Posts mit dem Label Mountainbike werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mountainbike werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Pfeishütte - Mountainbike

Pfeishütte - Mountainbike
102 km, 1.800 Höhenmeter

So macht Mountainbiken Spaß! Eine sportliche Herausforderung, kombiniert mit landschaftlicher Schönheit und einem wunderbaren Ausflugsziel. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!

Gebi Mair
Die Tour beginnt in Innsbruck (530 Meter Seehöhe) auf dem Radweg Richtung Westen ins Oberland. Vom Marktplatz aus auf der südlichen Innseite folgend führt der Radweg an Völs vorbei, entlang der Kranebitter Innauen bis kurz vor Zirl. Dort verlässt man den Radweg und quert den Inn Richtung Norden.

Nun kommt der unangenehme Teil der Tour: Entlang der Bundesstraße den Zirler Berg hinauf. Das Bergauffahren ist gestattet, aber nicht besonders prickelnd. Viel Verkehr, und die Sonne brennt auf die Asphaltstraße. Fünf lange Kilometer zieht sich die Straße recht steil hinauf bis nach Leithen, das zu Reith bei Seefeld gehört. Von der Bundesstraße abzweigen und hinauf durch den Ort Reith.

Gebi Mair, Raffael Ömer

Durch Reith hindurch und bevor der Weg wieder unter der Bahn durchführt und in die Bundesstraße mündet, nach rechts auf einen Waldweg Richtung Seefeld abbiegen. So spart man sich die Bundesstraße. Ganz kann man sie allerdings nicht vermeiden, und so geht es an der Talstation der Rosshütte vorbei weiter aufwärts, an Seefeld vorbei. Dann entweder schnell auf der Bundesstraße Richtung Gießenbach und Scharnitz, oder beim Playcastle wieder auf den Waldweg abbiegen. Der Hirnweg führt hier bis Gießenbach entlang der Bahnstrecke, stets leicht auf- und abwärts. Wer sich die ersten 30 Kilometer sparen will, kann von Innsbruck auch auf der Strecke der Mittenwaldbahn nach Scharnitz fahren. Mitnahme von Fahrrädern ist in dern ÖBB-Zügen des Regionalverkehrs mit Fahrrad-Ticket (Tageskarte 2,50 Euro) möglich.


Der Schlussanstieg
In Scharnitz angekommen startet die eigentliche Mountainbiketour, doch mit den ersten 30 Kilometern und 700 Höhenmetern in den Beinen ist man gut aufgewärmt. Hinter der Kirche in Richtung Karwendeltäler abbiegen, einige Hundert Meter bis zum Parkplatz. Dort gibt es ein großes Hinweisschild mit möglichen Zielen. Den Hinweisen Richtung Möslalm / Pfeishütte und Gleirschtal folgen.




Letzte Höhenmeter

Flach geht es entlang der Isar ins Karwendel hinein, seit 1928 ein Naturschutzgebiet. Der Kalkstein, der sich aus dem Wald nach oben zieht, ist immer wieder beeindruckend und begleitet uns auf der gesamten Tour. Ebenso beeindruckend sind die Blicke in die Gleirschklamm, wo das blaue Karwendelwasser sprudelt.

Die Hinweisschilder zur Möslalm und Pfeishütte zeigen bald nach rechts und führen 70 Höhenmeter abwärts zum Bach. Ein kurzer steiler Anstieg folgt, dann wird der Weg wieder flach.


Gleirschtal, talauswärts

Gemütlich geht es an der Amtssäge vorbei zur Möslalm auf 1.262 Metern, die trotz ihrer Lage im Karwendel eine Alm der Stadt Innsbruck ist. Der Weg wird nun etwas schottriger, bleibt aber weiterhin relativ flach.

In einer scharfen Rechtskehre wandelt sich der Charakter der Tour, und die Fahrt geht nun steiler bergauf. Ein kurzes Abwärtsstück lässt nichts Gutes für die Rückfahrt erahnen: einer der äußerst unbeliebten Gegenanstiege.

Pfeishütte

Im Talschluss angekommen zeigt sich die Schlüsselstelle der Tour: 300 Höhenmeter geht es auf 2 Kilmetern Karrenweg nach oben bis zur Pfeishütte des Alpenvereins auf 1.922 Metern Seehöhe. Viele lassen ihr Bike hier stehen, aber sie bereuen das bei der Abfahrt. Der Anstieg ist steil und grobschottrig und verlangt gute Kondition und auch ein bisschen Technik. Dann sind aber etwa zwei Drittel des Weges gut fahrbar. Wer sich völlig verausgaben will, kann sicher auch die gesamte Strecke fahren. Von Innsbruck bis zur Hütte, mit Auf- und Ab auf der Strecke, sind etwa 1.800 Höhenmeter zurückzulegen.

Auf der Pfeishütte lohnen sich Einkehr und Rast, bevor es wieder abwärts geht. Bergab ist der Schlussanstieg mit etwas Vorsicht gut fahrbar, die Aussicht durch das Gleirschtal ist grandios. Dann geht es flott hinaus durch das Tal, am gleichen Weg wie die Auffahrt.

