshütte (1.760 Meter) und dann steiler und immer steiler in Richtung Seefelder Joch auf 2.064 Metern, das man nach erneuten knapp 1,5 Stunden erreicht Ein eigenes eingerichteter „Rundblick“ zeigt einem an, wo man den besten Rundlick hat. Das stimmt auch tatsächlich. Auch am Seefelder Joch gibt es nichts zu Essen, dazu muss man zumindest bis zur Rosshütte abfahren.
Die Kombination der beiden Pistentouren hat es in sich, und man kommt auf ausreichend viele Höhenmeter. Die sonnige Lage des Skigebiets und die vergleichsweise geringe Höhe, beim gleichzeitigen Ruf von Seefeld als Schneeloch lohnen bei fast allen Witterungsverhältnissen.
Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren. Ab 16.30 sind die Pisten gesperrt, sie sind nur Mittwochs und Freitags bis zur Hochangerbahn möglich, wo auch der beleuchtete Nachtskilauf stattfindet.
Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren. Ab 16.30 sind die Pisten gesperrt, sie sind nur Mittwochs und Freitags bis zur Hochangerbahn möglich, wo auch der beleuchtete Nachtskilauf stattfindet.
Großer Bettelwurf - Bike&Climb
| Gebi am Weg zur Bettelwurfhütte |
Absamer Klettersteig - Bettelwurfhütte - Bettelwurfklettersteig - Großer Bettelwurf
2.300 Höhenmeter, 8 Stunden
Auf neuen Wegen zum Gipfel
Der Absamer Klettersteig ist gerade fertiggestellt, und wenn man es genau nimmt, noch nicht einmal offiziell eröffnet. Trotzdem wird er schon gestürmt, und zwar zu Recht.
| Ingrid und Lore im Absamer Klettersteig |
![]() |
| Lore und Gebi im Klettersteig |
Über die kleine Brücke in Richtung Bettelwurfhütte, und 20 Meter danach links abbiegen zum Absamer Klettersteig (beschildert, 10 Minuten bis zum Einstieg). Es handelt sich um einen toll und modern angelegten Hüttenzustiegsklettersteig als Sportklettersteig. Derzeit merkt man ihm noch an, dass er noch ganz neu ist. Aber bald wird er von überschüssiger Erde ausgeräumt sein und dann noch mehr Klettergenuss bieten.
| Blick vom Großen Bettelwurf |
Die Schlüsselstelle befindet sich gleich nach dem Einstieg. Die eigentliche Herausforderung ist aber nicht die Schlüsselstelle, sondern die Länge des Klettersteigs. Schräglinks zieht der Steig 600 Meter hinauf, ab und zu etwas steinschlaggefährdet. Eine gute Topo findet sich hier.
Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Klettersteig gibt es ohne langem Seil nicht, also unbedingt damit rechnen, dass er bis zum Ende begangen werden muss; Rastplätze gibt es aber immer wieder. Volle Klettersteigausrüstung nötig.
| Bettelwurfhütte (2.077m) von oben |
Hinter der Hütte zieht sich ein Steig in Richtung Kleiner Bettelwurf hinauf, wo nach etwa 200 Höhenmetern ein versicherter Steig beginnt und in die Scharte zwischen Kleinem und Großem Bettelwurf führt. Von dort wird aus dem versicherten Steig ein richtiger Klettersteig, für den es noch einiges an Kraftreserven braucht. Dafür entschädigt dann aber der Blick vom Großen Bettelwurf ins Karwendel und ins Vomper Loch (2.725 Meter). Von der Hütte sind etwa 1,5-2 Stunden zum Gipfel einzuplanen.
| Blick vom Großen Bettelwurf ins Inntal |
Von der Hütte erfolgt der Abstieg auf dem Normalweg zum Bettelwurfeck. Der Abstieg über den Absamer Klettersteig ist nicht erlaubt. Beim Bettelwurfeck wartet das Fahrrad und rasant geht die Fahrt hinaus nach Absam. Dort am Hackl gleich nach rechts und unterhalb der Andreas Hofer-Kaserne Richtung Thaur rollen. Über die Dörferstraße weiter nach Innsbruck. Für die gesamte Tour sind etwa 8 Stunden einzuplanen, mit einer Übernachtung auf der Hütte ist der Kraftaufwand natürlich geringer. Eine schöne Tour im Halltal, die für einen Tag ganz schön viel Kraft verlangt; das merkt man dann insbesondere beim steilen Abstieg von der Hütte. Aber da geht es ja eh nur mehr bergab.
