1.500 Höhenmeter
4 Stunden
Ski+Climb, in dem Fall Skitour und Klettersteig lassen sich in St. Anton am Arlberg kombinieren, am Arlberger Winterklettersteig auf die Rendlspitze. Die Kombination aus Aufstieg auf der Piste, Klettersteig und Abfahrt im freien Gelände hat einen besonderen Reiz.
Mit dem Zug nach St. Anton am Arlberg, die Direktzüge fahren knapp über eine Stunde. Vom Bahnhof zu Fuß zur bereits sichtbaren Talstation der Rendlbahn auf 1.309 Metern Seehöhe. Auf der Brücke die Straße überqueren und nach rechts entlang der Skipiste aufsteigen. Immer rechts halten, bis auf 2.030 Metern Seehöhe die Bergstation der Gondelbahn erreicht wird. Hier gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit. Weiter auf der Piste halten, an der Maasbahn vorbei und dann entlang der Riffelbahnen nach oben, zuerst Riffelbahn 1 und dann Riffelbahn 2, markiert als Skiroute. Unbedingt Harscheisen mitnehmen, der Anstieg zur Bergstation ist steil und häufig pickelhart. Wer sich die Skitour sparen will, kann natürlich auch ein Ticket kaufen und bis hierher auf 2.645 Metern Seehöhe mit dem Lift fahren.
Mit 1.300 Höhenmetern Anstieg in den Knien heißt es nun, Ski auf den Rücken. Ski und Stöcke am Rucksack gut verstauen, Klettersteigausrüstung anziehen. Gleich hinter der Bergstation beim Schild "1. Arlberger Winterklettersteig" ist der Einstieg in den Klettersteig, der sich immer dem Grat entlang nach oben in Richtung Rendlspitze zieht. Der Klettersteig ist gut angelegt, das Seil so hoch befestigt, dass es fast durchgehend aus dem Schnee herausschaut. Einige Passagen sind aber immer seilfrei zu gehen.
Die größte Herausforderung sind die Ski am Rucksack, vor allem an den Stellen, wo das Seil zu queren ist. Manchmal ist das Seil recht hoch angesetzt, aber an sich ist die Kletterei angenehm. In der Führerliteratur wird die Schwierigkeit sehr hoch angesetzt. In Kombination mit der Ausrüstung mag das gerechtfertigt sein, klettertechnisch ist der Anspruch nicht sehr hoch, vorausgesetzt man weiß mit den Skischuhen halbwegs zu steigen. Steigeisen, wie manchmal beschrieben, scheinen mir eher überflüssig.
Am höchsten Punkt auf der vorderen Rendlspitze, auf 2.830 Metern, kann man entweder dem Klettersteig weiter zur Rossfallscharte folgen, oder wie in dieser Variante beschrieben, nach links in Richtung Rifflscharte absteigen. Vorsicht auf die Wechten! Entlang des Grats bis zum tiefsten Punkt. Bei guten Schneeverhältnissen ist die Variante problemlos, ansonsten besser auf dem Klettersteig bleiben.
Von der Scharte nach links ins Tal abfahren, häufig angespurt. Der schönste Teil sind die ersten 400 Höhenmeter, dann kommt man ins aus dem Skigebiet oft durch Variantenfahrer angefahrene Gelände. Die Variante ist vergleichsweise lawinensicher, trotzdem aktuelle Verhältnisse beachten! Den Spuren im Tal folgen, eher links haltend. Kurz unterhalb der Waldgrenze ebenfalls nach links auf einen Forstweg, der zurück zur Piste führt und von dort zurück zur Rendlbahn und zum Bahnhof.
Insgesamt eine herausfordernde und interessante Tour, perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Innsbruck.
Gilfert-Überschreitung - Skitour
Ein Klassiker, ganz neu
1.000 Höhenmeter, 2,5 Stunden
Der Gilfert mit seinen 2.506 Metern ist ein Skitouren-Klassiker, keine Frage. Zumeist aber nur von einer Seite, was schade ist. Er eignet sich nämlich auch für eine ganz wunderbare Überschreitung. Mit dem Zug nach Jenbach, und von dort mit dem Gratis-Skibus nach Hochfügen. Fahrzeit von Jenbach in etwa eine Stunde. In Hochfügen hält der Skibus direkt am Pistenrand.
Die Skitour startet auf 1.500 Metern Seehöhe auf der Piste entlang der Lamark-Schlepplifte. Aufstieg in Richtung Lamark-Hochleger, einfach immer auf der Skipiste rechts halten. Die Pisten sind breit und mäßig steil. Nach einer knappen Stunde zweigt man auf 1.950 Metern nach rechts in das Kar Richtung Gilfert ab.
Zuerst mittig sanft in das Kar, und dann nach links etwas steiler in Richtung Grat aufsteigen. Auf dieser Route gibt es eigentlich nur wenig Lawinengefahr. Am Grat angekommen muss man je nach Schnee die Ski abschnallen und geht entlang des Grates in Richtung Gipfel hinauf. Vorsicht auf die Wächten, Respektabstand einhalten! Mit Ski am Rucksack ist die Passage nicht allzu schwierig, je nach Schneelage allenfalls etwas anstrengend. Nach insgesamt zwei bis zweieinhalb Stunden hat man den Gipfel mit dem markanten Kreuz erreicht.
Als Abfahrtsvariante bietet sich die Fahrt in Richtung Inntal an, etwa nach Weerberg. Die Hänge Richtung Nonsalm sind allesamt gut befahrbar. Unterhalb der Nonsalm den Weg in Richtung Hausstatt nehmen. Immer wieder muss man auf dem Forstweg kurze Passagen schieben, aber das lohnt sich, wenn man die Überschreitung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausnutzen will. An der Hausstatt trifft man auf die Piste des Hüttegliftes, und von dort kann man noch weiter abfahren in Richtung Weerberg. Meistens wird hier Schluss sein, und man nimmt den Bus zurück in Richtung Innsbruck. Bei besonders guter Schneelage und mit ein bisschen Geschick kann man durch den Wald aber auch noch weiter abfahren nach Weer. Zugegebenermaßen geht's dabei mehr ums Prinzip als um den Spaß daran. Aber wer das schafft, kann auf 2.000 Höhenmeter Abfahrt vom Gilfert bis ins Inntal verweisen und hat dort nur mehr einige Minuten Fußweg bis zur Bushaltestelle an der Bundesstraße.
1.000 Höhenmeter, 2,5 Stunden
Der Gilfert mit seinen 2.506 Metern ist ein Skitouren-Klassiker, keine Frage. Zumeist aber nur von einer Seite, was schade ist. Er eignet sich nämlich auch für eine ganz wunderbare Überschreitung. Mit dem Zug nach Jenbach, und von dort mit dem Gratis-Skibus nach Hochfügen. Fahrzeit von Jenbach in etwa eine Stunde. In Hochfügen hält der Skibus direkt am Pistenrand.
Die Skitour startet auf 1.500 Metern Seehöhe auf der Piste entlang der Lamark-Schlepplifte. Aufstieg in Richtung Lamark-Hochleger, einfach immer auf der Skipiste rechts halten. Die Pisten sind breit und mäßig steil. Nach einer knappen Stunde zweigt man auf 1.950 Metern nach rechts in das Kar Richtung Gilfert ab.
Zuerst mittig sanft in das Kar, und dann nach links etwas steiler in Richtung Grat aufsteigen. Auf dieser Route gibt es eigentlich nur wenig Lawinengefahr. Am Grat angekommen muss man je nach Schnee die Ski abschnallen und geht entlang des Grates in Richtung Gipfel hinauf. Vorsicht auf die Wächten, Respektabstand einhalten! Mit Ski am Rucksack ist die Passage nicht allzu schwierig, je nach Schneelage allenfalls etwas anstrengend. Nach insgesamt zwei bis zweieinhalb Stunden hat man den Gipfel mit dem markanten Kreuz erreicht.
Als Abfahrtsvariante bietet sich die Fahrt in Richtung Inntal an, etwa nach Weerberg. Die Hänge Richtung Nonsalm sind allesamt gut befahrbar. Unterhalb der Nonsalm den Weg in Richtung Hausstatt nehmen. Immer wieder muss man auf dem Forstweg kurze Passagen schieben, aber das lohnt sich, wenn man die Überschreitung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausnutzen will. An der Hausstatt trifft man auf die Piste des Hüttegliftes, und von dort kann man noch weiter abfahren in Richtung Weerberg. Meistens wird hier Schluss sein, und man nimmt den Bus zurück in Richtung Innsbruck. Bei besonders guter Schneelage und mit ein bisschen Geschick kann man durch den Wald aber auch noch weiter abfahren nach Weer. Zugegebenermaßen geht's dabei mehr ums Prinzip als um den Spaß daran. Aber wer das schafft, kann auf 2.000 Höhenmeter Abfahrt vom Gilfert bis ins Inntal verweisen und hat dort nur mehr einige Minuten Fußweg bis zur Bushaltestelle an der Bundesstraße.