Von Scharnitz zieht sich der Weg zurück nach Seefeld und geht durchaus ein Stück weit aufwärts. Dann aber folgt eine rasante Abfahrt. Ab Leithen besteht auf der Bundesstraße offiziell Fahrverbot für Fahrräder. Wer das Fahrverbot einige hundert Meter ignoriert, kann aber dann nach links auf den Schlossteig ausweichen. Der Schlossteig nach Zirl hinunter ist etwa zur Hälfte befahrbar und braucht noch einmal ein bisschen Kraft. An der Ruine Fragenstein vorbei geht es nach Zirl und ein kurzes Stück auf der Bundesstraße über den Inn bis zum Radweg oder alternativ auf der Nordseite des Inns, am Fuß der Martinswand auf der Landesstraße nach Kranebitten.

Mit insgesamt 102 Kilometern zieht sich die Tour durchaus, die Höhenmeter sind aber für trainierte Biker gut schaffbar, und landschaftliche Schönheit kann diese Tour im Übermaß bieten. Eine Empfehlung für schöne, nicht allzu heiße Tage!



Pfeishütte auf einer größeren Karte anzeigen

Kellerjochrunde - Mountainbike

Kellerjochrunde - Mountainbike
76 km, 2.100 Höhenmeter

Eine schöne Tagesunternehmung im Unterland. Am besten mit dem Zug nach Schwaz. Dafür braucht man ein Fahrrad-Tagesticket für 2,50 Euro, das es am ÖBB-Automaten gibt und in den S-Bahnen und im Regionalexpress REX gilt. Wer sich den Zug sparen will und mit dem Rad nach Schwaz fährt, verlängert die Tour von Innsbruck um 30 Kilometer.

Vom Bahnhof Schwaz auf 520 Metern Seehöhe in Richtung Süden über den Inn und entlang des Lahnbachs hinauf zum Schloss Freundsberg. Den Schildern zum Gasthof Schmadlegg folgen. Entweder gemütlich über die Asphaltstraße, oder etwas steiler (und offiziell verboten) über die Rodelbahn.

Oberhalb von Schmadlegg beginnt der Forstweg. Der sogenannte Bruderwaldweg führt in einigen Kehren mäßig steil hinauf und führt nach Grafenast. Von dort gibt es zum ersten Mal die großartige Aussicht ins Inntal zu genießen. Über den Hofer-Weg erst flach und dann ansteigend Richtung Loas auf 1.645 Metern Seehöhe. Wer Zeit hat, sollte sich hier jedenfalls ein Schnitzel gönnen, dafür ist das Gasthaus bekannt. Von Schwaz bis in die Loas sind etwa 1 Stunde 30 bis 1 Stunde 45 zu veranschlagen. Wer lieber auf Asphalt als auf Forstwegen fährt, kann in Schwaz auch nach Westen bis zum Paulinum fahren und dann über den Arzberg und Pillberg bis hier her.

Über den Loassattel, vorbei am Gamssteinhaus geht es Richtung Hochfügen, und der erste große Anstieg ist damit geschafft. Dem Forstweg talabwärts folgen. Dann bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder bis zur Asphaltstraße des Skigebiets Hochfügen, abwärts zur Schellenbergalm und von dort insgesamt etwa eine halbe Stunde zuerst über einen Forstweg und dann ein Stückchen über einen Steig schiebend zur Geolsalm. Oder möglichst hoch bleiben und auf dem Forstweg gleich Richtung Geolsalm, bis man zu einem schmalen Steig am Lawinenstrich kommt, der etwa zur Hälfte befahrbar ist. Hier verliert man weniger Höhe, dafür muss man mehr schieben.

Der Beschilderung Richtung Spielbergjoch-Bergstation folgen, es geht nun ein bisschen auf und ab, man quert die Onkeljochbahn, fährt aber immer auf schönen Forstwegen. Kurz vor der Bergstation (1.862 Meter Seehöhe) der Spieljochbahn ist das Dach der Tour erreicht.

Abfahren in Richtung Speicherteich und dann nach links zur Kaunzalm abbiegen. Nun wird es ein bisschen unübersichlich. Am besten der Beschilderung der Mountainbikeroute 414 folgen, und zwar aufwärts Richtung Lackenhütte. Also nicht zu weit durch das Öxltal nach Schlitters hinaus, sondern möglichst weit oben bleiben. Bei der Lackenhütte überschreitet man den Kamm ins Inntal, im Gemeindegebiet von Gallzein, und von dort geht es dann gut beschildert weiter

Gebi Mair auf der Pirchneraste
Der Beschilderung abwärts Richtung Proxenalm folgen. Das ist die zweite große Abzweigung, und die geht dann beinahe noch einmal eine halbe Stunde durchwegs steil aufwärts. Auch wenn es sich nur um etwa 200 Höhenmeter handelt, so merkt man doch, dass es bereits der vierte Anstieg auf dieser Tour ist. Am Sattel samt großartiger Aussicht ins Inntal angekommen dem Hinweisschild zur Pirchner Aste folgen, es geht nunmehr nur mehr bergab. Zuerst durch den Wald, und dann am Hochzintberg auf Asphalt. In Kehren geht es flott hinunter nach Schwaz, und man kommt wieder am Ausgangspunkt der Tour an. Über den Inn und entweder zum Bahnhof oder links abbiegen in Richtung Westen dem Inntalradweg nach Innsbruck folgen. Die Kellerjochrunde, beginnend am Schwazer Bahnhof, aber nach der Runde mit Heimfahrt nach Innsbruck per Rad hat etwa 76 Kilometer, 2.100 Höhenmeter, und man muss in etwa 6 Stunden einplanen. Der Inntalradweg nach Innsbruck ist gut beschildert und führt am Schwazer Krankenhaus und der Kaserne vorbei, nach Vomp, Terfens und über Weer, Wattens, Volders, Hall und das Olympische Dorf direkt zurück ins Zentrum. Von Schwaz nach Innsbruck etwas mehr als eine Stunde bei flotter Fahrt. Allerdings Vorsicht, der legendäre Gegenwind kann im Inntal tückisch sein.