Infos:
IVB, Fahrplan Bus E
Absamer Klettersteig, 600 Höhenmeter (zweite Topo hier)
Bettelwurfhütte, 2.077 m, ÖAV Sektion Innsbruck, bewirtschaftet Juni-September
Bettelwurf-Klettersteig, 450 Höhenmeter versichert
Karwendelrunde
| Gebi beim Karwendelhaus |
Scharnitz - Karwendelhaus - Falkenhütte - Eng - Lamsenjoch - Schwaz
55 km, 2.300 Höhenmeter, 7-8 Stunden
Die Karwendelrunde ist wohl einer der Mountainbikeklassiker in Tirol. Und zwar völlig zu Recht. Einmal quer durch das Karwendel, auf und ab von Hütte zu Hütte, auf Grünen Wiesen an grauen Wänden, das ist ein grandioses Erlebnis.
| Blick vom Karwendelhaus zur Falkenhütte |
Der Forstweg beginnt sehr sanft und geht erst aufwärts, dann leicht bergab und schließlich sanft ansteigend ins Tal hinein. Ein perfekter Auftakt für eine lange Tour. Erst hinter der Larchetalm beginnt die Anstrengung. Im Sommer 2011 war die Alm geschlossen. Falls Einkehr oder Übernachtung geplant werden, unbedingt vorher informieren.
| Blick vom Karwendelhaus zur Falkenhütte |
Erleichterte bisher ein glatter Forstweg die Fahrt, wird es jetzt grobsteinig. Auf einem Karrenweg geht es hinab zum Kleinen Ahornboden. Der Weg ist etwas grob, aber durchgehend befahrbar. Am Kleinen Ahornboden zweigt ein Steig nach rechts über den Bach ab und führt zur nächsten Station.
| Auf der Falkenhütte |
Ein überwiegend befahrbarer Steig führt bergauf in Richtung Falkenhütte. Ab der Ladizalm (1.570 m) trifft der Steig auf einen Fahrweg, der extrem steil nach oben führt. Hier braucht es schon ziemlich viel Kraft, um durchgehend fahren zu können. Dafür winkt nach schweißstreibendem Aufstieg die Falkenhütte auf 1.848 Metern am Fuß der Lalidererwände. Auf der Falkenhütte wird neben gutem Essen in traumhafter Aussicht auch Werkzeug zur Bike-Reparatur angeboten.
Vom zweiten Höhepunkt der Tour geht es wieder bergab, auf schmalem, nur teilweise befahrbarem Steig. Wer nicht bis zum Lalider Niederleger abfahren will bleibt am Steig und quert den Talschluss möglichst hoch oben. Aber auch hier ist der Weg nur teilweise befahrbar, weil er sehr verblockt ist. Dafür sind es dann weniger Höhenmeter bis zum Hohljoch hinaus.
| Am Hohljoch |
| Vom westlichen Lamsenjoch zur Lamsenhütte |
| An der Lamsenhütte |
Vor dem westlichen Lamsenjoch ist die Strecke wieder abschnittsweise befahrbar, dann kommt die Lamsenjochhütte in den Blick. Vom westlichen Lamsenjoch hinüber zur Lamsenjochhütte ist die Strecke weniger eine Frage der Technik, sondern eine Frage des Kopfes und des Risikos. Tafeln weisen darauf hin, das Rad bitte zu schieben, und tatsächlich fällt der Hang vom Steig sehr steil sehr weit ab. Das muss also jeder selbst einschätzen. Ansonsten ist mit weiteren 30 Minuten schieben bis zur Lamsenjochhütte auf 1.980 Metern zu rechnen.
Wer es bis zur Lamsenjochhütte geschafft hat, muss nicht mehr bergauf fahren. Die Anstrengungen sind aber noch nicht vorbei. Der Karrenweg bergab ist nämlich nicht nur sehr steil, sondern auch grobschottrig. Nun merkt man in den Armen, dass man schon einige Stunden unterwegs ist. Durchwegs steil geht es abwärts bis zur Stallenalm und von dort weiter durch "die Stalln" entlang beeindruckender Geschiebeverfrachtungen des Baches flacher auf gutem Forstweg bis zur Bärenrast und schließlich über den Bauhof auf Asphalt, vorbei am Parkplatz Georgenberg nach Vomp. Unter der Autobahnbrücke durch, nach rechts und beim Kreisverkehr im Gewerbegebiet wieder nach links zum Bahnhof Schwaz.