Larchetkarspitze - Skitour
| Gebi, Daniel und Thomas auf der Larchetkarspitze |
1.600 Höhenmeter, 4 Stunden
Skitouren im Karwendel sind nicht besonders reich gesät, vor allem wenn man nicht stundenlange Talhatscher in Kauf nehmen will. Ganz ohne Hatscher kommt auch diese Tour nicht aus, dafür wird man aber reichlich belohnt.
Mit dem Zug nach Scharnitz (964 Meter Seehöhe), und vom Bahnhof einige Schritte zurück zur Kirche, wo die Abzweigung in die Karwendeltäler geht. Hier beginnt meistens schon die Schneefahrbahn und man kann aufgellen. Vorbei an den Parkplätzen, wo man sich darüber freuen kann, 6 Euro Parkplatzgebühr gespart zu haben. Den Hinweisschildern Richtung "Wiesenhof" und "Pleisenhütte" folgen.
Von Scharnitz bis zur Pleisenhütte muss man gut zwei Stunden rechnen. Zuerst den flachen Fahrweg taleinwärts, beim Wiesenhof abbiegen auf den Forstweg, der aber nicht viel steiler ist. Der Forstweg ist ein Stück weit ausgefräst, irgendwann wird er zu einer gut angetretenen Spur. In Richtung Pleisenhütte sind SpaziergängerInnen und RodlerInnen unterwegs, in Richtung Pleisen auch viele SkitourengeherInnen. Der Weg wird etwas steiler und führt durch den Wald nach oben, wobei man mit den Skien einige Abkürzungen nehmen kann.
Die Pleisenhütte liegt auf 1.757 Metern Seehöhe und ist im Winter an den Wochenenden bewirtschaftet und gut besucht. Einige Minuten der ausgetretenen Spur in Richtung Pleiten folgen und dann rechts abbiegen und um den Bergfuß herum ins Mitterkar. Plötzlich ist man ganz allein.
Einige Höhenmeter Abstieg muss man in den Karboden in Kauf nehmen, dann geht es allerdings sanft geneigt durch das Kar hinauf. Wunderschöne Skihänge tun sich links und rechts auf, und man hält geradewegs auf den mittleren markanten Turm zu, die Larchetkarspitze.
Am Karrende wird der Aufstieg steiler, und der 40 Grad steile Hang verlangt die eine oder andere Spitzkehre. In der Scharte rechts der Larchetkartspitze legt man das Skidepot an, und wer luftige Winterkletterei gern mag, kann noch weiter auf den Gipfel, der im Sommer wegen seiner Brüchigkeit nur schwer zugänglich ist. Einige Seile versichern den Aufstieg (am besten: Klettersteigset und/oder Eispickel mitnehmen), die sind aber manchmal unter dem Schnee verborgen. Die Turmkletterei ist einigermaßen luftig (III-) und nur bei entsprechender Trittsicherheit zu empfehlen. Man verliert aber auch nicht viel, wenn man schon am Skidepot Halt macht und sich die letzten 50 Höhenmeter auf die 2.541 hohe Spitze spart. Im Aufstieg sind etwa 4 Stunden zu kalkulieren. Der Ausblick im Karwendel ist fantastisch, man fühlt sich beinahe wie in den Dolomiten und wagt einen Blick in die weiteren, unbefahrenen Kare.
| Von der Larchetkarspitze |
Die Tour ist bei guten Verhältnissen nur mäßig lawinengefährdet und äußerst lohnenswert, vor allem wenn man sie mit dem abgefahrenen Gipfelhang am Pleisen vergleicht. 750 Höhenmeter schöne Skihänge und gleich viel Waldabfahrt lohnen den Aufstieg.
Blaser - Skitour
| Gebi am Blaser, im Hintergrund die Serles |
1.300 Höhenmeter, 3 Stunden
Zugegenen, der Witz ist ein bisschen mau. Aber die Erklärung für die Wortherkunft des Gipfelnamens "Blaser" (2.241 Meter) ist wirklich so banal, wie man es sich nur vorstellen kann. Doch dazu später.
In 17 Minuten erreicht man von Innsbruck aus Matrei am Brenner mit dem Zug, der Takt ist halbstündig. Ein kurzer Fußmarsch durch Matrei in Richtung Mützens/Maria Waldrast ist nötig, bis man auf den Feldern unter der Autobahnbrücke bald die Ski auffellen kann. Der erste Teil der Tour folgt dem Aufstiegsweg für die Rodelbahn in Richtung Maria Waldrast.
Von Matrei (990 Meter Seehöhe) geht es relativ lang und flach den Forstweg hinauf, eine gute Stunde ist dafür einzurechnen. Wo der Forstweg eine scharfe Kurve in Richtung Waldrast macht, gut beschildert mit "Blaserhütte", zweigt man vom Forstweg ab ins Lange Tal.
Zuerst sanft über Lichtungen und ein kleines Wäldchen, steigt der Talschluss schließlich steil und immer steiler auf. Hier ist richtige Spuranlage notwendig, wobei die gesamte Tour ansonsten relativ wenig lawinengefährdet ist. Hier gibt es jedoch einige Lawinenstriche, die allerdings fast durchwegs umgehbar sind.
Je weiter man im Talschluss aufsteigt, umso eher bekommt man eine Idee, warum der Blaser Blaser heißt. Der Schnee ist meistens recht hart gepresst, was es ratsam machen kann. auf die Tour Harscheisen mitzunehmen. Man hält sich im Aufstieg leicht links, um dann auf die Gipfelkuppe aufzusteigen.
Die Route führt an der im Winter unbewirtschafteten Blaserhütte vorbei bis auf den runden und stets abgeblasenen Gipfel, der einen wunderbaren Rundblick auf die Serles, hinunter auf die Waldrast, die Nordkette und ins Wipptal bietet.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur, wobei sich im oberen Teil einige schöne Schwünge ergeben, im unteren Teil ist die Abfahrt über den Forstweg rasant. Für den Aufstieg muss man insgesamt etwa drei Stunden rechnen. Eine Abfahrtsvariante ist auch südseitig nach Trins möglich. Alpine Gefahren beachten!
Weiße Wand - Skitour
Ein Waldgenuss
850 Höhenmeter, 2 Stunden
Die Skitour auf die Weiße Wand bietet sich ganz wunderbar mit Öffis aus Innsbruck an. Alle halben Stunden fährt ein Zug in nicht mehr als 17 Minuten nach Matrei am Brenner auf 990 Höhenmetern. Vom Bahnhof zu Fuß zehn Minuten in Richtung Mützens/Maria Waldrast, wo man meistens bald auf den Feldern die Ski anschnallen kann. Unter der Autobahn durch, und dann über eine der Brücken auf die orografisch rechte Bachseite.
Der Aufstieg geht anfangs recht steil durch den Wald hinauf und wird, nachdem man bei einigen Wildfütterungsstellen vorbeigekommen ist, bald flacher. Der Wald lichtet sich auf, und man versteht, warum die Gegend "Mähder" heißt. Über Lichtungen hinauf zu einer Kuppe auf 1.300 Höhenmetern. Einige Meter über ein Feld abwärts und dann durch dichten Wald immer weiter den breiten Rücken hinauf.
Ab hier sieht man meistens Aufstiegs- und Abfahrtsspuren. Man folgt dem Rücken weiter, die gute Beschilderung führt Richtung Weiße Wand und Blaser.
Kurz vor dem Gipfel kommt man auf den Kamm der Weißen Wand, und schon hat man auf 1.830 Metern Seehöhe das Ziel erreicht, komplett mit kleinem Gipfelkreuz und Bank und Tisch zum rasten. Man genießt die Aussicht zum Blaser, auf die Serles, hinunter auf Maria Waldrast und ins Wipptal.
Bei der Abfahrt zeigt sich der Charakter der Tour als wahrer Waldgenuss: Die Tour ist bei fast allen Lawinenverhältnissen machbar, weil sie praktisch dauernd durch geschlossenen Wald führt. Einzige Voraussetzung ist, dass es ausreichend viel Schnee gibt.
Die Abfahrtsspur durch den Wald ist durchwegs eng, es gibt recht wenige freie Schwünge. Aber das Gelände ist nie sehr steil, so ist die Fahrt auch im Wald gut zu bewältigen.