Die Kellerjochrunde ist definitiv eine meiner Lieblingstouren. Konditionell fordernd, technisch einfach, und einfach schön zu fahren. Eine Empfehlung für alle, die in Tirol gerne Mountainbiken.


Kellerjochrunde auf einer größeren Karte anzeigen

Wattenberg - Mountainbike

Wattenberg - Mountainbike
1.300 Höhenmeter, 67 Kilometer
Fein allein

Auf den Wartenberg fahren nur wenige. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass am Dach der Tour keine Einkehr möglich ist. Trotzdem lohnt sich die Fahrt gleich mehrfach.

Die Tour startet in Innsbruck entlang des Inns und geht den Inn-Radweg nach Osten Richtung Unterinntal. Immer am Inn entlang, ab dem Innsteg im O-Dorf jedenfalls nordseitig Richtung Hall. In Hall wieder den Inn queren und südseitig bis Volders. In Volders kurz vor der Kirche Richtung Großvolderberg.

Der Beschilderung zuerst Richtung Großvolderberg, dann aber bald abzweigend Richtung Vögelsberg folgen. Die Unterführung führt unter der Skipiste durch, im Ried erfolgt die Abzweigung ins Wattental. Vorsicht! Die Abzweigung ist nicht beschildert, sie erfolgt dort, wo der Weg steil den Berg hinaufginge, dort flach ins Tal hinein bleiben. Bis hierher immer auf Asphalt, ab nun Forstweg zur Säge auf 1.000 Höhenmetern.

Der Asphaltstraße taleinwärts weitere 300 Höhenmeter folgen, bis kurz vor dem Eingang zum Lager Walchen des Bundesheeres. Bei der Ochsenbrandalm zuerst relativ steil, dann mäßig steil auf Forstwegen in Richtung der unbewirtschafteten Povers Alm auf knapp 1.900 Höhenmetern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, am Dach der Tour Richtung Infangl oder Wartenberg / Dörfl wieder abzufahren, zum Beispiel über die beschilderten Wege zur Jagdhütte. Vom Wattenberg erfolgt eine rasante Abfahrt wieder auf wenig befahrenen Asphaltstraßen. In Wattens trifft der Weg wieder auf den Radweg. Entweder auf der Bundesstraße bis Volders und dort auf den Radweg oder durch Wattens durch und bei der Tankstelle der Beschilderung Richtung Innsbruck folgen.

Es handelt sich um eine feine Tour mit durchaus schönen Ausblicken, wenig befahren und nicht besonders bekannt.


 
Wattenberg auf einer größeren Karte anzeigen

Rumer Alm - Rauschbrunnen - Mountainbike

Rumer Alm - Rauschbrunnen - Mountainbike
Eine kleine Innsbrucker Almenrunde
2,5 Stunden, 900 Höhenmeter

Eine feine Runde über Innsbrucker Almen, mit bester Aussicht auf die Stadt.

Die Tour startet in der Innenstadt, entlang des Inns bis zum Alpenzoo-Steg. Dort den Inn queren und Richtung Alpenzoo. Kurz davor ostwärts abbiegen auf den Schillerweg am Waldrand entlang. Dem Schillerweg leicht ansteigend folgen, nach Mühlau. Dort der Asphaltstraße in Richtung Rechenhof folgen. Am Rechenhof noch einige hundert Meter weiter ostwärts, dann folgt die Abzweigung des Forstwegs Richtung Rumer Alm auf etwa 950 Höhenmetern. Bis hierher etwa 45 Minuten.

Der Forstweg steigt mäßig steil an und geht in Kehren durch den Wald hinauf. Am abzweigenden Weg zur Enzianhütte vorbei bis zur Rumer Alm auf 1.243 Metern Seehöhe. Bis hierher aus dem Innsbrucker Zentrum etwa eineinviertel Stunden.

Von der Rumer Alm drei Kehren nach unten (nicht die oberste Abzweigung nehmen) und dann den Lacknersteig Richtung Arzler Alm. Der Weg führt ein Stück nach unten und trifft nach dem Wasserschloss auf den Weg von der Arzler Alm. Am oberen Lacknerweg Richtung Rastlosen (1.220 Meter Seehöhe) leicht ansteigend bleiben.

Vom Rastlboden abwärts zum Verbindungsweg Richtung Höttinger Bild. Die Fahrt geht rasant abwärts, kurz vor dem Höttinger Bild zweigt der Weg Richtung Rauschbrunnen ab. Zuerst mäßig steil aufwärts, dann ein Stück bergab, und ab dem Bach sehr steil noch einige Minuten zum Rauschbrunnen (1.060 Meter Seehöhe) hinauf. Von der Rumer Alm bis hierher eine knappe Stunde.

Vom Rauschbrunnen dann am gleichen Weg zurück, am Höttinger Bild vorbei, steil hinunter nach Hötting, und weiter abwärts zum Inn, direkt zur Innbrücke bei der Altstadt. Insgesamt eine sehr lohnende, nicht besonders anstrengende Tour, auf der es immer wieder auf und ab geht, und sich immer wieder schöne Ausblicke auf Innsbruck und die umgebenden Berge im Süden ergeben. Wer nicht einfach nur auf eine Alm hinauf und wieder hinunter will, ist mit dieser Runde gut bedient. Anschlüsse ergeben sich vom Rastlboden zur Höttinger Alm oder zur Seegrube.