Die Karwendelrunde ist nicht nur wegen der landschaflichen Reize ein Klassiker. Die Tourlänge macht einen Teil der Herausforderung aus. Ein anderer Teil der Herausforderung besteht darin, dass gleich mehrere Anstiege zu bewältigen sind, und die Anstiege am Schluss immer steiler werden. Insbesondere als Teil des Bike Trail Tirol erfreut sich die Karwendelrunde immer größerer Beliebtheit - hier wird man nie allein sein: ob Wanderer oder Mountainbiker, hier ist immer jemand unterwegs. Die Länge der Tour sorgt aber dafür, dass das nie stört. Also, wer sich noch nicht aufgerafft hat: trau dich, die Karwendelrunde wird dich in ihren Bann ziehen!
Infos:
Tiris Karte
Alpenpark Karwendel
ÖBB, Fahrplan
Larchetalm (unbedingt vorher informieren)
Karwendelhaus, 1.800 Meter DAV Sektion München, bewirtschaftet
Falkenhütte, 1.848 Meter DAV Sektion Oberland, bewirtschaftet
Almdorf Eng, 1.270 Meter, bewirtschaftet
Plumsjochhütte, 1.630 Meter, privat
Binsalm, bewirtschaftet
Lamsenjochhütte, 1.980 Meter, DAV Sektion Oberland
Lafatscherjoch
| Gebi am Lafatscherjoch |
2.200 Höhenmeter, 78,5 Kilometer, 7 Stunden
Schöne, konditionell fordernde Rundtour durch das Karwendel.
Als Rundtour kann man natürlich starten, wo man will. Von Innsbruck aus dem Inn entlang nach Westen über den Radweg bis Zirl. Die Bundesstraße den Zirler Berg hinauf zieht sich in die Länge, aber die Straße ist breit genug, dass immer noch ein bisschen Abstand zu den Autos bleibt. Die Steilheit darf man nicht unterschätzen.
Über Reith bei Seefeld und an Seefeld vorbei geht es auf 1.200 Meter Seehöhe und dann bergab bis Scharznitz (km 36). Wer sich diesen landschaftlich wenig reizvollen Teil sparen will, nimmt den Zug von Innsbruck nach Scharnitz.
Von Scharnitz (964m) in Richtung Karwendeltäler und auf gutem Forstweg leicht ansteigend durch das Hinterautal der Isar entlang bis zur Kastenalm (1220m). Hier beginnt der fordernde Teil der Tour: ein grober Schotterweg führt extrem steil in Richtung Hallerangerhaus. Die Steilstücke sind dabei sehr lang, es gibt nur wenige Verschnaufpausen bis zum Lafatscher Niederleger. Die Strecke ist aber bei entsprechender Kondition zur Gänze befahrbar.
Beim Hallerangerhaus (1768m) beginnt ein Steig zum Lafatscher Joch, der nicht befahrbar ist. Es ist auch recht schwierig, das Rad zu schieben. Es ist damit zu rechnen, dass das Rad 45 Minuten getragen werden muss, bis es kurz vor dem Joch wieder flacher und damit fahrbar wird. Am Lafatscherjoch (1919m) ist das Dach der Tour erreicht.
Der Steig bergab ins Halltal ist anfangs nur teilweise, nach wenigen Minuten aber zur Gänze befahrbar, entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt. Manche folgen auch der Abzweigung zum Stempeljoch hinauf, dabei ist allerdings damit zu rechnen, dass das Rad eine Stunde zu tragen ist. Am dem Issjöchl beginnt ein guter Forstweg an den Herrenhäusern vorbei, der kurz vor St. Magdalena zu einem Asphaltweg wird, der eine rasante Abfahrt ins Inntal garantiert.
In Thaur lohnt sich die Auffahrt zum Thaurer Kirchl und von dort über Waldwege zur Hungerburg für die Schlussabfahrt in die Innsbrucker Innenstadt.
Die Tour über das Lafatscherjoch ist gewissermaßen der kleine Bruder der großen Karwendelrunde. Auf dieser Strecke wird man jedoch viel einsamer sein als ein Tal weiter nördlich. Umso lohnenswerter ist es, die grandiose Kulisse des Karwendels hier zu genießen.
Infos:
Zug nach Scharnitz
Tiris-Karte
Alpenpark Karwendel
Kastenalm: bewirtschaftet von Mai bis September, Telefon 05213 5433
Hallerangerhaus: DAV Sektion Schwabern, bewirtschaftet von Juni bis ca. September.
Herrenhäuser: unbewirtschaftet, die schönen Häuser sind nach einem Lawinenschaden weiter dem Verfall preisgegeben.
St. Magdalena: bewirtschaftetes Ausflugsgasthaus
Abonnieren
Posts (Atom)