Bei der Abfahrt empfehle ich, sich auf den Mähdern rechts (südlich) zu halten und nach Matrei-Statz oder noch besser Matrei-Obfelds abzufahren. Überhaupt kann man die Tour auch auf dieser Aufstiegsroute begehen. Auf den Feldern rund um Obfelds steht man plötzlich oberhalb der Autobahn, aber keine Sorge: Es gibt einen FußgängerInnentunnel, der einen beinahe direkt zur Bundesstraße und 200 Meter entfernt vom Bahnhof wieder ausspuckt. Die tollen Taktverbindungen der S-Bahn Wipptal führen dazu, dass man kaum warten muss, um wieder nach Innsbruck zurückzukommen.
Die Tour bietet keine Einkehrmöglichkeit. Achtung auf alpine Gefahren!
850 Höhenmeter, 2 Stunden
Die Skitour auf die Weiße Wand bietet sich ganz wunderbar mit Öffis aus Innsbruck an. Alle halben Stunden fährt ein Zug in nicht mehr als 17 Minuten nach Matrei am Brenner auf 990 Höhenmetern. Vom Bahnhof zu Fuß zehn Minuten in Richtung Mützens/Maria Waldrast, wo man meistens bald auf den Feldern die Ski anschnallen kann. Unter der Autobahn durch, und dann über eine der Brücken auf die orografisch rechte Bachseite.
Der Aufstieg geht anfangs recht steil durch den Wald hinauf und wird, nachdem man bei einigen Wildfütterungsstellen vorbeigekommen ist, bald flacher. Der Wald lichtet sich auf, und man versteht, warum die Gegend "Mähder" heißt. Über Lichtungen hinauf zu einer Kuppe auf 1.300 Höhenmetern. Einige Meter über ein Feld abwärts und dann durch dichten Wald immer weiter den breiten Rücken hinauf.
| Über Waldlichtungen durch die Mähder |
Kurz vor dem Gipfel kommt man auf den Kamm der Weißen Wand, und schon hat man auf 1.830 Metern Seehöhe das Ziel erreicht, komplett mit kleinem Gipfelkreuz und Bank und Tisch zum rasten. Man genießt die Aussicht zum Blaser, auf die Serles, hinunter auf Maria Waldrast und ins Wipptal.
Bei der Abfahrt zeigt sich der Charakter der Tour als wahrer Waldgenuss: Die Tour ist bei fast allen Lawinenverhältnissen machbar, weil sie praktisch dauernd durch geschlossenen Wald führt. Einzige Voraussetzung ist, dass es ausreichend viel Schnee gibt.
Die Abfahrtsspur durch den Wald ist durchwegs eng, es gibt recht wenige freie Schwünge. Aber das Gelände ist nie sehr steil, so ist die Fahrt auch im Wald gut zu bewältigen.
Bei der Abfahrt empfehle ich, sich auf den Mähdern rechts (südlich) zu halten und nach Matrei-Statz oder noch besser Matrei-Obfelds abzufahren. Überhaupt kann man die Tour auch auf dieser Aufstiegsroute begehen. Auf den Feldern rund um Obfelds steht man plötzlich oberhalb der Autobahn, aber keine Sorge: Es gibt einen FußgängerInnentunnel, der einen beinahe direkt zur Bundesstraße und 200 Meter entfernt vom Bahnhof wieder ausspuckt. Die tollen Taktverbindungen der S-Bahn Wipptal führen dazu, dass man kaum warten muss, um wieder nach Innsbruck zurückzukommen.
Die Tour bietet keine Einkehrmöglichkeit. Achtung auf alpine Gefahren!
St. Johanner Bergbahnen - Skitour
| Talstation St. Johann |
1.100 Höhenmeter, 1,5 Stunden
In der Landeshauptstadt kaum bekannt, in St. Johann selbst ein Klassiker: Der Aufstieg auf den Harschbichl, der dem Kitzbüheler Horn vorgelagert ist. Mit dem Zug ist St. Johann von Innsbruck aus gut zu erreichen. Vom Bahnhof sind es etwa 10 Minuten zu Fuß zur Talstation der Bergbahnen St. Johann, bei der Harschbichlbahn.
Der Aufstieg ist mit Schildern für TourengeherInnen markiert, verlaufen ist also schwierig. Über sanft gewelltes Gelände geht es zuerst zur Mittelstation der Harschbichl-Bahn, und von dort weiter Richtung Bergstation, leicht links haltend. An der Bergstation gibt es auch eine Einkehr auf 1.700 Metern Seehöhe.
Die Abfahrt gestaltet sich über breite, gut präparierte Pisten und dank des zu Recht bestehenden Rufs von St. Johann als Schneeloch wunderbar. Insgesamt handelt es sich um eine schöne, mittlere Pistentour. Kein Wunder, dass so viele Einheimische so oft hier hinauflaufen.
In St. Johann gibt es längere Diskussionen um TourengeherInnen auf der Piste, die Regeln dafür ändern sich manchmal. Es lohnt sich also, sich auf der Homepage der Bergbahnen zu informieren, wie die aktuellen Bedingungen für Touren am Tag und am Abend aussehen.
Hahnenkamm - Skitour
Abfahrtsgefühle im Aufstieg
900 Höhenmeter, 1,5 Stunden
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Skitouren aus Innsbruck unterwegs ist, wird in der näheren Umgebung bald viele Touren kennen. Aber es gibt durchaus auch Tourenmöglichkeiten mit Öffis, die ein Stück von Innsbruck weg sind, aber trotzdem gut erreichbar. Der Hahnenkamm in Kitzbühel gehört dazu.
Die ÖBB-Haltstelle Kitzbühel Hahnenkamm befindet sich nur wenige Meter von der Skipiste entfernt auf 750 Metern Seehöhe. Wer mit der Bahn kommt wird sich freuen, dass er die überteuerten Parkplatz-Preise nicht zu entrichten hat. Die Übungswiese queren, über eine kleine Brücke, und schon steht man im Zielgelände der Streif, auf der das Hahnenkammrennen stattfindet.
Der Aufstieg beginnt relativ flach, und wird dann unterhalb der markanten Kitzbüheler Gams, nach links schwenkend, steil. Für den gesamten Aufstieg lohnt es sich, Harscheisen mitzunehmen. Die Piste macht dann einen Rechtsknick und wird wieder flacher. Die Steigungen wechseln zwischen flach und sehr steil mit bis zu 50 Grad. Zur Orientierung gilt relativ einfach, sich einfach immer links zu halten.
Für manche Steilstücke gibt es flachere Umgehungsmöglichkeiten, die ergeben sich vor Ort aber logisch. Das eigentliche Ziel ist die Ehrenbachhöhe, auf der die Hahnenkamm-Gondelbahn endet, auf knapp 1.700 Metern Seehöhe. Wer also Lust hat, mit günstiger öffentlicher Anreise auf der legendären Rennstrecke nach oben zu steigen und sich einmal anzuschauen, wo sich einige Wahnsinnige in enormen Geschwindigkeiten nach unten stürzen, der wird mit dieser Tour seine/ihre Freude haben.
900 Höhenmeter, 1,5 Stunden
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Skitouren aus Innsbruck unterwegs ist, wird in der näheren Umgebung bald viele Touren kennen. Aber es gibt durchaus auch Tourenmöglichkeiten mit Öffis, die ein Stück von Innsbruck weg sind, aber trotzdem gut erreichbar. Der Hahnenkamm in Kitzbühel gehört dazu.
Die ÖBB-Haltstelle Kitzbühel Hahnenkamm befindet sich nur wenige Meter von der Skipiste entfernt auf 750 Metern Seehöhe. Wer mit der Bahn kommt wird sich freuen, dass er die überteuerten Parkplatz-Preise nicht zu entrichten hat. Die Übungswiese queren, über eine kleine Brücke, und schon steht man im Zielgelände der Streif, auf der das Hahnenkammrennen stattfindet.
Der Aufstieg beginnt relativ flach, und wird dann unterhalb der markanten Kitzbüheler Gams, nach links schwenkend, steil. Für den gesamten Aufstieg lohnt es sich, Harscheisen mitzunehmen. Die Piste macht dann einen Rechtsknick und wird wieder flacher. Die Steigungen wechseln zwischen flach und sehr steil mit bis zu 50 Grad. Zur Orientierung gilt relativ einfach, sich einfach immer links zu halten.
Für manche Steilstücke gibt es flachere Umgehungsmöglichkeiten, die ergeben sich vor Ort aber logisch. Das eigentliche Ziel ist die Ehrenbachhöhe, auf der die Hahnenkamm-Gondelbahn endet, auf knapp 1.700 Metern Seehöhe. Wer also Lust hat, mit günstiger öffentlicher Anreise auf der legendären Rennstrecke nach oben zu steigen und sich einmal anzuschauen, wo sich einige Wahnsinnige in enormen Geschwindigkeiten nach unten stürzen, der wird mit dieser Tour seine/ihre Freude haben.