Rumer Alm - Rauschbrunnen auf einer größeren Karte anzeigen

Thaurer Alm - Mountainbike

Die knackige Mountainbike-Tour von Innsbruck 
950 Höhenmeter, 2 Stunden

Die Thaurer Alm, auf 1.464 Metern hoch über Thaur gelegen ist ein lohnendes Mountainbike-Ziel. Von der Innsbrucker Innenstadt startet man entlang des Inns bis zum Alpenzoo-Steg, und zweigt kurz unterm Alpenzoo nach Osten auf den Schillerweg ab. Dieser steigt sanft bis Mühlau an. Oberhalb von Arzl wird der nun asphaltierte Weg steiler in Richtung Rechenhof. An der Abzweigung zur Arzler Alm dem Weg ostwärts folgen, oberhalb des Landeshauptschießstandes zum Rechenhof.

Dort immer am Waldrand bleiben und leicht auf und ab zuerst zum Garzanhof, weiter entlang des Waldrandes über die Rumer Mure. Vorsicht, nicht zu früh zum Berg hin abzweigen, auch wenn die Wanderschilder darauf hinweisen. Die Wege zur Thaurer Alm sind nur für WandererInnen sinnvoll, fürs Mountainbike rentiert sich wirklich erst der Neue Almweg, schon beinahe oberhalb von Thaur. Wenn man dem Weg vom Rechenhof über den Garzanhof folgt, kann man diese gut und groß beschilderte Abzweigung am Forstweg (ca. 950 Meter Seehöhe) gar nicht versäumen. Bis hierher von Innsbruck ca. 1 Stunde.

Nun beginnt der Forstweg in langen Schleifen, erst mäßig steil und auf guter Fahrbahn. Mit steigender Höhe nimmt auch die Sonneneinstrahlung zu. Durch einige Kehren hinauf, aus denen bald die Thaurer Alm von unten sichtbar ist. Das oberste Drittel des Weges wird immer steiler, und die Ausblicke immer besser. Oben wird es wirklich anstrengend, nach einer knappen Stunde erreicht man die Alm. Dass es auch deutlich schneller geht, beweist das jährliche Mountainbike-Rennen auf die Thaurer Alm, wo Zeiten rund um die 30 Minuten erreicht werden. Hier gibt's mehr Informationen dazu und auch gute Karten zur Strecke.


 
Thaurer Alm auf einer größeren Karte anzeigen

Seegrube - Mountainbike

Gebi auf der Seegrube
Dem Blick nach, nach oben


1.400 Höhenmeter, 2-2,5 Stunden - Mountainbike

Die Nordkette mit der Seegrube ist das Innsbrucker Postkartenmotiv. Die meisten Ansichten der Stadt beinhalten diesen Blick, und auch aus der Stadt selbst dominiert die Nordkette viele Aussichten. Ob bei Tag oder bei Nacht, die markante Station Seegrube, 1928 eröffnet und vom Architekten Franz Baumann geplant, ist fast überall zu sehen.
Seegrube Richtung Serles

Es lohnt sich also schon allein, um die gewohnte Ansicht zu verkehren, auf die Seegrube hinaufzutreten. Und die Fahrt hat noch viel mehr zu bieten.

Die Auffahrt beginnt technisch wenig anspruchsvoll in der Innsbrucker Innenstadt, zumeist auf die Hungerburg. Die meisten Mountainbiker nehmen die unattraktive asphaltierte Höhenstraße, die bei der Höttinger Gasse beginnt. In 25 Minuten erreicht man die Hungerburg. Manche machen aber auch einen kleinen Umweg und fahren entweder über den Planötzenhof zum Höttinger Bild oder über Mühlau gleich in Richtung Arzler Alm. Die Umwege dauern etwas länger und sind ein bisschen anstrengender.
Gebi zu Fuß am Weg

Auf der Hungerburg am besten den Weg direkt hinter der markanten Theresienkirche nehmen. Wer will, kann sich die Auffahrt auf die Hungerburg natürlich auch sparen und mit der Hungerburgbahn, um die es so viele politische Kontroversen gab, die erste Station auffahren. Oder auch mit der IVB auf die Hungerburg, Fahrradmitnahme kein Problem. An der Hungerburg trennen sich dann aber Spreu und Weizen.

In Innsbruck konnte sich in den letzten Jahren eine große aktive Downhillszene etablieren. Die schweren Downhillräder werden auf der Hungerburg in die Gondel gepackt und und sind hauptsächlich für die Abfahrt gedacht. Wenn sie sich den Singletrail hinunterstürzen, ist die Attraktion bei den Uphill-Mountainbikern und den WandererInnen jedenfalls garantiert. Ich bewundere die Downhiller und würde mich selbst niemals trauen, ich fahre lieber bergauf.
Von der Gruabn

Hinter der Theresienkirche beginnt, beim Brunnen, die gut beschilderte Auffahrt in Richtung Arzler Alm. Ein Hinweisschild weist auch viele verschiedene Laufmöglichkeiten aus. Den Forstweg entlang geht es gemütlich zur Arzler Alm hinauf auf 1.067 Meter. Dort gibt es den nächsten Brunnen, und an heißen Sommertagen ist man auf der Südseite des Karwendels froh über jeden einzelnen.

Der Weg führt weiter angenehm mittelsteil bergauf in Richtung Höttinger Alm, wobei verschiedene Forstwege allesamt zum Ziel führen. Solange man bergauf fährt, kann man sich hier eigentlich nur schwer verfahren.
Im Hintergrund die Serles von der Seegrube aus
Die Route zur Seegrube führt nicht ganz bis zur Höttinger Alm, sondern biegt kurz vorher in einer Kurve scharf rechts ab. Die Beschilderung zur Seegrube und zur Bodensteinalm ist kaum zu übersehen. Bis hier her von Innsbruck etwa 1 Stunde 20 Minuten für gute FahrerInnen.

Auch einige Fußwege von der Hungerburg führen hier herauf, vom steilen Steig direkt unter der Seilbahn begonnen bis zu den viel befahrenen und begangenen Forstwegen.

Nun, oberhalb der Höttinger Alm wird der Weg langsam steiler, und der Untergrund macht sich auch bemerkbar: Nach zehn Minuten Fahrt wird es in jeder Hinsicht grob. Die Steine am Boden werden immer grober und der Weg wird immer steiler. Hier waren noch alle Biker, die ich gesehen habe, hart am Schnaufen.

Auch Tagungen auf der Seegrube sind möglich.
Der Weg ist aber zur Gänze wunderbar befahrbahr, nur die Kondition macht sich hier bemerkbar und der Wunsch, immer öfter aus dem Sattel aufzustehen. Der Untergrund macht durch diese Rechnung aber einen Strich.

Blick auf Innsbruck von der Gruabn
Von der Hungerburg muss man eine knappe Dreiviertelstunde Anstrengung rechnen, wenn man gut fährt, dann hat man die Serpentinen des Wegs, immer direkt unter der Seilbahn endlich hinter sich. An heißen Tagen ist diese Fahrt nicht wirklich empfehlenswert. An der Seilbahnstation auf 1.905 Metern wartet eine spannende Mischung aus HalbschuhtouristInnen, von denen manche auch noch weiter aufs Hafelekar fahren, Downhillbikern, die aus der Seilbahn steigen und vornehmlich InnsbruckerInnen, die mit Mountainbike oder zu Fuß auf die "Gruabn" kommen. Im Restaurant kann man leidlich essen, aber ein Radler schmeckt dafür umso besser. Ich mag es inzwischen auch recht gern, sehr früh in Innsbruck loszufahren und auf der Seegrube zu frühstücken. Meine Arbeit als Politiker erlaubt mir ab und zu sogar das Privileg, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Zum Beispiel bei Seminaren auf  der Seegrube mit dem Mountainbike an- und abzufahren. Die Seminarräume sind gut ausgestattet, das Essen hier ist deutlich besser als im SB-Bereich, und der Ausblick über Innsbruck und hinein ins Stubaital zu Serles und Habicht ist fantastisch. Gegenüber grüßt der Patscherkofel, und das Inntal liegt zu Füßen.

Das war ja der Ausgangspunkt: Den gewohnten Blick umzudrehen und hinunter statt hinauf zu schauen. Schweißtreibend, aber lohnend! Und bei der Abfahrt kann ich mir dann nich helfen, wenn ich von der Hungerburg in Richtung Innsbruck sause: Das ist schon eine ganz besondere Qualität, die sich da bietet. Eine grandiose Natur zum Sporteln, direkt vor der Haustüre. Und so lockt der Blick aus Innsbruck hinauf dann auch immer wieder aufs Neue.

Infos:

Tiris-Karte
Nordkettenbahn
Alpenpark Karwendel
Innsbrucker Verkehrsbetriebe

Hinterhornalm - Mountainbike

Blick von der Hinternornalm
Gebi auf der Hinterhornalm

Von Innsbruck auf die Aussichtsplattform

1.150 Höhenmeter, 2 Stunden - Mountainbike

Von Innsbruck geht die Fahrt entlang des Inntalradweges Richtung Osten bis Hall. In Hall quert man die Bahnstrecke, und es geht durch die Altstadt hinauf in Richtung Absam. Das ist der mühsamste Teil derStrecke, weil auf der Straße einiges an Verkehr fährt. Wer von Innsbruck über die Dörferstraße nach Absam fährt, spart sich diese Auffahrt.

In Absam nach rechts abbiegen in Richtung Gnadenwald und weiter aufwärts bis zur Mautstraße zur Hinterhornalm. Diese beginnt in St. Martin, direkt beim Speckbacherhof und biegt dort links von der Straße ab.

Von nun an geht es immer bergauf auf einer asphaltierten Straße. Die 6 Kilometer sind alle Tausend Meter angeschrieben. Empfehlenswert ist diese Tour nur, wenn es nicht allzu heiß ist - die Sonne brennt gnadenlos gegen den Hang. Auf der Hinterhornalm auf 1.522 Metern wartet ein hervorragender Ausblick ins Stubaital und auf die Tuxer Alpen und natürlich auf Hall und Innsbruck hinunter. Kein Wunder, dass von hier auch Drachenflieger ins Tal starten.

Der Rückweg geht entweder auf der gleichen Straße zurück oder über die Walderalm und Ganalm auf einer Forststraße ins Tal. Der Weg zwischen Hinterhornalm und Walderalm ins Tal ist für geübte Biker gut befahrbar aber leider offiziell gesperrt.