Patscherkofel - Skitour
Die Innsbrucker Parade-Rennstrecke
Bei Tag und bei Nacht
1.400 Höhenmeter, 2,5 Stunden (Piste), 3-3,5 Stunden (Forstweg)
Auf den Patscherkofel kann man praktisch immer. Kein Wunder, dass man dort nie allein ist, weder tagsüber noch bei Nacht. Und der Kofel bietet mehr Abwechslung als allgemein angenommen.
Variante 1: Über die Piste
Das ist der häufigste und schnellste Aufstiegsweg. Mit dem IVB-Bus der Linie J entweder zur Patscherkofelbahn-Talstation auf 870 Metern Seehöhe oder zur Talstation des Olympiaexpress auf 1.000 Metern Seehöhe. Mit Skiausrüstung ist der Bus gratis. Wo man den Tourstart anlegt, ist eigentlich egal. Von der Patscherkofelbahn-Talstation zum Olympiaexpress auf der Heiligwasserwiese geht es nämlich nur ziemlich lang und ziemlich flach aufwärts, nur wenig lohnend für TourengeherInnen, aber auch nicht unangenehm. Man folgt einfach dem Pistenverlauf bis zur Heiligwasserwiese, wo man die Straße quert.
Der Aufstieg erfolgt rechts haltend entlang des Pistenrandes über die sogenannte Olympiaabfahrt. Später teilt sich die Strecke in die steilere Olympiaabfahrt und die flachere Familienabfahrt. Aufstiegsspurt je nach gewünschter Steilheit wählen, alle beiden Pisten führen nämlich nach oben. Spätestens hier bemerkt man, dass es sich zumeist am Kofel lohnt, Harscheisen mitzunehmen. Die Pisten selbst sind nämlich häufig pickelhart vom Kunstschnee und durchaus ansprechend steil, aber mit Harscheisen ohne Kehren begehbar.
Bis zur Bergstation der Gondelbahn beim Patscherkofel-Schutzhaus auf 1.950 Metern erklärt sich der Weg praktisch von selbst. Bis hierher sind die Pisten auch beim Nachskilauf (derzeit donnerstags, Informationen bei der Patscherkofelbahn) geöffnet. Vom Schutzhaus rechtshaltend aufsteigen bis zur Bergstation der Panoramabahn, und anschließend ins freie Gelände aufsteigen. Seit der Schließung des Gipfelliftes handelt es sich um echtes Freigelände mit entsprechenden alpinen Gefahren.
Je nach Windverwehungen kann man entweder in direkter Linie sehr steil etwa 30 Minuten zum Gipfel auf 2.250 Metern aufsteigen oder rechtshaltend durch das lichte Wäldchen flacher um den Gipfelaufbau herum. Das Ziel ist aber jedenfalls die Sendestation am Gipfel. Die Gipfelstube ist derzeit im Winter leider nicht geöffnet, das kann sich aber ändern. Nähere Informationen hier. Der Patscherkofel ist ein wunderbarer Aussichtsberg, häufig jedoch sehr windig. Abfahrt vom Gipfel ins Skigebiet je nach Schneeverwehungen wieder direkt oder flacher.
EINFÜGEN KARTE 1
EINFÜGEN VIDEO 1
Variante 2: Auf Forstwegen
Manchen ist die Piste zu steil. Wichtiger ist die Forstweg-Variante aber nachts. An sechs Tagen pro Woche hält Peter Schröcksnadel sein Skigebiet auch für TourengeherInnen geschlossen, worauf Warnblinklichter hinweisen. An diesen Tagen lohnt es sich aber trotzdem, auf den Kofel zu gehen, mit ein bisschen Umweg, dafür sanfter.
Auf der Heiligwasserwiese nicht entlang der Piste aufsteigen, sondern rechtshaltend auf dem Rodelweg nach Heiligwasser, 1.230 Meter. Kurz vor dem Gasthaus in einer scharfen Kehre nach links, dem Forstweg Richtung Patscherkofel folgen. Der Weg zieht sich in mehreren Kehren flach nach oben, mehrfach unterquert man dabei den Olympiaexpress. Auf etwa 1.450 Metern Seehöhe, direkt unter der Trasse der Gondelbahn verzweigt sich der Forstweg, und man nimmt den Weg nach rechts Richtung Patscher Alm, der ist allerdings nicht beschildert.
Nun zieht der Forstweg immer weiter Richtung Patscheralm, die Pisten querend. Von der Patscher Alm auf 1.700 Metern, bekannt vor allem Mountainbikern vom Sommer, geht der Forstweg weiter Richtung Wipptal, zuerst sehr flach, und dann kurz vor der Hochmahdalm steiler und in Kehren nach oben. Oberhalb der Hochmahdalm führt der Forstweg leicht abwärts wieder nach links bzw. Richtung Norden, und man kommt beim Patscherkofel Schutzhaus an.
Auf den Forstwegen ist es deutlich einsamer als auf der Piste, und der Weg ist deutlich flacher. In der Folge muss man mit längerer Aufstiegszeit rechnen. Zumindest eine Stunde länger als am direkten Weg über die Piste ist einzuplanen. Dafür ist der Aufstieg wesentlich romantischer, und vor allem an jedem Abend möglich.
EINFÜGEN KARTE 2
EINFÜGEN VIDEO 2
Daunjoch - Skitour
So nah und doch so fern
1.300 Höhenmeter, 3 Stunden
Das Daunjoch ist definitiv eine meiner Lieblingstouren, und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen die Anreise mit dem Bus bis zum Tourstart an der Mutterbergalm, der Talstation des Stubaier Gletschers mit den fantastisch häufigen Verbindungen. Zum anderen die relative Lawinenarmut, und dann noch die großartigen Hänge, auf denen man fast immer allein ist. Panorama und Höhenmeter kommen noch als Draufgabe dazu.
Die Tour startet an der Mutterbergalm (1.750 Meter), zu der man mit dem ST-Bus gelangt. Bei den IVB-Bussen nach dem Skifahrerticket fragen (gibts nicht am Automaten) oder den Gratis-Skibus des Tourismusverbandes verwenden. Zuerst folgt man der Skiroute durch die Wilde Grube bis kurz vor dem Talschluss.
Dort quert man den Glamergrubenbach auf die orographisch linke Seite, also aufstiegsseitig rechts. Hier folgt die einzige lawinenmäßig heikle Stelle. Bei geringer Lawinengefahr kann man fast bis zum Fels aufsteigen und dann nach rechts über die Steilstufe zur Glamergrube, bei höherer Lawinengefahr ist es sinnvoller, bereits früher in die Steilstufe einzuqueren. Das ist dann allerdings deutlich anstrengender.
Oberhalb der Steilstufe folgt man der Glamergrube flach, bis der Talschluss sichtbar wird. Schräglinks erhebt sich jetzt auch der Hintere Daunkogel. Vor dem Talschluss linkshaltend hinauf. Hier beginnt die Tour konditionell interessant zu werden. Man kann sich kaum noch vorstellen, wie nah man am Gletscherskigebiet ist, so einsam ist es hier.
So weit links haltend, wie es der Schnee an den Hängen zulässt und über die Stufe aufsteigen auf den Gletscher, der überwiegend spaltenfrei ist. Immer weiter am linken Hang bleibend zuerst flach, dann über die nächste Stufe und schließlich bis unters Daunjoch. Hier wird es steil und oftmals harschig, den Jochwind im Gesicht. Wer Harscheisen mithat, wird sie hier sicher gerne verwenden, meistens geht es aber auch ohne. Das Daunjoch ist der rechte Einschnitt auf etwa 3.050 Metern Seehöhe. Bis hierher etwa drei Stunden.
Viele beenden hier die Tour, weil man die schönen Tourenhänge bereits hinter sich hat. Man kann jedoch schräg rechtshaltend weitergehen bis zur Daunscharte, zur Hälfte um den Daunkogel herum. Dort Skidepot und Aufstieg ohne Ski bis zum Gipfel des Daunkogel. Häufig wird die Tour auf den Daunkogel aus dem Skigebiet, von der Station Gamsgarten empfohlen; die Abfahrt durch die Glamergrube ist aber zum Glück wenig bekannt, und eigentlich ist der Aufstieg dann auch nur halbehrlich.
Unterhalb des Daunjochs warten traumhafte Hänge in idealer Neigung, und man weiß wieder, warum man sich den Anstieg angetan hat. Aktuelle Lawineninformationen beim Lawinenwarndienst Tirol - Alpine Gefahren beachten!
1.300 Höhenmeter, 3 Stunden
Das Daunjoch ist definitiv eine meiner Lieblingstouren, und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen die Anreise mit dem Bus bis zum Tourstart an der Mutterbergalm, der Talstation des Stubaier Gletschers mit den fantastisch häufigen Verbindungen. Zum anderen die relative Lawinenarmut, und dann noch die großartigen Hänge, auf denen man fast immer allein ist. Panorama und Höhenmeter kommen noch als Draufgabe dazu.