Lore, Gebi und Hannes auf der Walderalm

Patscherkofel - Mountainbike

Gebi am Patscherkofel
   Patscherkofel - Mountainbike


   Innsbruck - Patsch - 
   Patscher Alm - Patscherkofel 2.250 m


   1.750 Höhenmeter, 3 Stunden Auffahrt

   Auf den Innsbrucker Hausberg


 Der Patscherkofel ist zu Recht einer der Innsbrucker Hausberge. Zu jeder Tages- und Nacht- und Jahreszeit trifft man hier SportlerInnen an, die auf die eine oder andere Weise den sanften Berg südlich von Innsbruck erklimmen.
Gebi am Patscherkofel
Blick ins Stubaital
Patscher Alm


 Der Patscherkofel verbindet angenehme Anstiege mit einer großen Höhendifferenz. Immerhin 1.750 Höhenmeter kann er im Aufstieg von Innsbruck anbieten, dabei immer auf gut präparierten und mäßig steilen Forstwegen.

Von Innsbruck beginnt die Auffahrt beim Bretterkeller, entweder der Bundesstraße folgend bis Igls oder durch den Wald am Lanser Kopf nach Vill und dann weiter nach Igls.

Von Igls weiter nach Patsch, am einfachsten am Spazierweg durch den Rosengarten mit einem wunderbaren Ausblick ins Stubaital. Der Rosengarten ist ein wunderbares kleines Naturschutzgebiet, in dem sich Beobachten lohnt.

In Patsch scharf in Richtung Patscherkofel abbiegen, am Heiligwasserweg startet der Forstweg beim Schlagbaum. Von Patsch geht es dem Forstweg entlang mäßig steil in großen Kehren nach oben. Die erste Einkehrmöglichkeit, aber gleichzeitig auch der erste Brunnen findet sich auf der Patscher Alm auf 1.700 Metern. Von Innsbruck bis zur Patscher Alm müssen bei zügiger Fahrtweise etwa 1.45 Stunden eingerechnet werden.

Von der Patscher Alm zuerst sanft ansteigend und dann wieder etwas steiler über die nicht bewirtschaftete Hochmahdalm auf 1.900 m. Gemütlich weiter zum bewirtschafteten Patscherkofel Schutzhaus an der Bergstation der Patscherkofelbahn.

Der Weg zum Gipfel zweigt nach rechts ab und wird etwas grobsteiniger. Nun kommt man ins Gebiet des Landschaftsschutzgebietes Patscherkofel-Zirmberg, und die Ausblicke ins Stubai und ins Wipptal werden immer besser.

Einige Kehren noch, und schon kommt die Sendeanlage am Gipfel in Sicht. 24 Kilometer sind von der Innsbrucker Innenstadt bis hierher zu überwinden und für die 1.750 Höhenmeter knapp drei Stunden einzuplanen.

Am Gipfel des Patscherkofel  auf 2.246 Metern lädt das Patscherkofel Gipfelhaus zum Verweilen ein.

Der Ausblick vom Patscherkofel auf Nordkette, Hohe Munde, Saile, Zuckerhütl, Habicht und Serles ist grandios. Der Weg herauf ist immer breit und gut präpariert, steile Stellen gibt es nicht. So nimmt es nicht Wunder, dass der Patscherkofel immer gut besucht ist. Der Forstweg eignet sich auch wunderbar für Nachtabfahrten.

Innsbruck vom Patscherkofel bei Nacht

 Tourverbindungen vom Patscherkofel ergeben sich zum Meissnerhaus über Boscheben oder zur Tulfeinalm.

 Infos:

Naturschutzgebiet Rosengarten
Patscher Alm, 1.700 m, bewirtschaftet
Patscherkofel Schutzhaus, bewirtschaftet
Patscherkofelbahnen
Tiris-Karte

Pfarrachalm-Halsl-Birgitzköpflhaus

Kathrin Heis, Gebi Mair und Christine Baur (v.l.) auf der Pfarrachalm
Stubaital - Mountainbike - Rundtour

Pfarrach Alm - Halsl - Birgitzköpflhaus

1.600 Höhenmeter, 4,5 Stunden


Weils eine Rundtour sein muss
Blick vom Birgitzköpflhaus ins Inntal
Eine Rundtour ist immer schöner, als rauf und runter. Auf der Suche nach Rundtouren rund um Innsbruck kommt deshalb das Halsl bald in den Blick vieler MountainbikerInnen.

Von Innsbruck startet die Tour den Hohlweg beim Bergisel steil hinauf zum Sonnenburgerhof und von dort entweder gerade durch den Wald über Natters nach Mutters oder entlang der Bundesstraße links abbiegend nach Mutters. Schöner ist Ersteres, schneller Zweiteres. Durch Mutters der Straße bis Kreith folgen. Wer Höhenmeter sparen will, kann bis hierher auch die Stubaitalbahn nehmen. Bis hierher eine Stunde.
Fahrverbot am Pfarrachsteig
Von Kreith beginnt der Schotterweg, der sich Richtung Kreither Alm auf 1.492 Meter 45 Minuten hinaufzieht. An der Kreither Alm den Schildern über einen kurzen Steig und dann gleich wieder auf dem Schotterweg Richtung Pfarrachalm folgen. Nach kurzer Fahrt gelangt man an eine Weggabelung, die dazu einlädt, den oberen Weg, den Pfarrachsteig zu nehmen. Dieser Weg wird jedoch leider von einem Fahrverbotsschild versperrt. Hintergrund ist ein langer Streit mit der Agrargemeinschaft. Für uns heißt das: den unteren Weg verwenden.
Blick von der Pfarrachalm ins Stubai
Der Weg führt also etwa 200 Höhenmeter wieder bergab und trifft dann auf den Forstweg, der von Telfes auf die Pfarrachalm führt. Auf 1.740 Metern liegt die Pfarrachalm, wunderschön einer Sonnenterasse gleich. Seit 2011 mit neuen Pächtern lohnt sie allein schon den Ausflug. Von Innsbruck bis hierher sind etwa 2,5 Stunden mit dem Bike zu veranschlagen.
Am Halsl, 1.962 m
Von der Pfarrachalm wieder einige Höhenmeter bergab zur Isse, wo ein Steig zum Halsl hinauf beginnt, der nicht befahrbar ist. Jetzt rächt sich das Vorhaben, unbedingt eine Rundtour machen zu wollen. Beinahe eine Stunde muss das Rad geschoben oder getragen werden. Zuerst zum Halsl auf 1.962 Meter, und dann noch weiter hinauf in Richtung Saile bis zum Dach der Tour. Wir befinden uns nun mitten im Ruhegebiet Kalkkögel, die Ausblicke sind entsprechend.

Dort beginnt dann der Downhill auf dem Steig zum Birgitzköpflhaus auf 2.098 Metern, der überwiegend befahrbahr ist. Von dort beginnt ein Fahrweg, der über Richtung Norden bis zur Birgitzer Alm auf 1.800 Meter hinabführt.
Gebi am Birgitzköpflhaus
Von der Birgitzer Alm gehts rasant bergab, auf glattem Fahrweg. Schneller und immer schneller, bis der Weg auf die Straße aus der Axamer Lizum trifft und weiter hinab nach Axams führt. Über Birgitz und Götzens führt die Rundtour zurück nach Innsbruck.

Zugegeben, die Tragestrecke aufs Halsl hinauf ist recht steil und anstrengend. Trotzdem lohnt sich die Tour als Rundfahrt, insbesondere auch wegen der rasanten Abfahrt auf der Inntalseite.
Regen überm Inntal
Infos:



Stubaitalbahn, Fahrplan
Kreither Alm, 1.492 Meter, bewirtschaftet
Pfarrachalm, 1.740 Meter, im Sommer bewirtschaftet
Birgitzköpflhaus, 2.098 Meter, Sommer und Winter bewirtschaftet, Naturfreunde
Birgitzer Alm, 1.800 Meter
Tiris-Karte

Höttinger Alm

Lore und Gebi auf der Höttinger Alm
Innsbruck - Mountainbike

950 Höhenmeter, 1,5 Stunden


Der Klassiker


Manche Touren muss man kaum noch beschreiben. Von Innsbruck auf die Höttinger Alm, diese Tour gehört wahrscheinlich dazu. Beliebt wie eh und je ist das die Standardtour der InnsbruckerInnen.

Beim Marktplatz über die Innbrücke und durch die Höttinger Gasse der asphaltierten Innsbrucker Höhenstraße folgen bis zur Hungerburg. An der Theresienkirche vorbei auf gutem Forstweg bis zur Höttinger Alm, 1.487 Meter, 1,5 Stunden. Das wäre wahrscheinlich die kürzestmögliche und ausreichende Beschreibung für die Tour.

Natürlich gibt es noch viele andere Varianten: Von Mühlau über die Arzler Alm und von dort zur Höttinger zum Beispiel. Oder von Innsbruck über den Planötzenhof und das Höttinger Bild zur Höttinger Alm. Oder natürlich mit der Hungerburgbahn auf die Hungeburg, um sich den ersten Anstieg zu sparen. Oder gleich mit der Bahn weiter zur Seegrube und von dort nur bergab zur Höttinger Alm. Kurzum: Wer von Innsbruck mit dem Mountainbike in Richtung Nordkette untwegs ist, wird früher oder später auf einen Weg stoßen, der zur Höttinger Alm beschildert ist. Folge ihm, sie sind alle befahrbar und führen auch alle tatsächlich zu ihr.

Blick von der Höttinger Alm auf Innsbruck
Info:

Tiris-Karte
Höttinger Alm, 1.487 Meter
Arzler Alm, 1.067 Meter
Planötzenhof
Hungerburgbahn

Kalkkögelrunde

Gebi am Seejöchl
Stubaital - Mountainbike - Rundtour

Starkenburger-Hütte - Seejöchl - Adolf-Pichler-Haus

2.200 Höhenmeter, 52 Kilometer, 5 Stunden

Grandiose Ausblicke rund ums Ruhegebiet

Die Tour startet in Innsbruck. Den Hohlweg hinauf, den Bergisel entlang zum Sonnenburgerhof. Nach dem ersten Steilstück geht es flach einige Kilmeter entlang der Bundesstraße bis zur Stefansbrücke, der größte Steinbogenbrücke Österreichs.
Blick zur Starkenburger Hütte

Vor der Stefansbrücke nach rechts abbiegen zum Weiler Unterberg. Auf der selben Bachseite, orographisch links de Ruetz bleiben und an der Säge vorbei, bis der Weg in einem Feld endet und zu einem Steig in Richtung Telfes - Gallhof wird.

Die ersten fünf Minuten den Steig hinauf muss man das Rad schieben, zumeist eine schweißtreibende Angelegenheit im dichten Unterholz. Danach wird die Tour aber zu einem Genuss. Leicht ansteigend auf gutem Forstweg bis zum Gallhof, dann auf Asphalt ein Stück abwärts, vorbei an einer Höhle, in der Gefäße aus der Latènezeit, etwa 300 vor Christus gefunden wurden.