Die Tour startet an der Mutterbergalm (1.750 Meter), zu der man mit dem ST-Bus gelangt. Bei den IVB-Bussen nach dem Skifahrerticket fragen (gibts nicht am Automaten) oder den Gratis-Skibus des Tourismusverbandes verwenden. Zuerst folgt man der Skiroute durch die Wilde Grube bis kurz vor dem Talschluss.
Dort quert man den Glamergrubenbach auf die orographisch linke Seite, also aufstiegsseitig rechts. Hier folgt die einzige lawinenmäßig heikle Stelle. Bei geringer Lawinengefahr kann man fast bis zum Fels aufsteigen und dann nach rechts über die Steilstufe zur Glamergrube, bei höherer Lawinengefahr ist es sinnvoller, bereits früher in die Steilstufe einzuqueren. Das ist dann allerdings deutlich anstrengender.
Oberhalb der Steilstufe folgt man der Glamergrube flach, bis der Talschluss sichtbar wird. Schräglinks erhebt sich jetzt auch der Hintere Daunkogel. Vor dem Talschluss linkshaltend hinauf. Hier beginnt die Tour konditionell interessant zu werden. Man kann sich kaum noch vorstellen, wie nah man am Gletscherskigebiet ist, so einsam ist es hier.
So weit links haltend, wie es der Schnee an den Hängen zulässt und über die Stufe aufsteigen auf den Gletscher, der überwiegend spaltenfrei ist. Immer weiter am linken Hang bleibend zuerst flach, dann über die nächste Stufe und schließlich bis unters Daunjoch. Hier wird es steil und oftmals harschig, den Jochwind im Gesicht. Wer Harscheisen mithat, wird sie hier sicher gerne verwenden, meistens geht es aber auch ohne. Das Daunjoch ist der rechte Einschnitt auf etwa 3.050 Metern Seehöhe. Bis hierher etwa drei Stunden.
Viele beenden hier die Tour, weil man die schönen Tourenhänge bereits hinter sich hat. Man kann jedoch schräg rechtshaltend weitergehen bis zur Daunscharte, zur Hälfte um den Daunkogel herum. Dort Skidepot und Aufstieg ohne Ski bis zum Gipfel des Daunkogel. Häufig wird die Tour auf den Daunkogel aus dem Skigebiet, von der Station Gamsgarten empfohlen; die Abfahrt durch die Glamergrube ist aber zum Glück wenig bekannt, und eigentlich ist der Aufstieg dann auch nur halbehrlich.
Unterhalb des Daunjochs warten traumhafte Hänge in idealer Neigung, und man weiß wieder, warum man sich den Anstieg angetan hat. Aktuelle Lawineninformationen beim Lawinenwarndienst Tirol - Alpine Gefahren beachten!
Härmelekopf / Seefelder Joch - Skitour
Zwei kurze Touren machen auch müde Beine
800+800=1.600 Höhenmeter, 2*1,5 Stunden=3 Stunden
Nach Seefeld ist schon die halbstündige Anreise per Zug via Mittenwaldbahn ein Genuss. S-Bahn und Regionalexpress fahren mindestens stündlich, manchmal auch öfter. Und Sonntags gibt es sogar die einmalige Chance, mit dem ICE zur Skitour anzureisen. Dazu kommt noch die spektakuläre Fahrt durch die Martinswand. Vom Bahnhof in Seefeld sind es zehn Minuten zu Fuß zur Talstation Rosshütte, es gibt auch Skibusse für alle, denen der Weg zu weit ist.
Von der Talstation auf 1.230 Metern Seehöhe bieten sich zwei große Aufstiegsmöglichkeiten, die hier beide beschrieben werden, und die gut kombiniert werden können.
Die erste Route führt von der Talstation rechtshaltend auf den Härmelekopf. Die Bergstation liegt auf 2.045 Metern, Essen gibt es dort keines. Die Tour geht zuerst flach über die Piste 6b und dann etwas steiler über die Pisten durch den Wald, angenehm im Sonnenhang gelegen. Erst kurz vor der Bergstation werden die breiten Pisten etwas steiler. Nach knapp 1,5 Stunden hat man die 800 Höhenmeter hinter sich, es empfiehlt sich die Kombination mit dem zweiten Aufstieg. Hierzu am besten über die Verbindungsabfahrt (Nr. 9) zur Talstation des Rosshüttenexpress.
Bei der Talstation des Rosshüttenexpress wieder auffellen und zuerst in Richtung Rosshütte (1.760 Meter) und dann steiler und immer steiler in Richtung Seefelder Joch auf 2.064 Metern, das man nach erneuten knapp 1,5 Stunden erreicht Ein eigenes eingerichteter „Rundblick“ zeigt einem an, wo man den besten Rundlick hat. Das stimmt auch tatsächlich. Auch am Seefelder Joch gibt es nichts zu Essen, dazu muss man zumindest bis zur Rosshütte abfahren.
Die Kombination der beiden Pistentouren hat es in sich, und man kommt auf ausreichend viele Höhenmeter. Die sonnige Lage des Skigebiets und die vergleichsweise geringe Höhe, beim gleichzeitigen Ruf von Seefeld als Schneeloch lohnen bei fast allen Witterungsverhältnissen.
Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren. Ab 16.30 sind die Pisten gesperrt, sie sind nur Mittwochs und Freitags bis zur Hochangerbahn möglich, wo auch der beleuchtete Nachtskilauf stattfindet.
Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren. Ab 16.30 sind die Pisten gesperrt, sie sind nur Mittwochs und Freitags bis zur Hochangerbahn möglich, wo auch der beleuchtete Nachtskilauf stattfindet.
Nösslachjoch / Bergeralm - Skitour
Eine Tour für alle Fälle
1.150 Höhenmeter, 2 Stunden
| Daniel Mairhofer, Christof Mathoi, Gebi Mair |
Meistens wird das Nösslachjoch direkt vom Autobahnparkplatz Nösslach begangen, die Anreise erfolgt deshalb meistens mit dem Auto. Es ist aber auch möglich, das Nösslachjoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen, und dabei ergibt sich gleich eine reizvolle Überschreitung.
Mit dem Zug nach Gries am Brenner und von dort zu Fuß hinunter in den Ort auf 1.150 Metern Seehöhe. Beim Café Sprenger zweigt der Weg Richtung ins „Gries“ ab, nicht zu verwechseln mit der Straße nach Vinaders und ins Oberbergtal. Wer dem Gries in den Feldern folgt, findet die Unterführung unter der Autobahn am einfachsten. Aber es zählt natürlich jede Möglichkeit, aus Gries zum Autobahnparkplatz Nösslach (1.300 Meter) zu kommen. Auch der Aufstieg direkt unter der Autobahnbrücke ist möglich.
Vom Parkplatz wenige Meter zu Fuß in Richtung Berg, bei der leider viel zu selten angefahrenen Bushaltestelle „Nösslach Abzw. Autobahn (Gries am Brenner)“ startet die Route durch die Felder. Meistens kann man hier schon den Spuren folgen, auch ein Hinweisschild bittet die TourengeherInnen, sich links zu halten.
Eine Querstraße queren und dann in den Wald hinein, den Wegen Richtung Nösslachhütte (1.607 Meter) folgen. Sanft steigt der Weg weiter durch den Wald auf. Überhaupt ist die angenehme Steigung eine Charakteristik der Tour im Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch - Obernberger See - Tribulaune, das sie unter anderem so beliebt macht.
Auch wenn die Route aus dem Wald heraustritt, bleibt die Steigung sanft, was ihren Ruf als nur wenig lawinengefährdet begründet. Zweihundert Höhenmeter noch bis zum Gipfel des Nösslachjochs auf 2.231 Metern.
Die Abfahrt ist entweder auf dem Aufstiegsweg möglich, oder man macht aus der Tour eine Überschreitung. Die Abfahrt erfolgt knapp unterhalb des Gipfels Richtung Osten, zum Schlepplift des Bergeralm Skigebiets. Auf der Hälfte des Schleppliftes zweigt ein Ziehweg ab, zu dem man knapp unter der Bergstation des Sesselliftes „Hoher Turm“ kommt. Von dort erfolgen 1.150 Höhenmeter Abfahrt über die steilen Pisten des Skigebiets Bergeralm. Spektakulär ist der Blick von der Piste direkt auf die Brennerautobahn, unter deren Brücke sich die Talstation befindet.
Von der Talstation des Skigebiets sind es gute zehn Minuten zu Fuß zum Bahnhof Steinach, wo der Zug nach Innsbruck zurückfährt. Regelmäßige Skibusse ersparen einem aber sogar diesen Weg.