Blick ins Hochstubai
Beim Wiesenhof zweigt ein Forstweg nach rechts ab, immer in Richtung des Kirchturms von Telfes (1007 m), vorbei an der Freiluftbühne Telfes. In Telfes noch die Schienen der Stubaitalbahn queren und nach links in Richtung Plöven einbiegen. Wer sich die erste Stunde Fahrt sparen will, kann bis hierher auch mit der Stubaitalbahn fahren. Viel schneller ist die Fahrt allerdings nicht als mit dem Bike.

Im Ortsteil Plöven geht die Fahrt am Gästehaus Schöne Aussicht vorbei ins Plövner Loch. Die Fahrt in Richtung Froneben (1350 m) ist extrem steil, aber immer fahrbar. Wer es lieber unspektakulär hat, kann von Plöven auch in Richtung der Talstation Schlick 2000 fahren und von dort auf dem flacheren Fahrweg nach Froneben.


Starkenburger Hütte von oben
Auch hinter Froneben bleibt der Weg steil und führt zur Galtalm auf 1.680 m. Von Telfes bis hier ca. 1 Stunde. Danach wird es flacher, und leicht ansteigend geht es an der aufgelassenen Knappenhütte vorbei zur Kaserstattalm.

Hinter der Kaserstatt wird der Forstweg angenehm und führt in weiten Kurven hinauf zur Starkenburger Hütte auf 2.237 Metern. Von Innsbruck bis hier her ist mit einer Fahrtzeit von etwa 3 Stunden zu rechnen. Die Starkenburger Hütte wird zu Recht gerne schönste Sonnenterasse des Stubaitals genannt. Der Ausblick auf die Hochstubai-Gipfel rund um Wilden Freiger und Zuckerhütl ist grandios, und weiter wandert der Blick auch schon ins Oberbergtal zur Franz-Senn-Hütte.

Blick zum Seejöchl

Die nächste Stunde besteht zur Hälfte aus Schieben und Fahren. Ein schmaler Steig führt hinauf, unter dem Hohen Burgstall vorbei und unter der Schlicker Scharte, zum Schlicker See und Seejöchl, dem Dach der Tour auf 2.518 Metern. Im Schlicker See ließ Kaiser Maximilian I. im 16. Jahrhundert Forellen einsetzen, und an schönen Tagen lohnt es sich, am See ein bisschen Zeit zu verbringen. Der Steig von der Hütte herauf ist immer gut schiebbar. Eine 10-Meter-Stelle muss das Rad über einen Felsen beim Klettern getragen werden. Ansonsten ist der Steig kein Problem, immer wieder fahrbar nur etwas schmal und auf einer Seite immer am Steilhang. Also weniger eine Frage der Technik als eine Frage des Kopfes, wie viel man hier fahren kann.
Schlicker See vom Seejöchl

Hier ist das Ruhegebiet Kalkkögel mit allen Sinnen erfahrbar. Hoch hinauf geht es zur Schlicker Seespitze, und entlang der mächtigen Riepenwand wird anlässlich einiger Felsstürze eindringlich klar, warum die Beschreibung der Kalkkögel als Nordtiroler Dolomiten zwar optisch richtig ist, aber wer einmal die beiden Felsen in der Hand hatte, der wird diesen Vergleich nie wieder ziehen.




Am Seejöchl
Unter Schutz gestellt wurde das Ruhegebiet Kalkkögel, um die Ausbreitung der Skigebiete auf beiden Seiten zu verhindern, weniger wegen Fauna und Flora sondern wegen des Landschaftsbildes des Kalks auf Gneis.

Vom Seejöchl geht es dann abwärts. Anfangs noch einige Schiebestellen, aber mit etwas Übung ist der Großteil des Steiges zur Adolf-Pichler-Hütte (1.977 m) hinab befahrbar.

Bei der Adolf-Pichler-Hütte beginnt eine steile Forststraße bergab zur Kemater Alm, 1.646 Meter. Der Forstweg wird immer flacher und garantiert eine rasante Abfahrt.

.
Der Steig zum Seejöchl, von oben gesehen
Der Weg führt hinaus nach Grinzens und in einer Rechtskurve über Axams und Birgitz nach Götzens. Von dort beginnt führt nach links die Landesstraße nach Innsbruck hinab und sorgt noch einmal für Geschwindigkeit. Vom Sieglanger kommend erreicht man nach insgesamt fünfstündiger Fahrt die Stadt

Die Kalkkögelrunde gehört zu den schönsten Rundtouren rund um Innsbruck. Kondition vorausgesetzt, aber sonst ohne besondere Schwierigkeiten, eine Tour die sich jedenfalls lohnt.
Vom Seejöchl zur Adolf-Pichler-Hütte




Infos:

Tiris-Karte
Gasthaus Stefansbrücke
Stubaitalbahn, Fahrradmitnahme problemlos, Fahrplan
Fronebenalm, 1.306 m, ganzjährig bewirtschaftet
Galtalm, 1.680 m, ganzjährig bewirtschaftet
Kaserstattalm, 1.890 m, im Sommer bewirtschaftet
Starkenburger Hütte, 2.237 m, bewirtschaftet Juni-Oktober, DAV Sektion Darmstadt
Adolf-Pichler-Hütte, 1.977 m, Akademischer Alpenklub Innsbruck, bewirtschaftet Juni-September
Kemater Alm, 1.646 m, bewirtschaftet Sommer und Winder