Natürlich ist es auch möglich, die gesamte Tour in umgekehrter Richtung zu machen. Dann ist der Aufstieg über die Pisten steiler, und die Abfahrt durch den Tiefschnee und Wald dafür sanfter. Bei der Sanftheit der Tour sollte man aber nicht vergessen, dass man sich auch hier im alpinen Gelände mit den entsprechenden Gefahren befindet.
Seegrube - Skitour
Pistentour ohne Pistenfeeling
1.050 Höhenmeter, 2 Stunden
„Innsbrucks größtes Sportgerät“ lautete einmal der Werbeslogan für das Skigebiet auf der Seegrube. Nicht zu Unrecht, handelt es sich doch auch im Winter um das am schnellsten erreichbare Tourengebiet von Innsbruck. Und dabei kommt trotz Pistentour kein Pistenfeeling auf.
Mit der Hungerburgbahn oder billiger mit der Linie J der IVB geht es auf die Hungeburg. Die Tour startet direkt hinter dem Parkplatz der Gondel auf die Seegrube. Startpunkt ist auf 850 Metern Seehöhe, es geht anfangs flach die Talabfahrt des Skigebiets nach oben. Bald teilt sich die Talabfahrt in die steilere „2er-Abfahrt“ und die flachere „3er-Abfahrt“. Beide Routen werden mit Tourenski häufig begangen, wobei die 2-er Abfahrt die größere sportliche Herausforderung darstellt.
Die wichtigste Frage bei dieser Tour ist: Reicht der Schnee bis zur Hungeburg? Die Talabfahrt hat nämlich zum Glück keine künstliche Beschneiung, deshalb muss auf die Schneeverhältnisse Rücksicht genommen werden oder ein Fußmarsch im unteren Teilbereich eingeplant.
Forstwege querend zieht sich die Abfahrt nach oben, bis mit dem Erreichen der Sessellift-Talstation zum ersten Mal das Gefühl aufkommt, sich tatsächlich in einem Skigebiet zu befinden. Die meisten Alpinskifahrer schaffen es nämlich nur bis hierher. Auf der Talabfahrt trifft man hauptsächlich auf SkifahrerInnen und Snowboarder mit gutem Können, dem Zungenschlag zumeist Einheimische.
Im Zickzack unter der Gondel hin und her geht es bis nach oben, zur Bergstation Seegrube auf 1.905 Metern Seehöhe mit Einkehrmöglichkeit in zwei Restaurants. Von der Hungerburg bis hier her sind etwa zwei Stunden einzuplanen.
Tagsüber gibt es keine offiziellen Einschränkungen für Pistentouren, abends sind die Pisten offiziell für Präparierungsarbeiten und Lawinensprengungen nach Neuschneefällen gesperrt. Ab der Station Seegrube ergibt sich auch noch eine Verlängerungsmöglichkeit für Touren zum Hafelekar. Das Gelände ist sehr steil, und eigentlich handelt es sich nicht mehr um eine Pistentour, sondern um eine Tour auf einer Skiroute. Lokale Sperren beachten, sie sind an der Station Hungerburg ausgeschildert.
Rangger Köpfl - Skitour
Mit Peter Anich auf den Berg
1.100 Höhenmeter, 2 Stunden
| Gebi Mair, DanielMairhofer |
Stündlich fährt der VVT-Bus 4165, mit Skiausrüstung gratis, von den Innsbrucker Haltestellen Hauptbahnhof und Finanzamt über Völs und Kematen nach Oberperfuß zum Rangger Köpfl-Lift. Auf 850 Metern Seehöhe startet die Pistentour mäßig steil hinauf nach Stiglreith auf 1.350 Meter. Die Bergstation der Gondelbahn ist nur die erste von mehreren Einkehrmöglichkeiten auf diesem Pistentourenklassiker.
Von Stiglreith zieht sich die Piste immer gerade, zuerst lange flach und dann ansteigend dem Gipfel entgegen. Am Sulzstich auf 1.650 Metern Seehöhe die nächste Einkehrmöglichkeit, und gleich noch einmal mit wunderbarer Terrasse die Rosskogelhütte auf 1.780 Metern. Stets begleitet von den Schleppliften entlang der Piste geht die Tour aber noch weiter bis ganz nach oben zum Wetterkreuz auf 1.950 Metern. Verlängerungsmöglichkeiten für die Pistentour, etwa aufs Windegg ergeben sich im freien Skiraum.
Tagsüber gibt es keine Einschränkungen für Pistentouren, am Dienstag Abend sind sie ausdrücklich erlaubt, und am Freitag Abend findet ebenfalls Nachtskilauf statt, was Touren ermöglicht.
Die Abfahrt über die lange Piste gestaltet sich als Genuss; wenn zu wenig Schnee vom Himmel fällt, wird am Rangger Köpfl künstlich nachgeholfen. Wenn jedoch genug Schnee liegt, dann empfiehlt sich, am Zielhang nach rechts auszuweichen und über die Felder direkt ins Ortszentrum von Oberperfuß abzufahren. Dort gibt es direkt an M-Preis erneut eine Bushaltestelle, von der stündlich der VVT-Bus für SkifahrerInnen gratis über Kematen und Völs nach Innsbruck fährt.
Glungezer/Schartenkogel - Skitour
Die Klassik-Tour
1.500 Höhenmeter, 3 Stunden
Startpunkt ist an der Talstation der Glungezerbahn in Tulfes auf 850 Metern Seehöhe, Anreise mit VVT-Bus 4134 (SkifahrerInnen gratis) vom Innsbrucker Hauptbahnhof in einer knappen halben Stunde bis zur Haltestelle Tulfes-Raiffeisenbank. Gleich hinter dem Parkplatz startet die Tour, immer sanft der Talabfahrt, links haltend nach oben, bis die Piste bei der Neuen Gufl und beim Schlepplift dort eine Rechtskurve macht.
| Am Schartenkogel |
Offiziell bestehen tagsüber für TourengeherInnen keine Einschränkungen, auch abends sind Skitouren immer möglich, wenn man sich am Rand der Piste aufhält. Am Glungezer wird man wohl kaum einmal allein sein, stets trifft man andere TourengeherInnen. Als lange Pistentour ohne besondere technische Schwierigkeiten mit wunderbarer Abfahrt ist das auch kein Wunder.
Kellerjoch - Skitour
1.150 Höhenmeter, 2 Stunden
Zugegeben, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kellerjoch gestaltet sich etwas tricky, aber sie ist möglich und vor allem lohnenswert. Der beste Startpunkt ist, bei entsprechender Schneelage, die Station Arzberg auf 850 Metern. Das ist der Beginn der zweiten Sektion des Sesselliftes, wobei die erste Sektion von Schwaz auf den Arzberg derzeit stillgelegt ist. Zum Arzberg kommt man mit dem Bergbus Arzberg Schwaz, das ist die VVT-Busnummer 7107. Der Bergbus Arzberg startet in Schwaz am Terminal Wopfnerstraße. Dieses Terminal befindet sich in direkter Nähe zur Haltestelle Steinbrücke der Buslinie 4125 von Innsbruck. Schneller ist die Anreise von Innsbruck allerdings mit der Bahn nach Schwaz, dann ist allerdings ein Fußmarsch von 10 Minuten vom Bahnhof zum Terminal einzuplanen, oder man versucht, sich in die Tiefen des Schwazer Citybus-Systems zu vergraben. Es gibt alle möglichen Busverbindungen, aber sie zu beschreiben ist alles andere als einfach.
Wenn zu wenig Schnee für den Start ab Arzberg besteht, dann gibt es ebenfalls einen Bergbus, zur Station Grafenast (Hotel Frieden), das ist allerdings der Bergbus Pillberg mit der Nummer 7108. Der fährt auch am Terminal Wopfnerstraße vorbei und er fährt öfter. Dafür fehlen einem dann die ersten 500 Höhenmeter der Tour.
Wer sich durch die Tücken des öffentlichen Verkehrs gequält hat und endlich am Arzberg angelangt, den erwartet eine Pistentour, die sich zuerst leicht rechtshaltend über einen kleinen Bach (Vorsicht bei der Abfahrt!) zieht und dann zuerst steiler und dann wieder flacher durch den Wald hinauf in Richtung Grafenast mit dem pistennahen Hotel Frieden zieht. Mit dem dortigen, zu Recht „Sonnenlift“ genannten Schlepplift beginnt das Skigebiet so richtig.
Ab Grafenast wird der Aufstieg steiler. Entweder direkt der Lifttrasse der Sektion III, dem Doppelsessellift folgend oder auf der Piste bleibend, aber ebenfalls steil nach oben. Nach 250 Höhenmetern wird die Strecke wieder flacher und zieht sich dann, dem Bockstalllift entlang als eine einzige Sonnenterrasse hinauf zum Hecherhaus, der Einkehrmöglichkeit auf 1.880 Metern.
Die meisten TourengeherInnen nehmen noch 100 Höhenmeter mehr zum Arbeserkogel in Kauf, um den vom Hecher aus sichtbaren kleinen Gipfel als (zumeist) Buckelpiste mitzunehmen. Verlängerungsmöglichkeiten ergeben sich als hochalpine Skitour in Richtung Kellerjochhaus.
Das Kellerjoch und das dazugehörige familiäre Skigebiet haben zu Recht den Ruf als Aussichtsberg. Die Abfahrt gestaltet sich bei entsprechendem Wetter traumhaft, der Blick über das Inntal ist geradezu fantastisch.
Das Kellerjoch wird von SkitourengeherInnen aus dem Großraum Innsbruck erst nach und nach entdeckt. Ganz allein wird man auch dank der Schwazer TourengeherInnen nie sein, aber das Kellerjoch bietet für InnsbruckerInnen definitiv eine lohnende Abwechslung, und die familiäre Atmosphäre am Hecherhaus und die Aussicht machen die etwas komplizierte öffentliche Anreise auf jeden Fall wett.
Sennjoch - Skitour
Schneesicher durch die Schlick
1.250 Höhenmeter, 2,5 Stunden
Wenn viele andere Skigebiete mit Schneemangel zu kämpfen haben, die Schlick geht dank ihrer Schattenlage fast immer. Anreise von Innsbruck mit dem Gratis-Skibus oder mit der Stubaitalbahn durch die Lärchenwälder, die leider nur für AlpinskifahrerInnen kostenlos ist (bei der Fahrplansuche den Bus entfernen, sonst zeigt das Programm die Bahn nicht an). Auch der Stubaitalbus bietet sich als öffentliche Anreisemöglichkeit an.
Von der Talstation der Kreuzjochbahn auf 1.000 Metern Seehöhe in Fulpmes startet die beschneite Talabfahrt Richtung Froneben. Bei entsprechender Schneelage kann man die Tour auch schon am Hotel Panorama über die Skiwiese mit ihrem aufgelassenen Schlepplift starten. Einheimische gehen immer noch lieber die Route durch das Plövner Loch als über die neu errichtete, relativ flache Talabfahrt. Hierzu zu Fuß in den Telfer Ortsteil Plöven und von dort dem Forstweg nach bis Froneben oder direkt weiter durch hochalpines Gelände, dem Schlickerbach entlang bis in die Schlick.
Bis Froneben auf 1.350 Metern Seehöhe sind keine besonderen Schwierigkeiten zu erwarten, hier ergeben sich mit der Fronebenalm und der Bruggeralm gleich zwei Einkehrmöglichkeiten im Skigebiet. Von Froneben folgt ein langes, relativ flaches Stück über Waxeck bis zur Schlickeralm auf 1.616 Metern. Immer weiter im Skigebiet, bis zum Talschluss. Hier ergeben sich mehrere Möglichkeiten, aufs Sennjoch zu kommen. Sie sind allesamt deutlich steiler als der Weg bis hierher. Entweder der blauen Piste 4 aus Aufstiegssicht rechtshaltend folgen oder nach links über die Zirmachalm (1.935 Meter) mit erneuter Einkehrmöglichkeit in Richtung Sennjoch. Auf 2.225 ist das Ziel an der Bergstation der Viersesselbahn und der Zirmachschlepplifte erreicht. Auch hier erneut Einkehrmöglichkeit.
Wer sich den Schlussaufstieg auf das Sennjoch sparen will und mit 100 Höhenmetern weniger zufrieden ist, kann anstatt auf das Sennjoch auch aufs Kreuzjoch aufsteigen und dort auf 2.130 Metern einkehren.
Elfer - Skitour
Rasant von unten nach oben und zurück
1.100 Höhenmeter, 2 Stunden
Der Elfer in Neustift im Stubaital wird von den TourengeherInnen aus Innsbruck derzeit nur wenig begangen. Dabei ist er gar nicht weit ab vom Schuss: Mit dem Stubaitalbus vom Innsbrucker Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Neustift Tankstelle. Von dort drei Minuten zu Fuß bis zum Parkplatz der Gondelbahn Elferlifte.
Mit der Brücke über die Ruetz startet die Skitour gleich mit einem kurzen Steilstück. Die Talabfahrt zieht sich zuerst nach links auf den Bichl und von dort relativ steil in den Wald hinein und dann zügig nach oben. Relativ steil geht es weiter, es bieten sich nur wenige Möglichkeiten zum Verschnaufen an.
Die Talabfahrt wird von den AlpinskifahrerInnen relativ wenig befahren, auch die beiden Schlepplifte haben schon mehr Gäste gesehen. Bei der Bergstation der Gondelbahn bietet das Restaurant Agrar auf 1.800 Metern eine Einkehrmöglichkeit. Die Pistentour geht aber noch 300 Höhenmeter weiter bis zur Elferhütte auf 2.080 Metern Seehöhe, bei der Bergstation des Schleppliftes. Die Elferhütte sollte an sich auch im Winter geöffnet sein, war dies aber zumindest im Dezember 2011 nicht.
Hallenbad Höttinger Au
Die sportliche Schwimm-Oase in der Stadt
Die Stadt Innsbruck hat sich entschieden, ihren Bädern unterschiedliche Funktionen zu geben. Da gibt es das Familienschwimmbad im O-Dorf, das Wellnessschwimmbad in Ambras, die Sommerschwimmbäder im Tivoli und am Baggersee, die Saunawelt Salurner Straße und: das Sportbad Höttingerau. Neben den städtischen Bädern gibt es natürlich auch noch das USI-Schwimmbad.
Das Hallenbad in der Höttinger Au bietet sich für kalte Tage geradezu an. Ich mag es zum einen wegen seiner zentralen Lage gerne, und zum anderen weil an Herbst- und Wintertagen die große verglaste Fläche an der Westseite nachmittags zu Schwimmvergnügen in der Sonne führt. Bilder vom Schwimmbad gibt es hier.
Das Hallenbad bietet ein 25-Meter Becken mit 27 Grad, in dem drei Bahnen permanent abgetrennt sind und zum sportlichen Schwimmen einladen. Das reicht völlig aus, weil das Schwimmbad nicht wahnsinnig gut besucht ist. Neben den Bahnen ist auch noch ausreichend Platz. Ein Lehrschwimmbecken steht auch zur Verfügung und ein Kinderbecken mit 33 Grad. Für meinen Geschmack ist die Wassertemperatur ein bisschen hoch, aber das ist wahrscheinlich auch eine Frage der persönlichen Vorliebe.
Der Eintrittspreis für VollzahlerInnen beträgt derzeit (Herbst 2011) 5,80 Euro für das Schwimmbad. Wer die Saunaanlage auch noch mitbenutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Billiger wird es, wenn man einen 10er-Block kauft. Alle Infos zu den Preisen finden sich hier. Eine Alternative stellt das Innsbrucker Freizeitticket dar, bei dem nicht nur alle möglichen Lifte, Eislaufplätze oder auch Museen im Preis inbegriffen sind, sondern auch die Innsbrucker Schwimmbäder. Das Ticket gilt für ein ganzes Jahr und kostet derzeit im Vorverkauf 349 Euros. Alle Infos zu Angebot und Preisen finden sich ganz aktuell hier.
Öffnungszeiten im Wesentlichen Mittwoch bis Montag von 9-22 Uhr, Dienstags Schulschwimmen, deshalb für Publikum geschlossen. Genaue Informationen hier, es gibt immer wieder Schließtage. Auf der Homepage der Innsbrucker Kommunalbetriebe kann man außerdem Bahnen reservieren, wenn man beispielsweise mit einer Gruppe eine Bahn für sich allein haben möchte.
Auch wenn das Hallenbad von außen nicht besonders attraktiv aussieht: Es ist eine wunderbare Schwimmmöglichkeit im Zentrum, und Ausprobieren ist geradezu Pflicht. Flexibler und zentrumsnäher als das USI-Schwimmbad, allerdings nicht ganz billig. Die USI hat natürlich ein tolleres Kursangebot, aber Kursmöglichkeiten gibt es auch hier, beispielsweise von der Schwimmschule Aquarien, oder ansonsten auch beim Schwimmclub Innsbruck, dessen Heimstätte das Hallenbad in der Höttinger Au ist.
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Die Stadt Innsbruck hat sich entschieden, ihren Bädern unterschiedliche Funktionen zu geben. Da gibt es das Familienschwimmbad im O-Dorf, das Wellnessschwimmbad in Ambras, die Sommerschwimmbäder im Tivoli und am Baggersee, die Saunawelt Salurner Straße und: das Sportbad Höttingerau. Neben den städtischen Bädern gibt es natürlich auch noch das USI-Schwimmbad.
Das Hallenbad in der Höttinger Au bietet sich für kalte Tage geradezu an. Ich mag es zum einen wegen seiner zentralen Lage gerne, und zum anderen weil an Herbst- und Wintertagen die große verglaste Fläche an der Westseite nachmittags zu Schwimmvergnügen in der Sonne führt. Bilder vom Schwimmbad gibt es hier.
Das Hallenbad bietet ein 25-Meter Becken mit 27 Grad, in dem drei Bahnen permanent abgetrennt sind und zum sportlichen Schwimmen einladen. Das reicht völlig aus, weil das Schwimmbad nicht wahnsinnig gut besucht ist. Neben den Bahnen ist auch noch ausreichend Platz. Ein Lehrschwimmbecken steht auch zur Verfügung und ein Kinderbecken mit 33 Grad. Für meinen Geschmack ist die Wassertemperatur ein bisschen hoch, aber das ist wahrscheinlich auch eine Frage der persönlichen Vorliebe.
Der Eintrittspreis für VollzahlerInnen beträgt derzeit (Herbst 2011) 5,80 Euro für das Schwimmbad. Wer die Saunaanlage auch noch mitbenutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Billiger wird es, wenn man einen 10er-Block kauft. Alle Infos zu den Preisen finden sich hier. Eine Alternative stellt das Innsbrucker Freizeitticket dar, bei dem nicht nur alle möglichen Lifte, Eislaufplätze oder auch Museen im Preis inbegriffen sind, sondern auch die Innsbrucker Schwimmbäder. Das Ticket gilt für ein ganzes Jahr und kostet derzeit im Vorverkauf 349 Euros. Alle Infos zu Angebot und Preisen finden sich ganz aktuell hier.
Öffnungszeiten im Wesentlichen Mittwoch bis Montag von 9-22 Uhr, Dienstags Schulschwimmen, deshalb für Publikum geschlossen. Genaue Informationen hier, es gibt immer wieder Schließtage. Auf der Homepage der Innsbrucker Kommunalbetriebe kann man außerdem Bahnen reservieren, wenn man beispielsweise mit einer Gruppe eine Bahn für sich allein haben möchte.
Auch wenn das Hallenbad von außen nicht besonders attraktiv aussieht: Es ist eine wunderbare Schwimmmöglichkeit im Zentrum, und Ausprobieren ist geradezu Pflicht. Flexibler und zentrumsnäher als das USI-Schwimmbad, allerdings nicht ganz billig. Die USI hat natürlich ein tolleres Kursangebot, aber Kursmöglichkeiten gibt es auch hier, beispielsweise von der Schwimmschule Aquarien, oder ansonsten auch beim Schwimmclub Innsbruck, dessen Heimstätte das Hallenbad in der Höttinger Au ist.
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Habicht
Auf den König des Stubaitales
2000 Höhenmeter, 4 Stunden
Der Habicht ist der König des Stubaitales. Kein Wunder, dass man ihn lange Zeit für den höchsten Berg des Tales gehalten hat, so mächtig wie er sich präsentiert. Mit 3.277 Metern ist er tatsächlich ein respektabler Berg mit ordentlich Höhenmetern im Anstieg, und doch recht einfach zu besteigen.
Die schnellste Variante ergibt sich von Gschnitz. Mit dem Zug nach Steinach und von dort mit dem Bus 4146 nach Gschnitz zum Gasthof Feuerstein. In 50 Minuten ist man von Innsbruck dort. Beim Gasthof Feuerstein (1.250 Meter Seehöhe), bei der Materialseilbahn über eine Brücke, und schon beginnt der Steig Richtung Innsbrucker Hütte. Bis zur Innsbrucker Hütte geht der Steig in gezählten 110 Serpentinen direkt nach oben. Kein Wunder, dass es sich hier um den schnellsten Anstieg handelt. Als längere Anstiegsalternative bietet sich auch der Anstieg aus dem Stubaital von Neustift durch das Pinnistal an. Von dort häufig mit dem Mountainbike bis zur Karalm und dann zu Fuß zur Hütte.
Die Innsbrucker Hütte des Alpenvereins liegt auf 2.369 Metern Seehöhe, und hier hat man die Hälfte des Anstieges schon geschafft. Wer sich lieber mehr Zeit nimmt, übernachtet hier, der Habicht ist als Tagestour für schnelle GeherInnen aber problemlos auch in 3-3,5 Stunden Aufstiegszeit von Gschnitz machbar. Realistisch werden für die meisten 4-4,5 Stunden sein. Hinter der Hütte windet sich der Weg nach oben durchs Blockwerk. Nach einer knappen halben Stunde wird der Steig steiler und führt durch felsiges Gelände hinauf zum Grat, wo man zum ersten Mal die Aussicht richtig genießen kann. Die relevanten Stellen sind mit Seilen gesichert, die vor allem bei Nässe gute Dienste leisten.
Vom Gratfolgt der Steig dem Rücken hinauf zum traurigen Rest dessen, was einmal ein Gletscher war. Statt wie früher über den Gletscher geht man nun rechtshaltend über Blockwerk hinauf und zum breiten Gipfelgrat. Auf 3.277 genießt man eine fantastische Rundumsicht, vom Inntal über den Stubaier Hauptalpenkamm, im Hintergrund die Ötztaler Wildspitze und im Süden kann man die Dolomiten, herausragend mit dem Langkofel erkennen. Von Osten grüßt der Olperer aus dem Zillertal.
Beim Abstieg macht sich die Steilheit des Steiges in den Knien bemerkbar. Vor der Hütte lohnt sich deshalb ein Abstecher zum Alfaier See, der sich sehr erfrischend präsentiert. Von der Hütte abwärts nach Gschnitz viel Spaß beim Serpeninenzählen, und an der Brücke wartet der Bach verlockend, um darin die Füße zu kühlen.
2000 Höhenmeter, 4 Stunden
Der Habicht ist der König des Stubaitales. Kein Wunder, dass man ihn lange Zeit für den höchsten Berg des Tales gehalten hat, so mächtig wie er sich präsentiert. Mit 3.277 Metern ist er tatsächlich ein respektabler Berg mit ordentlich Höhenmetern im Anstieg, und doch recht einfach zu besteigen.
Die schnellste Variante ergibt sich von Gschnitz. Mit dem Zug nach Steinach und von dort mit dem Bus 4146 nach Gschnitz zum Gasthof Feuerstein. In 50 Minuten ist man von Innsbruck dort. Beim Gasthof Feuerstein (1.250 Meter Seehöhe), bei der Materialseilbahn über eine Brücke, und schon beginnt der Steig Richtung Innsbrucker Hütte. Bis zur Innsbrucker Hütte geht der Steig in gezählten 110 Serpentinen direkt nach oben. Kein Wunder, dass es sich hier um den schnellsten Anstieg handelt. Als längere Anstiegsalternative bietet sich auch der Anstieg aus dem Stubaital von Neustift durch das Pinnistal an. Von dort häufig mit dem Mountainbike bis zur Karalm und dann zu Fuß zur Hütte.
Die Innsbrucker Hütte des Alpenvereins liegt auf 2.369 Metern Seehöhe, und hier hat man die Hälfte des Anstieges schon geschafft. Wer sich lieber mehr Zeit nimmt, übernachtet hier, der Habicht ist als Tagestour für schnelle GeherInnen aber problemlos auch in 3-3,5 Stunden Aufstiegszeit von Gschnitz machbar. Realistisch werden für die meisten 4-4,5 Stunden sein. Hinter der Hütte windet sich der Weg nach oben durchs Blockwerk. Nach einer knappen halben Stunde wird der Steig steiler und führt durch felsiges Gelände hinauf zum Grat, wo man zum ersten Mal die Aussicht richtig genießen kann. Die relevanten Stellen sind mit Seilen gesichert, die vor allem bei Nässe gute Dienste leisten.
Vom Gratfolgt der Steig dem Rücken hinauf zum traurigen Rest dessen, was einmal ein Gletscher war. Statt wie früher über den Gletscher geht man nun rechtshaltend über Blockwerk hinauf und zum breiten Gipfelgrat. Auf 3.277 genießt man eine fantastische Rundumsicht, vom Inntal über den Stubaier Hauptalpenkamm, im Hintergrund die Ötztaler Wildspitze und im Süden kann man die Dolomiten, herausragend mit dem Langkofel erkennen. Von Osten grüßt der Olperer aus dem Zillertal.
Beim Abstieg macht sich die Steilheit des Steiges in den Knien bemerkbar. Vor der Hütte lohnt sich deshalb ein Abstecher zum Alfaier See, der sich sehr erfrischend präsentiert. Von der Hütte abwärts nach Gschnitz viel Spaß beim Serpeninenzählen, und an der Brücke wartet der Bach verlockend, um darin die Füße zu kühlen.
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